Bekennerschreiben der 'Außerparlamentarischen Pazifistenliga'

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Das Problem

                                                                 BEKENNERSCHREIBEN

           der Außerparlamentarischen Pazifistenliga (APPL)** (Stand: Juni 2026)

Wir, die "Außerparlamentarische Pazifistenliga“, bekennen uns nicht zu Taten *), sondern zur Haltung. Nicht zu Parolen, sondern zu Verantwortung. Nicht zu Gewalt, sondern zu dem, was vor dem 24. Februar 2022 und dem 7. Oktober 2023 schon galt – und nach diesen Tagen bis heute erst recht gelten muss. *) Wir verzichten auf militante und aggressiv-verletzende Verbalismen und Aktionen.

Wir bekennen uns dazu, den Begriff Pazifismus in seiner ursprünglichen Bedeutung hochzuhalten: Schweigen der Waffen. Anerkennung eigener Schuld. Diplomatie vor Dominanz. Menschlichkeit vor Macht.

Wir bekennen uns dazu, dass Pazifismus nicht blind ist. Er verwechselt Opfer und Täter nicht. Er relativiert keine Massaker. Er romantisiert keine Raketen. Er applaudiert keinem Terror. Er schweigt nicht, wenn Menschen abgeschlachtet werden.

Aber Pazifismus verweigert sich ebenso der bequemen Lüge, dass Gewalt durch noch mehr Gewalt geheilt werden könne. Er verweigert sich der politischen Sucht nach „Kriegstüchtigkeit“. Er verweigert sich der moralischen Erpressung, die jede Kritik an Waffenlieferungen als Verrat brandmarkt.

Wir bekennen uns dazu, dass die Bundesrepublik Deutschland – ob 2022, 2023 oder 2026 – keine Regierung hatte, die Frieden als Leitprinzip verstand. Nicht die Ampel, die sich selbst zerlegte. Nicht die GroKo 2.0, die sich selbst genügt. Nicht die Parteien, die sich in Blasen eingerichtet haben, während das Volk draußen friert – materiell, sozial, demokratisch.

Wir bekennen uns dazu, dass Demokratie mehr ist als ein Kreuz alle vier Jahre. Dass Bürgerinnen und Bürger nicht Statisten sind. Dass Parlamente nicht Eigentum der Parteien sind. Dass Politik nicht das Recht hat, das Volk zu belehren, während es zugleich dessen Vertrauen verspielt.

Wir bekennen uns dazu, dass die APPL kein Verein, keine Partei und keine Sekte ist. Wir haben keine Mitgliedslisten, keine Hierarchien, keine Waffen – nicht einmal verbale. Wir haben nur eine Überzeugung:

Frieden ist kein Luxus. Demokratie ist kein Dekor. Beides ist Pflicht.

Wir bekennen uns dazu, dass wir – trotz der Gefahr, missverstanden zu werden – weiterhin sagen:

Deutschland braucht einen politischen Neustart. Deutschland braucht eine demokratische Erneuerung. Deutschland braucht Neuwahlen, wenn Regierungen versagen.

Wir wissen, dass Neuwahlen im Herbst 2026 die AfD stärken könnte. Wir wissen, dass Mut manchmal gefährlich ist. Aber wir wissen auch: Feigheit hat noch nie eine Demokratie gerettet.

Wir bekennen uns dazu, dass wir Gegner der AfD sind – nicht aus Parteihass, sondern aus historischer Verantwortung. Weil Faschismus keine Option ist. Weil Menschenwürde nicht verhandelbar ist. Weil Demokratie nicht auf dem Altar der Angst geopfert werden darf.

Wir bekennen uns dazu, dass die APPL Finger in der Wunde sind – nicht die Faust im Gesicht. Wir zeigen, wo Politik versagt. Wir zeigen, wo Bürgerrechte erodieren. Wir zeigen, wo Frieden zur Phrase verkommt.

Wir sind die Außerparlamentarische Pazifistenliga. Wir bekennen uns. Und wir bleiben.

Ravensburg, 21. Juni 2026, im Namen derer, die Frieden nicht für Naivität halten, und Demokratie nicht für Dekoration.

Stefan Weinert, 88212 Ravensburg

Theologe, Sozialarbeiter i.R., Konfliktmanager, Case Manager, Blogger

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Wer diese Bekennerschreiben mitunterzeichnen will, kann das HIER tun

 

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Stefan WeinertPetitionsstarter*in

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