Petition updateBau einer Unterführung bei der S-Bahn Neuaubing

Die Stadt München hat reagiert aber nicht so wie ich wollte...alles abgestritten!!!!

Robert SchörnigMunich, Germany
Sep 16, 2026

Sehr geehrte Damen und Herren

oberstes Ziel ist es, die Landeshauptstadt München als attraktive, sichere und saubere Stadt mit einer hohen Lebensqualität zu erhalten und Anliegen unserer Bürger*innen im gesamthaften Kontext rund um das Thema Mobilität wie auch bei jeglichen Problemen und Anregungen in diesem Zusammenhang sehr ernst zu nehmen. Jegliche Hinweise von Bürger*innen sind für uns daher sehr wichtige Rückmeldungen.

In diesem Sinne möchten wir uns für Ihre E-Mail zu o.g. Angelegenheit bedanken.

 

Auch möchten wir uns bei Ihnen für die Verzögerungen in der Beantwortungszeit entschuldigen. Leider ist es uns nicht immer möglich auf alle an uns herangetragenen Anliegen sofort einzugehen.

 

Als zuständiges Fachreferat für die Mobilität in der Landeshauptstadt München möchten wir Ihnen daher gerne Folgendes mitteilen:

 

Bereits Anfang der 2000er Jahre gab es Planungen für den Bau einer Unterführung in Neuaubing. Aufgrund der immensen Kosten und des großen Eingriffs mit weitreichenden baulichen Auswirkungen auf das gesamte Umfeld hinsichtlich der notwendigen Rampenneigungen wurden die Planungen seinerzeit jedoch nicht weiterverfolgt.

 

Das Mobilitätsreferat beobachtet die Situation am Bahnübergang Brunhamstraße schon länger, insbesondere nachdem sich die Situation zuletzt verschlechtert hatte. Die nach der Bürgerversammlung im 22. Stadtbezirk kursierte Meldung, die Schranken seien bis zu 48 Minuten in der Stunde geschlossen, wurde durch die Auskunft der Deutschen Bahn allerdings revidiert. Demnach waren selbst in einer Stunde mit Störungen die Schranken nicht länger als 24 Minuten geschlossen.

 

Wie uns die Rettungswache München-Neuaubing der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V mitteilte, gab es in der Vergangenheit keine nennenswerten Vorfälle, bei denen es aufgrund der Schließung des Bahnübergangs zu einer relevanten Alarm- bzw. Anfahrtsverzögerung zu einem Einsatzort gekommen ist. Grundsätzlich besteht im Einsatzfall die Möglichkeit, den Bahnübergang über die Fritz-Bauer-Straße zu umfahren. Diese Möglichkeit wurde bereits während der Sanierungsarbeiten am Bahnübergang genutzt und hat sich aus unserer Sicht als praktikable Alternative erwiesen.

 

Die zuständige Polizeiinspektion teilte uns mit, dass lediglich vereinzelte Verkehrsbehinderungen an der Bodenseestr./ Brunhamstr./ Limesstr. gemeldet werden, welche auf die Schließzeiten der Schranken zurückzuführen sind. Im Falle von dringenden Einsatzfahrten kann die Polizei selbst unter Nutzung von Sonder- und Wegerechten über die Paosostraße, den Sportlerweg oder die Anton-Böck-Straße ausweichen.

 

Die Branddirektion München nahm zu unserer Anfrage wie folgt Stellung:

 

Priorität der Hilfsfristen: Die Branddirektion München legt höchsten Wert darauf, dass die gesetzlich vorgegebenen Hilfsfristen bei Notfällen jederzeit eingehalten werden. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil unserer strategischen Einsatzplanung.
 

Umgang mit den Schließzeiten: Hinsichtlich der von Ihnen thematisierten Schließzeiten des Bahnübergangs ist leider festzuhalten, dass die technischen Abläufe der Bahn durch die Branddirektion nicht direkt beeinflusst werden können.
 

