

Glinde: Stoppt die Schulfusion!


Glinde: Stoppt die Schulfusion!
Das Problem
Die Politik der Stadt Glinde hat die Fusion der ansässigen Gemeinschaftsschulen Sönke-Nissen-GemS und GemS Wiesenfeld beschlossen, um die Schullandschaft der Stadt zu stärken. Insbesondere die Sönke-Nissen-GemS habe zwar stabile Schülerzahlen, aber zu wenig Anmeldungen im 5. Jahrgang. Zudem soll der Schulstandort Glinde wettbewerbsfähig mit den Nachbargemeinden bleiben.
Wir, die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld, sind allerdings der Meinung, dass zwei kleine Gemeinschaftsschulen die Schullandschaft mehr stärken würden als eine große Fusionsschule. Zwei Schulen können eine größere Vielfalt bieten, die Konzepte, von denen beide Schulen überzeugt sind, können erhalten werden, aber auch ein größeres Angebot an Profilklassen wäre möglich. Auch durch die von unserer Schulkonferenz angebotene gemeinsame Oberstufe könnte das Kurs- und Profilangebot noch erweitert werden.
Dennoch halten die Glinder Politiker an einer riesigen Schule mit ca. 1.300 Schülerinnen und Schülern fest (der Durchschnitt im Kreis Stormarn liegt bei ca. 800 Schülern). Unser bisheriges Erfolgsmodell würde somit für eine anonyme „Lernfabrik“ untergraben werden. Eine Entscheidung, vor der auch die Schulsozialarbeiter der Stadt warnen. Insgesamt also ein deutlicher Rückschritt für Glindes Schullandschaft.
Des Weiteren sind wir seit Jahren massiven Bauarbeiten für die Modernisierung unserer Räumlichkeiten ausgesetzt. Dazu gehört z.B. auch der Bau besonderer Fachräume für unsere Musikklassen, für deren Errichtung wir uns einst besonders eingesetzt haben. Mit der geplanten Fusion blieben uns die neuen Gebäude aber verwehrt. Stattdessen sollen die sich teilweise noch im Bau befindlichen Gebäude im Nachhinein für die Ansprüche des Glinder Gymnasiums umgebaut werden, das nach der Fusion unsere derzeitigen Räume beziehen soll. Aber auch wir werden nach der Fusion weiterhin unter Baulärm leiden, denn zum von der Politik angestrebten Termin der Fusion (Schuljahr 2018/19) wird nach derzeitigem Stand noch kein Umbau unserer „neuen“ Räumlichkeiten erfolgt sein. Dieser wird sich laut Bürgermeister der Stadt Glinde aus Kostengründen noch über Jahre hinziehen.
Doch nicht nur an den passenden Räumlichkeiten wird es in eineinhalb Jahren mangeln. Unser Schulleiter äußert ebenfalls Bedenken bei pädagogischen und inhaltlichen Konzepten, die in dem kurzen Zeitraum nicht planbar und umsetzbar sind. Mit einer nicht funktionierenden Schule ist wohl auch die Wettbewerbsfähigkeit dahin.
Auch die hohen Gesamtkosten von bis zu 16 Millionen Euro schrecken die Glinder Politiker nicht ab. Das nötige Geld steht der Stadt eigentlich nicht zur Verfügung. Zahlreiche notwendige Investitionen werden laut Herrn Zug schon seit Jahren immer wieder aufgeschoben. Die Kosten der Schulsanierung (11 Millionen Euro) werden vom Etat noch gar nicht abgedeckt. Geschweige denn die Kosten der Fusion, die von den Politikern mit 5 Millionen Euro beziffert werden. Natürlich begrüßen wir Schüler das Vorhaben der Stadt, zusätzlich Geld in die Glinder Schulen zu investieren. Allerdings nicht für eine Fusion, sondern für einen Ausbau und Stärkung insbesondere der Sönke-Nissen-GemS. Nicht jede Stadt hat zwei Gemeinschaftsschulen. Zudem hat die Sönke-Nissen-Schule auch ohne Fusion viel Potential durch ihre beispielsweise guten Sportanlagen. Durch eine gezielte Förderung anstelle der Fusion ließe sich dies noch weiter ausbauen.
Diese Argumente wurden von uns Schülern, aber auch von Eltern und Lehrern, auf zahlreichen Stadtverordnetenversammlungen genannt. Doch anstatt uns zuzuhören oder auf unsere Fragen einzugehen, wird lieber das Wort abgeschnitten oder gleich mit der Räumung des Saals gedroht. Eine bequeme Haltung der Politiker und leider auch eine Pleite für die Demokratie in Glinde.
Obwohl das Vorhaben von der Stadtvertretung bereits beschlossen wurde, möchten wir noch nicht aufgeben und den Politikern eine zweite Chance einräumen. Dazu benötigen wir nun eure Hilfe, um dem Thema die nötige Aufmerksamkeit zu geben! Mit eurer Unterschrift unterstützt ihr den Ausbau und die Förderung beider Schulen, anstatt sie zu fusionieren!
