Aggiornamento sulla petizioneDie S-Bahn will Rollstuhlfahrer ausgrenzen - stoppen wir das jetzt!

Ein Grund zur Freude?

Lisa SchmidekGermania
7 lug 2017
Gestern früh um 07Uhr30 fand nun der Vor-Ort-Termin am Fahrzeugmodell in Schöneweide statt. Nach einer Einführung an Schautafeln durch eine S-Bahn-Mitarbeiterin betraten wir das Modell des S-Bahn-Fahrzeugs. Trotz Hinweisen, daß es ja nur ein Holzmodell sei und es sollen deshalb sicherheitshalber nur zwei Rollstühle hinein, drängten sich mehr Rollstuhlfahrer hinein, angetrieben durch das Interesse, wie ihre Rechte wahrgenommen werden. Jeder wollte wissen wie seine Zukuft an den Bahnsteigen aussehen würde. Nach einer Debatte, die teils auch hitzig verlief, meist jedoch sachlich blieb hier nun das Ergebnis: 1. Die Höhe des Tasters am Einstieg ist geklärt. Die Taster für den Einstieg von Rollstuhlfahrern sind tiefer gesetzt als bei den jetzigen S-Bahnen. 2. Die Service-Säule für die Rollstuhlfahrer im Mehrzweckbereich wird um einen Sitz näher an den Rollstuhlfahrer gerückt, um ihn aber vor Vandalismus zu schützen etwas näher Richtung Fenster angebracht. Ich denke zwar, daß wieder nicht jeder Rollstuhlfahrer die Taste erreichen kann, jedoch besser als bisher, und bei der Unterschiedlichkeit der Behinderungen ist das nicht besser machbar. 3. Die nach meiner Ansicht zu kurze Rampe wird zwar in Betrieb genommen, wir haben aber die Zusage, daß wenn Rollstuhlfahrer damit nicht sicher Höhenunterschiede, die es an manchen Bahnsteigen gibt, überqueren können, längere Rampen nachbestellt werden können. 4. Was die Senkrechtstangen an den Einstiegen betrifft zeigte sich die S-Bahn trotz meines konsruktiven Vorschlages, nämlich die Stangen direkt an den Windfängen anzubringen, wenig kompromissbereit. Hier werden wir das Fahrzeug während der Testzeit gründlich nutzen müssen - und kritisieren - um ein Ergebnis für alle Fahrgäste und für uns zu erzielen. 5. Es wird geprüft - und hoffentlich umgesetzt - ob die wagrechten Haltestangen für Sehbehinderte so ausgeführt werden können, daß sie für die Sehbehinderten weiterhin Orientierungshilfe bleiben. 6. Es wird geprüft - und hoffentlich umgesetzt - daß am Mehrzweckbereich ein zweiter Ausgang ohne senkrechte Haltestangen und mit einer automatischen Spaltüberbrückung realisiert werden kann, evtl. auch ohne die fest eingebauten Sitze hinter dem Rollstuhlfahrer und nur mit Klappsitzen. Mein herzlichster Dank geht an: Herrn Staatssekretär Kirchner, der die Anregung aufgenommen hat den Vor-Ort-Termin zu realisieren und für eine faire Stimmung gesorgt hat Herrn Dr. Schneider, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung, der die Anliegen der Behinderten mit großer Sachkenntnis unterstützt hat Herrn Kristian Ronneburg, Vorsitzender des Petitionsauschusses des Abgeordnetenhauses, für sein sachliches Interesse Herrn Tino Schopf, Mitglied des Petitionsauschusses, für seine Unterstützung, auch schon im Vorfeld Herrn Rainer-Michael Lehmann, Vorsitzender der AG Selbst Aktiv, für seine Unterstützung auch schon im Vorfeld bei der S-Bahn, namentlich Frau Westphal, die sich diesem Gespräch gestellt hat und Ihre Fachkompetenz beigetragen hat Frau Ingelmann, Vorsitzerin des AG Verkehr barrierefrei Frau Jeschek, Behindertenbeauftragte der S-Bahn Den Herren der Fa. Stadler, Herstellerfirma und natürlich Sebastian von change.org, der die ganze Aktion unterstützt hat und den vielen Unterstützern in Rollstühlen, als Schiebehilfe, als Mitstreiter, als aufmerksame Nutzer des ÖPNV, und den vielen nicht anwesenden Unterstützern, die aber wesentlich zum Erfolg beigragen haben - DANKE! Fazit: dran bleiben, damit den Worten auch Taten folgen, und kritisch und aktiv bleiben. LIEBE GRÜSSE!
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