Das "Simit Evi" auf dem Weddinger Rathausvorplatz muss bleiben - Pachtvertrag verlängern!

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"Simit Evi" muss bleiben!

Das täglich geöffnete und immer sehr gut besuchte Café „Simit Evi“ auf dem Rathausvorplatz in der Müllerstraße steht ab dem 31. März 2018 vor dem Aus!

Denn dann endet der Pachtvertrag der Betreiberin Özlem Özmen-Eren. Grund für die Verweigerung einer Verlängerung des Pachtverhältnisses ist die Baufälligkeit des bezirkseigenen Gebäudes. Als Eigentümer ist das Bezirksamt Mitte verantwortlich dafür, das Gebäude in einem für den Betrieb eines öffentlichen Cafés geeigneten Zustand zu halten. Ein von Bezirksstadtrat Carsten Spallek in Auftrag gegebenes Gutachten beziffert die Instandsetzungskosten mit rund 620.000 €.

Bei der ursprünglichen Planung für die Gestaltung des Rathausumfelds war geplant, das Café abzureißen und in die schrittweise zu erweiternde Schillerbibliothek zu integrieren. Der Ausbau der Bibliothek ist jedoch äußerst fraglich und von der Abteilung Weiterbildung und Kultur des Bezirksamts nicht vor dem Jahr 2026 geplant.

Für Stadtrat Spallek ist der Pachtzeitraum von 2018-2026 jedoch zu kurz, um die Investitionskosten wieder reinzuholen. Zudem müsste das Gebäude in jedem Fall bei einer grundlegenden Wiederinstandsetzung freigezogen und anschließend zu einem ortsüblichen (weitaus höheren!) Preis neu verpachtet werden.

Dies darf nicht geschehen, denn das „Simit Evi“ ist eine Instanz auf dem Rathausvorplatz und dient als beliebter Anlauf- und Treffpunkt für zahllose Bewohner*innen der angrenzenden Kieze. Vormittags besuchen viele Frauen das „Simit Evi“, die von Hause aus nicht allein ins Café gehen dürfen. Hier treffen sich türkische, deutsche und jüdische Kultur ohne Berührungsängste. Das „Simit Evi“ stellt alle Speisen selbst her und es beschäftigt vorwiegend alleinerziehenden Mitarbeiter*innen aus sechs verschiedenen Herkunftsländern. Eine Schließung wäre katastrophal!

Die Stadtteilvertretung ‚mensch.müller‘ fordert daher eine kurzfristige Verlängerung des Vertrags zu gleichen Bedingungen bis geklärt ist, wie es auf dem Platz weitergeht. Langfristig muss aus Sicht der Stadtteilvertretung eine dauerhafte Lösung für den Betrieb eines Cafés gefunden werden, der die jetzige Betreiberin Özlem Özmen-Eren nicht diskriminiert. Nach Klärung der Zukunftsperspektive muss evaluiert werden, wie das Gebäude minimalinvasiv so Instand gesetzt werden kann, dass der Betrieb weitergehen kann. Frau Özmen-Eren bietet an, die Renovierung selbst zu übernehmen. Einen Kostenvoranschlag dafür hat sie schon eingeholt. Für die nötigsten Arbeiten sind demzufolge ‚nur‘ 150.000 Euro nötig. Schon bei der Übernahme des Gebäudes hatte die Pächterin 120.000 Euro investiert.

Auch das Bezirksamt Mitte sollte ein Interesse daran haben, das „Simit Evi“, als ein im Kiez verankertes Café, an diesem Standort zu erhalten, um der fortschreitenden Gentrifizierung entgegenzutreten und die Neuvermietung an einen namen- und charakterlosen Großkonzern (Starbucks, etc.) zu verhindern. Wie schon bei der erfolgreichen Petition, das Café Leo auf dem gegenüberliegenden Leopoldplatz zu erhalten, muss auch für das „Simit Evi“ eine Schließung verhindert und der Weiterbetrieb langfristig gesichert werden.



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