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Ein neuer Schulstandort muss her! - Bildung für Rummelsburg

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Bildungsstandort Rummelsburg / OstkreuzWir fordern den Bau einer Gemeinschaftsschule!

Wir, die Gesamtelternvertretung der Schule an der Victoriastadt, fordern einen neuen Schulstandort für eine Gemeinschaftsschule in Rummelsburg und damit einhergehend eine neue Sporthalle, eine Mensa und ausreichend Freifläche.

Warum?

  1. Die ortsansässige Schule an der Victoriastadt, derzeit ca. 400 Schüler_innen, wird spätestens zum Schuljahr 2018/19 ihre Kapazitätsobergrenze von 525 Schüler_innen erreicht haben.Laut Schulentwicklungsplanung ist mit 850 Grundschüler_innen im Einzugsgebiet in den kommenden 3 Jahren zu rechnen (ohne die aktuelle Bevölkerungsprognose zu berücksichtigen, die noch deutlicheren Zuwachs vorhersagt).
  2. Schon jetzt mangelt es an Freifläche (0,7ha - laut Musterraumprogramm müssten es 2ha sein).
  3. Die Mensa ist zu klein (80 Plätze auf derzeit ca. 280 Essenskinder, so dass in Schichten zwischen 11:20 Uhr und 13:30 Uhr gegessen wird).
  4. Die Sporthalle ist doppelt belegt und ab kommenden Schuljahr müssen Schüler_innen mit Bussen in andere Sporthallen gebracht werden.
  5. Die Klassenräume müssen zunehmend auch als Horträume genutzt werden.
  6. Es fehlen nicht nur Plätze im Grundschulbereich sondern auch die Platznot an weiterführenden Schulen nimmt markant zu.

Was bisher geschah?

Längst ist das Problem der Politik und Verwaltung bekannt. Die Aula soll zur Mensa ausgebaut werden. Das Einzugsgebiet soll verkleinert werden. Eine Filiallösung wird angestrebt: der Bau eines Modularen Ergänzungsbaus (MEB) in der Hauptstr. 8/9 in 1100m Entfernung (ca. 25 Minuten Fussweg für Kinder). Derzeit ist eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um diesen Standort zu prüfen. Das Ergebnis liegt vermutlich Mitte Mai vor. Aber selbst wenn diese positiv ausfällt:

Ein MEB in dieser Entfernung ist nicht die Lösung, denn

  • er ist lediglich ein Ergänzungsbau der Schule an der Victoriastadt und kein eigenständiger Schulstandort mit eigener Verwaltung (Sekretariat, Hausmeister, Lehrer_innen etc.),
  • bietet nur Klassenräume aber keine Fachräume, keine eigenständigen Horträume, keine Mensa, kaum Freifläche, kein Lehrer_innenzimmer und für eine Sporthalle ist hier auch kein Platz und
  • die Entfernung zwischen beiden Gebäuden erzwingt ein Pendeln was für Schüler_innen, Lehrer_innen und Erzieher_innen unzumutbar ist.

Was schon beschlossen und noch geplant wird?

Es entstehen weitere Neubauprojekte: 313 Wohnungen in der Hauptstr. Ecke Schlichtallee, im Bebauungsgebiet Ostkreuz "An der Mole" sind 700 neue Wohnungen geplant und auch zahlreiche andere Neubauten in und um die Victoriastadt / den Nöldnerplatz werden gebaut. Ein neuer Schulstandort im Einzugsgebiet ist nicht vorgesehen, obwohl es im Bebauungsgebiet Ostkreuz "An der Mole" die einzig noch mögliche Fläche gäbe, die einen eigenständigen vollumfänglichen Schulstandort zulässt.

Darum fordern wir:

Eine neue Schule muss her!

Und weil es nicht nur steigende Zahlen an Grundschüler_innen gibt, muss nachhaltig geplant werden: Wir fordern eine Gemeinschaftsschule bestmöglich eingebunden im Rahmen eines Bildungscampus in Rummelsburg welcher lebenslanges und ganzheitliches Lernen, Leben und Arbeiten ermöglicht!

Das Konzept einer Gemeinschaftsschule mit den Klassenstufen 12/13 überzeugt. Ganz konkret würde das nicht nur die Schule an der Victoriastadt im Grundschulbereich entlasten, sondern bietet auch künftig dringend benötigte Schulplätze ab Klassenstufe 6. Unsere Kinder lernen gemeinsam ab der 1. Klasse bis zum jeweilig gewünschten Schulabschluss.

Wenn diese Schule im Bebauungsgebiet "An der Mole" am Ostkreuz entsteht, profitiert nicht nur Lichtenberg sondern auch Friedrichshain wo Schulplätze auch rarer werden und beispielsweise das Freudenbergareal zahlreichen Familien mit Kindern ein neues Zuhause geben wird.