Foto: Rafael Bohl
Das Problem
Die Politik der Stadt Glinde hat die Fusion der ansässigen Gemeinschaftsschulen Sönke-Nissen-GemS und GemS Wiesenfeld beschlossen, um die Schullandschaft der Stadt zu stärken. Insbesondere die Sönke-Nissen-GemS habe zwar stabile Schülerzahlen, aber zu wenig Anmeldungen im 5. Jahrgang. Zudem soll der Schulstandort Glinde wettbewerbsfähig mit den Nachbargemeinden bleiben.
Wir, die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld, sind allerdings der Meinung, dass zwei kleine Gemeinschaftsschulen die Schullandschaft mehr stärken würden als eine große Fusionsschule. Zwei Schulen können eine größere Vielfalt bieten, die Konzepte, von denen beide Schulen überzeugt sind, können erhalten werden, aber auch ein größeres Angebot an Profilklassen wäre möglich. Auch durch die von unserer Schulkonferenz angebotene gemeinsame Oberstufe könnte das Kurs- und Profilangebot noch erweitert werden.
Dennoch halten die Glinder Politiker an einer riesigen Schule mit ca. 1.300 Schülerinnen und Schülern fest (der Durchschnitt im Kreis Stormarn liegt bei ca. 800 Schülern). Unser bisheriges Erfolgsmodell würde somit für eine anonyme „Lernfabrik“ untergraben werden. Eine Entscheidung, vor der auch die Schulsozialarbeiter der Stadt warnen. Insgesamt also ein deutlicher Rückschritt für Glindes Schullandschaft.
Des Weiteren sind wir seit Jahren massiven Bauarbeiten für die Modernisierung unserer Räumlichkeiten ausgesetzt. Dazu gehört z.B. auch der Bau besonderer Fachräume für unsere Musikklassen, für deren Errichtung wir uns einst besonders eingesetzt haben. Mit der geplanten Fusion blieben uns die neuen Gebäude aber verwehrt. Stattdessen sollen die sich teilweise noch im Bau befindlichen Gebäude im Nachhinein für die Ansprüche des Glinder Gymnasiums umgebaut werden, das nach der Fusion unsere derzeitigen Räume beziehen soll. Aber auch wir werden nach der Fusion weiterhin unter Baulärm leiden, denn zum von der Politik angestrebten Termin der Fusion (Schuljahr 2018/19) wird nach derzeitigem Stand noch kein Umbau unserer „neuen“ Räumlichkeiten erfolgt sein. Dieser wird sich laut Bürgermeister der Stadt Glinde aus Kostengründen noch über Jahre hinziehen.
Doch nicht nur an den passenden Räumlichkeiten wird es in eineinhalb Jahren mangeln. Unser Schulleiter äußert ebenfalls Bedenken bei pädagogischen und inhaltlichen Konzepten, die in dem kurzen Zeitraum nicht planbar und umsetzbar sind. Mit einer nicht funktionierenden Schule ist wohl auch die Wettbewerbsfähigkeit dahin.
Auch die hohen Gesamtkosten von bis zu 16 Millionen Euro schrecken die Glinder Politiker nicht ab. Das nötige Geld steht der Stadt eigentlich nicht zur Verfügung. Zahlreiche notwendige Investitionen werden laut Herrn Zug schon seit Jahren immer wieder aufgeschoben. Die Kosten der Schulsanierung (11 Millionen Euro) werden vom Etat noch gar nicht abgedeckt. Geschweige denn die Kosten der Fusion, die von den Politikern mit 5 Millionen Euro beziffert werden. Natürlich begrüßen wir Schüler das Vorhaben der Stadt, zusätzlich Geld in die Glinder Schulen zu investieren. Allerdings nicht für eine Fusion, sondern für einen Ausbau und Stärkung insbesondere der Sönke-Nissen-GemS. Nicht jede Stadt hat zwei Gemeinschaftsschulen. Zudem hat die Sönke-Nissen-Schule auch ohne Fusion viel Potential durch ihre beispielsweise guten Sportanlagen. Durch eine gezielte Förderung anstelle der Fusion ließe sich dies noch weiter ausbauen.
Diese Argumente wurden von uns Schülern, aber auch von Eltern und Lehrern, auf zahlreichen Stadtverordnetenversammlungen genannt. Doch anstatt uns zuzuhören oder auf unsere Fragen einzugehen, wird lieber das Wort abgeschnitten oder gleich mit der Räumung des Saals gedroht. Eine bequeme Haltung der Politiker und leider auch eine Pleite für die Demokratie in Glinde.
Obwohl das Vorhaben von der Stadtvertretung bereits beschlossen wurde, möchten wir noch nicht aufgeben und den Politikern eine zweite Chance einräumen. Dazu benötigen wir nun eure Hilfe, um dem Thema die nötige Aufmerksamkeit zu geben! Mit eurer Unterschrift unterstützt ihr den Ausbau und die Förderung beider Schulen, anstatt sie zu fusionieren!
Foto: Rafael Bohl
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Petition am 4. Dezember 2016 erstellt