Bezahlbare und faire Kinderbetreuung in Bruchsal – jetzt handeln!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Dorothee Salge und 9 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

1. Wer ist betroffen? Was ist das Problem?
Bruchsaler Familien zahlen im regionalen und überregionalen Vergleich bereits jetzt mit die höchsten Kindergartenbeiträge – in einigen Fällen bis zu doppelt so viel wie in Nachbarkommunen, andersherum sind andere Gemeinden bis zu 50% günstiger*. Bei zwei Kindern in Ganztagsbetreuung (45 Std) summieren sich die Gesamtkosten über die Betreuungszeit auf über 50.000 Euro, trotz vergleichbarer öffentlicher Leistung.

Gleichzeitig fehlt es an Flexibilität bei der Buchung: Eltern können nicht zwischen einzelnen Betreuungstagen oder zwischen VÖ- und GT-Modellen wählen, sondern müssen starre – oft teurere – Pakete buchen. Besonders Familien mit durchschnittlichem Einkommen verlieren dadurch jeden Anreiz zur Erhöhung der Arbeitszeit, da die Kosten bei über 30 Wochenstunden Betreuung sprunghaft ansteigen.

Nachmittags wären in vielen Einrichtungen noch Betreuungskapazitäten vorhanden, die ungenutzt bleiben. Eine bessere Auslastung könnte helfen, die Fixkosten zu verteilen und langfristig die Beiträge zu senken – wie es in anderen Gemeinden bereits üblich ist.

Besonders hart trifft es Alleinerziehende, Familien ohne familiäre Unterstützung sowie Eltern in systemrelevanten Berufen wie Pflege, Erziehung oder medizinischen Fachberufen.

Hinzu kommt: Eltern finanzieren die Kitas nicht nur über Beiträge, sondern auch über ihre Steuerzahlungen. Dennoch wird – nach der bereits beschlossenen Erhöhung von 7,3 % zum 01.09.2025 – nun eine weitere Beitragserhöhung im Juli 2025 diskutiert, um Haushaltslücken der Stadt Bruchsal zu minimieren - auf dem Rücken der Eltern! Das ist weder sozial noch gerecht.

 
2. Was ist die Forderung?
Wir fordern den Gemeinderat der Stadt Bruchsal auf:

  • Mindestens die mögliche Beitragserhöhung im Juli 2025 auszusetzen, wenn nicht sogar die Überprüfung der bereits beschlossenen Erhöhung zu September 2025
  • Eine transparente Überprüfung der Gebührenstruktur gesamt mit Priorisierung von Familien vorzunehmen,
  • unter Einführung flexibler Buchungsmodelle (z. B. Kombination von VÖ und GT-Tagen),
  • und einem familiengerechten Rabattmodell ab Geburt, das auch bei Kindern mit Altersabstand greift.

3. Warum ist es wichtig, jetzt aktiv zu werden?
Eine weitere Erhöhung würde die soziale Schieflage verschärfen. Familien, die heute schon überdurchschnittlich viel zahlen, werden zusätzlich belastet – und das bei gleichzeitigem Mangel an Flexibilität.

[Edit 09.07.25: Als Entlastungsmöglichkeit wird teilweise die bundeseinheitliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten angeführt. Diese kann von allen Steuerzahlern in Anspruch genommen werden. Eine Darstellung dazu findet man unter diesem Link, die hohen Gebühren z.B. im U3 Bereich führen bei Bruchsal dazu, dass die Entlastung im Vergleich zu günstigeren Gemeinden sogar sinkt! Sofern eine Ansetzbarkeit voll möglich ist (bis 6000 EUR pro Kind, davon max. 4800 EUR), ist die relative Entlastung IMMER identisch, egal wo die steuerpflichtige Person wohnt.]

Ein zukunftsfähiges Bruchsal braucht soziale Gerechtigkeit, Wahlfreiheit bei der Betreuung und eine Finanzpolitik, die Familien nicht allein lässt, insbesondere wenn sich Bruchsal als "familienfreundliche" Stadt darstellt.

