Aichachs JVA im dritten Reich: Wir brauchen ein Denkmal!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 100.


Aichach braucht ein Denkmal für die Frauen, welche im dritten Reich in Aichach inhaftiert waren.

Die JVA Aichach gehört zu unserer Stadt wie die Paar, die Altstadt oder die blühende Faschingskultur. Nicht nur ist die JVA ein optischer Orientierungspunkt, sondern auch ein historischer. Im Jahr 1909 wurde sie auf freier Fläche vor den Toren unserer Stadt erbaut, heute ist sie zentral gelegen. Seit ihrer Geschichte verbüßten viele Straftäterinnen und auch Straftäter ihre Haftstrafen. Darunter auch einige Terroristen der RAF. 

Doch in Aichach waren nicht immer nur rechtmäßig Verurteilte eingesperrt. Vor allem in der dunkelsten Stunde Deutschlands, in der Nazidiktatur von 1933 bis 1945, mussten viele unschuldige Menschen, hauptsächlich Frauen, in elendigsten Umständen innerhalb der Gefägnismauern leben. Der Geschichtsforscher Franz Josef Merkl recherchierte erst kürzlich, dass im Jahr 1945 alleine über 3000 Frauen in und rund um die JVA eingesperrt waren. Ihre Verbrechen? Das Hören von verbotenen Radiosendern oder die Kritik am längst verlorenen Krieg. 

Über 300 Frauen wurden nach Ausschwitz geschickt. Zur Vernichtung.

Von diesen Frauen wurden mindestens 110 Zwangssterilisiert362 wurden nach Ausschwitz geschickt, wo sie wie Millionen anderer Menschen bestialisch ermordet wurden. Aichach und seine JVA haben also im zweite Weltkrieg eine Rolle in der Vernichtung von Unschuldigen gespielt. Diese Historie darf nicht ignoriert und nicht vergessen werden. 

Verantwortung für die Geschichte zu übernehmen, bedeutet diese lebendig zu halten. Wir fordern daher im Namen aller während der Nazizeit zu unrecht inhaftierten Frauen die Errichtung eines Denkmals, welches ihrer gedenkt.

Damit die Schrecken der Naziherrschaft nie vergessen werden.
Und damit sie sich nie wiederholen mögen.



Heute: Wolfgang verlässt sich auf Sie

Wolfgang Holzhauser benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Bürgermeister Klaus Habermann: Aichachs JVA im dritten Reich: Wir brauchen ein Denkmal!”. Jetzt machen Sie Wolfgang und 34 Unterstützer/innen mit.