Beenden Sie das Verbot der gendergerechten Sprache in Bayern


Beenden Sie das Verbot der gendergerechten Sprache in Bayern
Das Problem
Seit Neuestem gibt es in Bayern ein Verbot der gendergerechten Sprache. Nach diesem ist es an Schulen und Behörden nun nicht mehr erlaubt im schriftlichen Verkehr eine gendersensible Sprache zu verwenden. Formulierungen, in denen beispielsweise ein * genutzt wird, sind nun ausdrücklich nicht mehr zulässig.
Über diesen Umstand sind mein Umfeld und ich schockiert. Niemals wurde ein Zwang gefordert, gendergerechte Sprache zu verwenden. Nun herrscht allerdings ein Zwang, dies nicht zu tun. Ein explizites Verbot in Bayern hindert nun beispielsweise Lehrkräfte daran, gendergerechte Sprache zu verwenden. Wer es dennoch tut, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Aber warum ist das überhaupt wichtig? Gibt es nicht Themen von größerer Bedeutung als ein paar kleine Formulierungen? Es ist sogar sehr wichtig.
Eine gendergerechte Sprache soll nicht nur Gerechtigkeit für Frauen bringen. Durch sie sollen auch Non - binary Personen und genderqueere Menschen angesprochen werden. Also alle, die sich weder als Mann noch als Frau identifizieren. Diese Menschen in der Sprache auszuschließen ist diskriminierend und transphob. Laut Grundgesetz ist dies verboten. Nach Artikel 3, Absatz 3 dürfen Menschen nicht aufgrund ihrer Geschlechtsidentität diskriminiert werden. Es dennoch zu tun verstößt gegen die Menschenrechte. Ein solches Gesetz, das genderqueere Menschen diskriminiert, kann also nicht einfach schweigend hingenommen werden. Die Existenz nicht binärer Personen zu leugnen ist nicht nur verletzend, sondern auch absolut sinnlos. Wir verlangen Respekt für die LGBTQIA+ Community und für genderqueere Personen.
Daher fordern wir die Bayerische Staatsregierung auf, dieses transphobe Verbot aufzuheben! Diskriminierung per Gesetz zu erlauben, beziehungsweise das Entgegenwirken der Diskriminierung durch Sprache explizit zu verbieten, werden wir nicht akzeptieren. Also lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen.
Bitte unterstützen Sie uns dabei und unterzeichnen und/oder teilen Sie diese Petition! Jede Stimme zählt und jeder geteilte Link hilft.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Bildquelle:
Marijan Murat/dpa
Hofmann, R. (2024): "Widerstand mit Gendersternchen", Süddeutsche Zeitung; URL: https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-genderverbot-reaktionen-1.6471197 (zuletzt aufgerufen am 20.03.2024).
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Das Problem
Seit Neuestem gibt es in Bayern ein Verbot der gendergerechten Sprache. Nach diesem ist es an Schulen und Behörden nun nicht mehr erlaubt im schriftlichen Verkehr eine gendersensible Sprache zu verwenden. Formulierungen, in denen beispielsweise ein * genutzt wird, sind nun ausdrücklich nicht mehr zulässig.
Über diesen Umstand sind mein Umfeld und ich schockiert. Niemals wurde ein Zwang gefordert, gendergerechte Sprache zu verwenden. Nun herrscht allerdings ein Zwang, dies nicht zu tun. Ein explizites Verbot in Bayern hindert nun beispielsweise Lehrkräfte daran, gendergerechte Sprache zu verwenden. Wer es dennoch tut, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Aber warum ist das überhaupt wichtig? Gibt es nicht Themen von größerer Bedeutung als ein paar kleine Formulierungen? Es ist sogar sehr wichtig.
Eine gendergerechte Sprache soll nicht nur Gerechtigkeit für Frauen bringen. Durch sie sollen auch Non - binary Personen und genderqueere Menschen angesprochen werden. Also alle, die sich weder als Mann noch als Frau identifizieren. Diese Menschen in der Sprache auszuschließen ist diskriminierend und transphob. Laut Grundgesetz ist dies verboten. Nach Artikel 3, Absatz 3 dürfen Menschen nicht aufgrund ihrer Geschlechtsidentität diskriminiert werden. Es dennoch zu tun verstößt gegen die Menschenrechte. Ein solches Gesetz, das genderqueere Menschen diskriminiert, kann also nicht einfach schweigend hingenommen werden. Die Existenz nicht binärer Personen zu leugnen ist nicht nur verletzend, sondern auch absolut sinnlos. Wir verlangen Respekt für die LGBTQIA+ Community und für genderqueere Personen.
Daher fordern wir die Bayerische Staatsregierung auf, dieses transphobe Verbot aufzuheben! Diskriminierung per Gesetz zu erlauben, beziehungsweise das Entgegenwirken der Diskriminierung durch Sprache explizit zu verbieten, werden wir nicht akzeptieren. Also lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen.
Bitte unterstützen Sie uns dabei und unterzeichnen und/oder teilen Sie diese Petition! Jede Stimme zählt und jeder geteilte Link hilft.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
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Marijan Murat/dpa
Hofmann, R. (2024): "Widerstand mit Gendersternchen", Süddeutsche Zeitung; URL: https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-genderverbot-reaktionen-1.6471197 (zuletzt aufgerufen am 20.03.2024).
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Petition am 20. März 2024 erstellt