Abschaffung der Schulnoten für Sport

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Kinder und Jugendliche haben unterschiedliche körperliche und konstitutionelle Voraussetzungen: klein, groß, dünn, dick, schlaksig, unbeweglich, athletisch usw. Manche erhalten fast mühelos gute Noten im Schulsport, andere wiederum können sich noch so anstrengen - sie bleiben hinter den sportlichen Schülerinnen und Schülern zurück. Sie können nichts dafür, ihre Konstitution ist zum großen Teil vererbt. Und doch werden im Schulsport in aller Regel für alle Schülerinnen und Schüler gleich geltende Maßstäbe angelegt, die die Voraussetzungen, den Einsatz sowie die Anstrengung der Kinder und Jugendlichen nicht berücksichtigen. Es wird nicht die individuelle Leistung beurteilt, sondern das, was der Körper zu leisten imstande ist - das ist diskriminierend und ungerecht. Zugleich wird so bei vielen Mädchen und Jungen eine negatives Körperbild befördert. Eine Abschaffung der Schulnoten im Sport würde diese Diskriminierung aufheben und erheblichen Druck nehmen, ohne dass dabei der Wettbewerbscharakter, den Sport immer haben wird, in Frage gestellt werden wird. Mädchen und Jungen sollten die Möglichkeit haben, Spaß an der Bewegung zu entwickeln, Sport sollte als Gesundheitsförderung verstanden werden. Leistungsdruck ist hierfür kontraproduktiv und überflüssig.