Jetzt ist der Moment, ein Zeichen zu setzen – für faire Beiträge, mehr Chancengleichheit und familienfreundliche Strukturen.

 
📎 Zur Petition gehört eine Vergleichsstudie (hier klicken), die folgende Aspekte auf Basis der Daten zum 01.09.2025 über die Betreuungszeit von 5-6 Jahre beleuchtet:

  • Vergleich mit sechs umliegenden Gemeinden (Karlsdorf-Neuthard, Gondelsheim, Forst, Ubstadt-Weiher, Weingarten, Graben-Neudorf) - nur Karlsdorf-Neuthard ist bei einem Kind in VÖ teurer, ansonsten ist Bruchsal - vorallem bei zwei Kindern - in allen Kategorien teurer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vergleich mit dem Umland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Vergleich mit drei benachbarten Großstädten (Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim)
  • Vergleich mit „teuren“ Städten laut Medien (u. a. Heilbronn, Ludwigsburg, Reutlingen, Mannheim)
  • Vergleich mit Städten ähnlicher Größe in BW (Lahr, Schwäbisch-Hall, Rastatt, Waiblingen) unter Berücksichtigung von Einkommensstaffelungen, Buchungsmodellen und Gebührenerhöhungen.

Ergebnisse siehe PDF im Link!

4. Fazit und Appell
Kinderbetreuung darf kein Luxusgut sein, in vielen Kommunen und ganzen Bundesländern ist diese deutlich günstiger bis umsonst - es liegt an der Priorisierung von Familien mit Kindern.

Eine Stadt, die sich als familienfreundlich versteht, muss auch bereit sein, Eltern angemessen zu entlasten – statt sie finanziell zu überfordern und in Teilzeit zu drängen.

👉 Unterzeichne jetzt für faire, flexible und sozial gerechte Beiträge in Bruchsal!

 

(Bild mit KI erzeugt)

*Anpassung am 27.06 nach korrektem Hinweis von Unterschreibenden!

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Dorothee Salge und 9 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

1. Wer ist betroffen? Was ist das Problem?
Bruchsaler Familien zahlen im regionalen und überregionalen Vergleich bereits jetzt mit die höchsten Kindergartenbeiträge – in einigen Fällen bis zu doppelt so viel wie in Nachbarkommunen, andersherum sind andere Gemeinden bis zu 50% günstiger*. Bei zwei Kindern in Ganztagsbetreuung (45 Std) summieren sich die Gesamtkosten über die Betreuungszeit auf über 50.000 Euro, trotz vergleichbarer öffentlicher Leistung.

Gleichzeitig fehlt es an Flexibilität bei der Buchung: Eltern können nicht zwischen einzelnen Betreuungstagen oder zwischen VÖ- und GT-Modellen wählen, sondern müssen starre – oft teurere – Pakete buchen. Besonders Familien mit durchschnittlichem Einkommen verlieren dadurch jeden Anreiz zur Erhöhung der Arbeitszeit, da die Kosten bei über 30 Wochenstunden Betreuung sprunghaft ansteigen.

Nachmittags wären in vielen Einrichtungen noch Betreuungskapazitäten vorhanden, die ungenutzt bleiben. Eine bessere Auslastung könnte helfen, die Fixkosten zu verteilen und langfristig die Beiträge zu senken – wie es in anderen Gemeinden bereits üblich ist.

Besonders hart trifft es Alleinerziehende, Familien ohne familiäre Unterstützung sowie Eltern in systemrelevanten Berufen wie Pflege, Erziehung oder medizinischen Fachberufen.

Hinzu kommt: Eltern finanzieren die Kitas nicht nur über Beiträge, sondern auch über ihre Steuerzahlungen. Dennoch wird – nach der bereits beschlossenen Erhöhung von 7,3 % zum 01.09.2025 – nun eine weitere Beitragserhöhung im Juli 2025 diskutiert, um Haushaltslücken der Stadt Bruchsal zu minimieren - auf dem Rücken der Eltern! Das ist weder sozial noch gerecht.

