Vorkaufsrecht nutzen - OsKo bleibt!

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Unser Gebäudekomplex aus drei Häusern an der Koloniestraße Ecke Osloer Straße im Wedding wurde verkauft: Knapp 100 Bewohner*innen und drei Gewerbeeinheiten bangen um ihre Wohnungen und Gewerberäume.

Nun kämpfen wir für den Erhalt unserer bunt-gemischten Hausgemeinschaften! 

Wir Mieter*innen und Gewerbetreibende erhielten Mitte Mai die Schreckensmeldung vom Bezirk: Unser Gebäudekomplex mit 33 Wohnungen an der Koloniestraße Ecke Osloer Straße im Millieuschutzgebiet Reinickendorferstraße wurde von der Skjerven-Gruppe gekauft.

Bei dem Käufer handelt es sich um einen Immobilieninvestor, der aktuell zwei weitere Häuser in Moabit kauft. In der Vergangenheit hat das Unternehmen in der Charlottenburger Eisenzahnstraße Mietwohnungen in luxuriöse Mikroapartments umgebaut. Es deutet also alles darauf hin, dass es sich um eine große Investmentgroup handelt, der es um Profit und nicht um den Erhalt bezahlbarer Wohnung geht.

Wir befürchten zum Spekulationsobjekt der Investor*innen zu werden und durch entstehende Eigentumswohnungen und Mieterhöhungen aus unserem Zuhause ausziehen zu müssen. Auch uns droht nun das gleiche Schicksal wie zahlreichen Hausgemeinschaften, Kleingewerbetreibenden und Einzelpersonen, die dem Ausverkauf, dem Mietenwahnsinn und Verdrängung bereits zum Opfer gefallen sind.

Dagegen wehren wir uns und treten ein für einen Erhalt der Kiezkultur, in der alteingesessene Berliner*innen auf Zugezogene, Studierende und Rentner*innen auf Berufstätige und auf Arbeitssuchende treffen. Denn wenn alle Häuser totsaniert wurden, wohin sollen wir dann noch ziehen?

Unser Appell an den Bezirksstadtrat Ephraim Gothe und an den Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel: Machen Sie Gebrauch vom Vorkaufsrecht!

Der nun vollzogene Verkauf droht, die berlinweite Verdrängung weiter zu eskalieren, was für viele Mitglieder unserer Hausgemeinschaft existenzbedrohende Folgen haben würde. Die Nutzung des Vorkaufsrechts wäre für uns alle eine riesige Erleichterung in diesen Zeiten des Mietenwahnsinns und von der Stadtpolitik ein klares Zeichen, dass sie es ernst meint, wenn es um den Erhalt bezahlbaren Wohnraums für alle in Berlin geht!

Wir fordern: 

  • die Verwaltung des Bezirks Mitte auf, alles zu tun, um das Vorkaufsrecht durchzusetzen!
  • die Übernahme unseres Kaufvertrages durch eine gemeinwohl-orientierten Dritten wie eine städtische Wohnungsbaugesellschaft oder Genossenschaft!
  • die Politiker*innen des Bezirks und der Stadt Berlin auf, sich für die möglichen Zuschüsse zum Kauf durch einen gemeinwohl-orientierten Käufer einzusetzen!
  • den Baustadtrat Ephraim Gothe und den Senator für Finanzen Dr. Matthias Kollatz auf, eine Eigenkapitalzuführung aus den Mitteln der SIWANA-V-Töpfe zu ermöglichen.

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Our building complex of three apartment houses on Koloniestrasse at the corner of Osloer Strasse in Wedding was sold: Almost 100 residents and three commercial units fear for their apartments and premises.

That’s why we are fighting for the preservation of our colourful and diverse house community!

In mid-May, we, the tenants, and the owners of small businesses, received the terrible news from the district: our building complex with 33 apartments on Koloniestrasse at the corner of Osloer Strasse in the Millieuschutzgebiet of Reinickendorferstrasse was bought by the Skjerven Group.

The buyer is a property investor who is currently buying two more apartment buildings in Moabit. In the past, the company has converted rental apartments in Eisenzahnstraße in Charlottenburg into luxurious micro apartments. The evidence therefore suggests that this is a large investment group concerned with profit and not with maintaining affordable housing.

We are afraid that we will become an object of speculation for the investors and that we will have to move out of our home due to emerging condominiums and rent increases. We too are now threatened by the same fate as numerous housing communities, small business owners and individuals who have already fallen victim to the selling-out, the displacement, and the madness surrounding renting in Berlin.

We stand up for the preservation of neighbourhood culture, in which long-established Berliners meet newcomers; and students and pensioners meet working people and job seekers. Because if all the affordable living spaces have been renovated to extinction, where are we supposed to live?

Our demand to the district town councillor Ephraim Gothe and the district mayor Stephan von Dassel: Make use of your right of first refusal!

The now completed sale threatens to further escalate the Berlin-wide ousting of long-established renters, which would have existence-threatening consequences for many members of our household community. The use of the right of first refusal would be a huge relief for all of us in these times of rental madness and a clear sign from city politics that they are serious about maintaining affordable housing for everyone in Berlin!

We demand: 

  • the administration of the district of Mitte to do everything to enforce the right of first refusal!
  • the takeover of our purchase contract by a third party oriented towards the common good, such as a municipal housing association or cooperative!
  • call on the politicians of the district and the city of Berlin to support the possible subsidies for the purchase by a public-interest oriented buyer!
  • Ephraim Gothe, city councillor for construction, and Dr. Matthias Kollatz, senator for finance, to enable an equity injection from the funds of the SIWANA-V pots.

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