Petition updateKastrationspflicht nach §13 b TierSchG gegen Katzenelend in bayerischen GemeindenKatzenelend-Geschichte der Tierfreunde Schwabmünchen und Umgebung e.V.
Margit MayrAugsburg, Germany
1 Dec 2017
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, Kater Gonzo erzählt hier seine traurige Geschichte: Wie jeden Abend schleiche ich um das Haus, in dem die Menschen, Hunde und Katzen, so glücklich sind. Ich schaue ihnen zu, wie sie miteinander spielen, gestreichelt werden, und miaue traurig und leise vor mich hin. Auch ich hatte kurze Zeit dieses Glück, bis meine Menschen mich nicht mehr wollten. Ich sitze tief im Gras, so dass sie mich nicht sehen können, denn wenn die Hunde mich entdecken, werden sie mich jagen. Jeden Tag spüre ich, wie mich meine Kräfte immer mehr verlassen. Meine Ohren schmerzen mich so sehr und durch den Schnupfen bekomme fast keine Luft mehr. Ich weiß, bald kommt der Tag, dann werde ich sterben. Davor habe ich große Angst, weil ich so alleine bin. Es wird keiner um mich weinen und keine Kerze wird für mich brennen. Gleich wird die ganze Familie ins Haus gehen und die Türen werden geschlossen. Dann schleiche ich mich an die Schüsseln heran, in der Hoffnung, sie haben mir heute etwas übrig gelassen. Vor lauter Hunger knurrt mein Magen und tut mir weh. Wie gerne würde auch ich mich mal wieder an einem vollen Teller satt essen! Zu einem Menschen dazu gehören! Gerade mache ich mich über die letzten Krümel her, da öffnet sich plötzlich die Tür. Ein Mensch kommt heraus, spricht ganz ruhig zu mir. Ich setze zum Sprung an, möchte flüchten, doch die Stimme ist so warm und beruhigend, ganz anders, wie ich es sonst kenne. Ich schaue ängstlich zu dem Menschen hoch. Dieser nimmt mich behutsam hoch und fährt mit mir zu einem Haus. In diesem Haus ist noch eine Person, ich glaube, das ist eine Ärztin. Sie tastet meinen Körper ab und schaut mir in die Augen, Nase, Ohren und ist ganz erschrocken und traurig. Sie tut mir etwas in die Ohren, das fürchterlich schmerzt und gibt mir noch eine Spritze. Nun geht es wieder zum Auto und wir fahren zurück zu dem Haus. Ich habe Angst, jetzt muss ich wieder in die Kälte und bin allein auf mich gestellt. Aber nein, der Mensch trägt mich in ein warmes Zimmer, legt mich auf eine warme Decke und versorgt mich gleich mit einer Schüssel Nassfutter. Er spricht beruhigend auf mich ein und geht aus dem Zimmer. Der liebe Gott hat mein Gebet erhört, oder bin ich tot und im Paradies? Mein Bauch und meine Ohren schmerzen, ich muss niesen und es kommt Blut aus der Nase. Entkräftet und erschöpft kuschle ich mich in die Decke und schlafe ein. Was der nächste Tag wohl bringt? Ob Gonzo durchkommt, können wir aktuell nicht sagen. Er war über ein Jahr auf die Gnade von Menschen angewiesen und bekam unregelmäßig Futter. Erst als sein schlechter Zustand unübersehbar war, hat man uns informiert. Traurige Grüße Tierfreunde Schwabmünchen und Umgebung e.V. Kater Gonzo ist leider kein Einzelschicksal, mit dem Tierschützer tagtäglich durch verantwortungslose Tierhaltung konfrontiert werden. Traurige Grüße Margit Mayr ATTiS e.V.
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