 
2. Was ist die Forderung?
Wir fordern den Gemeinderat der Stadt Bruchsal auf:

  • Mindestens die mögliche Beitragserhöhung im Juli 2025 auszusetzen, wenn nicht sogar die Überprüfung der bereits beschlossenen Erhöhung zu September 2025
  • Eine transparente Überprüfung der Gebührenstruktur gesamt mit Priorisierung von Familien vorzunehmen,
  • unter Einführung flexibler Buchungsmodelle (z. B. Kombination von VÖ und GT-Tagen),
  • und einem familiengerechten Rabattmodell ab Geburt, das auch bei Kindern mit Altersabstand greift.

3. Warum ist es wichtig, jetzt aktiv zu werden?
Eine weitere Erhöhung würde die soziale Schieflage verschärfen. Familien, die heute schon überdurchschnittlich viel zahlen, werden zusätzlich belastet – und das bei gleichzeitigem Mangel an Flexibilität.

[Edit 09.07.25: Als Entlastungsmöglichkeit wird teilweise die bundeseinheitliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten angeführt. Diese kann von allen Steuerzahlern in Anspruch genommen werden. Eine Darstellung dazu findet man unter diesem Link, die hohen Gebühren z.B. im U3 Bereich führen bei Bruchsal dazu, dass die Entlastung im Vergleich zu günstigeren Gemeinden sogar sinkt! Sofern eine Ansetzbarkeit voll möglich ist (bis 6000 EUR pro Kind, davon max. 4800 EUR), ist die relative Entlastung IMMER identisch, egal wo die steuerpflichtige Person wohnt.]

Ein zukunftsfähiges Bruchsal braucht soziale Gerechtigkeit, Wahlfreiheit bei der Betreuung und eine Finanzpolitik, die Familien nicht allein lässt, insbesondere wenn sich Bruchsal als "familienfreundliche" Stadt darstellt.

Jetzt ist der Moment, ein Zeichen zu setzen – für faire Beiträge, mehr Chancengleichheit und familienfreundliche Strukturen.

 
📎 Zur Petition gehört eine Vergleichsstudie (hier klicken), die folgende Aspekte auf Basis der Daten zum 01.09.2025 über die Betreuungszeit von 5-6 Jahre beleuchtet:

  • Vergleich mit sechs umliegenden Gemeinden (Karlsdorf-Neuthard, Gondelsheim, Forst, Ubstadt-Weiher, Weingarten, Graben-Neudorf) - nur Karlsdorf-Neuthard ist bei einem Kind in VÖ teurer, ansonsten ist Bruchsal - vorallem bei zwei Kindern - in allen Kategorien teurer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vergleich mit dem Umland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Vergleich mit drei benachbarten Großstädten (Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim)
  • Vergleich mit „teuren“ Städten laut Medien (u. a. Heilbronn, Ludwigsburg, Reutlingen, Mannheim)
  • Vergleich mit Städten ähnlicher Größe in BW (Lahr, Schwäbisch-Hall, Rastatt, Waiblingen) unter Berücksichtigung von Einkommensstaffelungen, Buchungsmodellen und Gebührenerhöhungen.

Ergebnisse siehe PDF im Link!

4. Fazit und Appell
Kinderbetreuung darf kein Luxusgut sein, in vielen Kommunen und ganzen Bundesländern ist diese deutlich günstiger bis umsonst - es liegt an der Priorisierung von Familien mit Kindern.

Eine Stadt, die sich als familienfreundlich versteht, muss auch bereit sein, Eltern angemessen zu entlasten – statt sie finanziell zu überfordern und in Teilzeit zu drängen.

👉 Unterzeichne jetzt für faire, flexible und sozial gerechte Beiträge in Bruchsal!

 

(Bild mit KI erzeugt)

*Anpassung am 27.06 nach korrektem Hinweis von Unterschreibenden!

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