 

Einsatztaktische Erschließung: Nichtsdestotrotz ist das Gebiet südlich des Bahnübergangs durch verschiedene Anfahrtswege erschlossen, die unabhängig vom betroffenen Bahnübergang erreichbar sind. Unsere einsatztaktische Planung sieht vor, dass bei einer möglichen Beeinträchtigung einer Anfahrtsroute alternative Wege genutzt werden, um das betroffene Gebiet zeitgerecht zu erreichen.
 

Infrastrukturelle Verbesserungen: Ergänzend möchten wir Sie darauf hinweisen, dass durch die netzergänzende Maßnahme „Westkreuz“ bereits strukturelle Verbesserungen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur umgesetzt wurden bzw. werden, die auch positive Auswirkungen auf die allgemeine Erreichbarkeit in diesem Stadtgebiet haben.
 

Laufende Überwachung & operative Maßnahmen: Wir versichern Ihnen, dass wir die Situation in Bezug auf die Einsatzsicherheit kontinuierlich beobachten und bewerten. Ihre Hinweise nehmen wir gerne zum Anlass, die Thematik weiterhin im Blick zu behalten und bei entsprechenden Entwicklungen in unsere Planungen einzubeziehen. Darüber hinaus nehmen wir Ihre Mail zum Anlass, unsere Einsatzkräfte im operativen Bereich über die mögliche Nutzung der Alternativrouten zu informieren.
 

Information der Zuständigen Wachen: Wir stehen zumindest feuerwehrseitig im engen Austausch mit den zuständigen Feuerwachen. Diesen ist die Situation dort durchaus bekannt, sodass grundsätzlich alternative Routen gewählt werden, wenn möglich.
 

Die Behauptung, dass täglich Einsatzfahrzeuge bei der Rettung von Menschenleben 10-15 Minuten im Stau stehen würden, kann auf Grundlage der Stellungnahmen der zuständigen Fachstellen nicht bestätigt werden.

 

Der für die Betreuung der Linie 267 zuständige MVV teilte hingegen mit, dass die Probleme bei der Betriebsstabilität dieser Linie bekannt sind. Ein wesentlicher Einflussfaktor ist hierbei der Bahnübergang Neuaubing, dessen Schließzeiten regelmäßig zu Verzögerungen führen und sich insbesondere in den Hauptverkehrszeiten auf die Fahrplanstabilität auswirken. Diese sind laut den Beobachtungen der zuständigen Ansprechperson schwer in den Fahrplan einzurechnen. Nicht nur wegen den Verspätungen der S-Bahnen, sondern auch weil die Schließzeiten sehr lang sind. Um die Wartezeit am Bahnübergang zu reduzieren, wurden nach den vergangenen Osterferien die Abfahrtszeiten an der Haltestelle Altenburgstraße der Linie 267 leicht angepasst.

 

Darüber hinaus haben sich entlang des Linienwegs weitere Störfaktoren ergeben. Hierzu zählen unter anderem wiederkehrende Behinderungen durch Falschparker im Bereich der Zwernitzer Straße mehrere Baustellen im Einzugsgebiet der Linie, Engpässe beim Fahrpersonal sowie eine insgesamt steigende Verkehrsbelastung im Straßennetz. Das Zusammenwirken dieser Faktoren hat zu einer erhöhten Störanfälligkeit und zu Verspätungen im Betriebsablauf geführt.

 

Die Entwicklungen werden wir weiterhin beobachten. Auch im Zusammenhang mit der bevorstehenden Verlängerung nach Freiham ab Mitte Dezember 2026, werden entsprechende Anpassungen seitens MVV geprüft.

 

Wir wissen, dass der jetzige Zustand für alle Beteiligten höchst unbefriedigend ist. Daher sind wir in enger Abstimmung mit den Beteiligten vor Ort, um auszuloten, welche Möglichkeiten es gibt, hier eine zufriedenstellende Situation für alle Seiten zu erreichen. Hierzu ist daher auch ein Ortstermin mit den betroffenen Fachstellen (inkl. Bezirksausschuss) geplant.

 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen den Sachverhalt erläutern und wünschen Ihnen alles Gute.

 
Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Mobilitätsreferat

 

Landeshauptstadt München
Mobilitätsreferat
Geschäftsleitung
Anliegenmanagement

 
 
 
 

59 people signed this week
Sign this petition
Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X