Und weil wir Bildung ernst nehmen und altersübergreifende kiezoffene Angebote und Orte entwickeln wollen, sei es im Bereich Sport und/oder der Kulturellen Bildung, der Medienpädagogik etc., sollten wir uns für ein ganzheitliches Konzept einsetzen: einen Campus "Freiraum für Bildung, Kultur und Umweltschutz" mit einer Kita, mit Lernlaboren, mit Werkstätten einer Jugendfreizeiteinrichtung und dann auch gern mit bezahlbaren Wohnraum. Gemeinsam mit dem Grossinvestor, der einen Wasserpark dort erbauen will, kann das Thema Ökologie und Umweltschutz zum Schwerpunkt gemacht werden. Gemeinsam kann sich dem Thema "Verschmutzung des Rummelsburger Sees" gewidmet werden. Hier sollen Bürger_innen jeden Alters gemeinsam mit Interessierten leben, lernen und mitgestalten können, so können z.B. ein Skulpturenpark gestaltet, Lernpfade entwickelt und vielfältige Sport- Erholungs- und Begegnungsflächen geschaffen werden.

Und gleichzeitig müssen die Verantwortlichen im Bezirk Lichtenberg sich auf diesem Scheinargument, dass die Schule in 10-15 Jahren nicht mehr gebraucht wird, ausruhen. Denn sie ist damit multifunktional im Rahmen eines Gesamtkonzepts eingebunden.

Und darum bitten wir Sie, uns mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen, selbst Unterschriften zu sammeln und die Petition in ihrer Familien, in ihren Netzwerken zu verteilen.

Bildung geht uns alle an!

 

Ein Plädoyer eines Elternteils:
Berlin wächst! Lichtenberg wächst! Und das ist auch gut so.
Aber, wenn wir neuen Wohnraum schaffen, muss auch die Infrastruktur wachsen. Rummelsburg ist neben einigen Gebieten von Pankow laut aktueller Bevölkerungsprognose am stärksten vom Zuzug betroffen. Schon in den letzten 10 Jahren wurden tausende Wohnungen rund um den Rummelsburger See errichtet, in denen insbesondere Familien mit kleinen Kindern ein neues Zuhause gefunden haben. Auch die Victoriastadt ist seit einigen Jahren ein Hotspot für Familien geworden und jenseits des Nöldnerplatzes Richtung Weitlingkiez sprießen zunehmend Neubauten aus dem Boden, die ebenfalls für Familien eine attraktive Wohnlage bieten. Verkehrstechnisch an die Haupt-S-Bahn Linie angeschlossen, bietet Rummelsburg neben dem Wohnraum viel Grün, Wasser und sonntags oft sogar dörfliche Ruhe. Und so wächst Rummelsburg weiter. Weitere Bauvorhaben sind angestoßen: das „Lichtenhain“ in der Lückstraße, in der Hauptstraße werden 313 neue Wohnungen durch die Howoge entstehen und Richtung Ostkreuz im künftigen Wohngebiet „An der Mole“. Mindestens 7 Kindertagestätten sind in den letzten Jahren im Einzugsgebiet der Schule neu eröffnet worden, um den Eltern familiengerechte Betreuungsangebote anzubieten. Der Neubau einer Schule blieb bisher aus. Selbst die in der Schulentwicklungsplanung im Jahr 2014 veröffentlichten Zahlen von künftig 850 schulpflichtigen Grundschulkindern veranlasste niemanden nach dem Kitauausbau auch für ausreichend Schulplätze zu sorgen. An der einzig ortsansässige Grundschule der Schule an der Victoriastadt wird es eng. Sehr eng. Die Schule hat eine Kapazität von 525 Schulplätzen. Derzeit sind es rund 400 Schüler_innen. Nur zwei sechste Klassen werden die Schule verlassen aber mindestens vier bis sechs erste Klassen kommen nach. Spätestens im Schuljahr 18/19 wird die Obergrenze erreicht, die aktuellen Zuzüge aber lassen vermuten, dass es auch schon 17/18 so weit sein könnte.

Anstatt aber einen neuen Schulstandort zu bauen, glaubt der Bezirk zunächst mit der Verkleinerung des Einzugsgebietes der Sache Mensch zu werden. Dies wird gerade vorbereitet und im Sommer abgestimmt. Und mag sein, dass der Plan vorübergehend aufgeht und die Situation oder auch das Problem auf in zwei Jahren verlagert wird, aber mit dem Wissen um diese ganzen Neubauprojekte und den Druck der damit auch auf die umliegenden Schulen wächst, kann die bisherige Planung wenige beruhigen.

Die Schule an der Victoriastat wird unabhängig ihrer Kapazitätsobergrenze schon im kommenden Schuljahr 16/17 an ihre Belastungsgrenzen kommen. Die von Senatorin angeordnete „Verdichtung“ hinterlässt ihr Spuren. Kindern bleibt nur noch 20 Minuten Zeit für ihr Mittagessen inkl. Anstehen, die Sporthalle bietet im kommenden Schuljahr nicht mehr ausreichend Platz, so dass Kinder mit Bussen in umliegende Sporthallen gebracht werden müssen. Sie werden nur noch durchgeschleust durch ein System, durch die Programme der wachsenden Stadt. Dem treten wir entschieden entgegen! Und dafür brauchen wir SIE! Unterstützen Sie uns! Wir brauchen eine neue Schule!

Zur Person:

Claudia Engelmann ist Vorsitzende der Gesamtelternvertretung der SChule an der Victoriastadt und Vorsitzende des Bezirkselternausschuss Schule in Lichtenberg

Kontakt: info@claudia-engelmann.eu

Facebook: https://www.facebook.com/schuleandervictoriastadt/

 



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