Ausgraben statt Begraben - Petition für den Erhalt der archäologischen Zweigstelle der UBL
Ausgraben statt Begraben - Petition für den Erhalt der archäologischen Zweigstelle der UBL
Das Problem
Ausgraben statt Begraben– Petition für den Erhalt der archäologischen Zweigstelle an der Universitätsbibliothek Leipzig
(Please see English version below)
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir, die Studierenden des Fachbereichs Archäologie der Universität Leipzig, sowie alle Interessierten, die die wissenschaftliche und kulturelle Bedeutung der Archäologie schätzen, richten diese Petition an die Universität Leipzig und die zuständigen Entscheidungsträger:innen mit dem dringenden Anliegen, die Zweigstelle der Universitätsbibliothek Leipzig im Fachbereich Archäologie zu erhalten und nicht zu schließen. Durch ihre Schließung würde nicht nur ein wertvoller wissenschaftlicher Ressourcenpool verloren gehen, sondern auch die Zugänglichkeit zu spezialisierten Materialien für Studierende und Forschende erheblich eingeschränkt. Die Eingliederung der Bestände in die Bibliotheca Albertina würde zu Zeitverlusten und logistischen Hürden führen.
Die Zweigstelle beinhaltet 51 geräumige Arbeitsplätze, die auf 2 Etagen, unterteilt in kleineren Räumen, verteilt sind und einen Buchbestand von weit mehr als 10.000 Büchern. Diese sind mitunter sehr alte, seltene und wertvolle Bücher, welche außerhalb dieser Bibliothek nur schwer zugänglich sind.
Die Gründe für die Schließung der archäologischen Zweigstelle sind die der Universitätsbibliothek auferlegten Sparmaßnahmen und der seit Jahren bestehende Mangel an Büroräumen der Fakultät für Geschichte, Kunst und Regionalwissenschaft.
Um die Räume als Büroräume nutzen zu können, müssen jedoch 2 Etagen in einem denkmalgeschützten Haus komplett kernsaniert werden. Für Sanierungen scheint Geld an der Universität vorhanden zu sein, während für das Personal für die Grundständige Lehre ein Einstellungsstopp und eine Nachbesetzungssperre verhängt werden.
Die Büroknappheit, die fehlenden Geldmittel und deren Verteilungspraktiken sind ein wiederkehrendes Problem, das dazu führt, dass die Archäologie in regelmäßigen Abständen mit der Schließung bedroht wird. Die seit 2014 geschlossenen Kompromisse seitens des Studiengangs haben nicht zur Lösung des Problems geführt, weshalb die Schließung der Zweigstelle voraussichtlich ebenfalls nicht förderlich sein wird.
In der Albertina herrscht besonders während der Prüfungszeit Platzmangel. In dieser Zeit muss durch temporäre Arbeitsplätze dem Problem entgegengewirkt werden. Dennoch sieht die Leitung der UB sich gezwungen, eine ganze Zweigstelle mit festen Arbeitsplätzen geschlossen werden.
Die Bibliothek ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Hier treffen sich Studierende und Promovierende, beraten sich aus, erhalten fachliche Unterstützung und finden Anregungen für ihre eigene Arbeit. Die Schließung würde diese kollaborative Atmosphäre gefährden und die Identität des Fachbereichs Archäologie schwächen.
Zudem würde die Schließung der Bibliothek der Universität grundsätzlich schaden, da die Qualität der Lehre und die sinnvolle Strukturierung der universitären Infrastruktur unter diesen Bedingungen leiden.
Wir appellieren daher an die Fakultät Geschichte, Kunst und Regionalwissenschaften, die Universität Leipzig und an den Freistaat Sachsen die Zweigstelle der Universitätsbibliothek im Fachbereich Archäologie zu erhalten. Wir fordern:
- durch eine fortlaufende Finanzierung die Existenz der Zweigstelle zu sichern
- Erhalt der bestehenden Arbeitsplätze
- Erhalt des Zugangs und Angebots der Bücher in ihrem aktuellen thematischen Verbund
Die Archäologie ist ein zentraler Bestandteil der Universität Leipzig und trägt maßgeblich zu ihrem wissenschaftlichen Rang und ihrer internationalen Reputation bei. Ihre Forschung und Lehre sind nur dann nachhaltig und qualitativ hochwertig möglich, wenn auch die notwendigen wissenschaftlichen Infrastrukturen gewährleistet sind.
Wir bitten Sie daher, diese Petition zu unterstützen und gemeinsam mit uns dafür einzustehen, dass die wissenschaftliche Arbeit im Bereich Archäologie in Leipzig weiterhin in einer angemessenen und förderlichen Umgebung stattfinden kann.
Mit herzlichen Grüßen
FSR Archäologie
für alle Unterstützer:innen der Petition
***
Excavate don't eradicate - Petition to maintain the archaeology branch at the university of Leipzig
Dear Ladies and Gentlemen,
we, the archaeology students from the university of Leipzig, as well as all those interested, who value the scientific and cultural significance of archaeology, direct this petition to the university of Leipzig and those responsible for decision-making with an urgent issue, the preservation of the archaeology branch at the university library of Leipzig, thus avoid closing its doors. Such a thing would not only cause the loss of an important resource pool, but also considerably limit the access to specialized material for students and researchers. The relocation of the collection to the Bibliotheca Albertina would lead to time wasting and logistical inconveniences.
The branch contains 51 available work stations in between 2 floors, divided in smaller rooms, along with a book collection with way over 10.000 books. Some of the books are incredibly old, valuable and hard to come by, which means that except for this library, it is more complicated to gain access to them.
The closure of the archaeology branch was justified as a result of budget cuts imposed over the university libraries, as well as the everlasting lack of accommodation for office spaces in the history, art and regional sciences college.
For the space to be able to be used as offices, 2 floors on a heritage-listed building must be completely renovated. While the university appears to have enough money for the renovations, it seems to not have disposable funds neither for hiring personnel in fundamental teaching positions, nor for replacement positions.
The office scarcity, the lack of funds and subsequent distributions practices are a recurring problem that has led the archaeology branch to be regularly met with threats of closure. Since 2014 the compromises made by the archaeology program/course have not solved any of the problems, therefore it is unlikely that closing the branch would be beneficial.
In the Albertina, especially/above all throughout exam periods, there exists a predominant lack of place vacancy . During this time alternative work spaces are temporarily made available to counteract the problem. Nonetheless the university's library management sees fit to close a whole branch with guaranteed work spaces.
The archaeological library is a place to meet up with friends, for social exchange and for the scientific community. Here bachelor and doctoral students have the chance to meet, exchange knowledge, receive professional support and ask for suggestions on their own work. Closing the branch would negatively endanger this communal atmosphere and weaken the identity of the archaeology department.
Moreover, the closure of the library would negatively impact our view of the university severely, since the quality of teaching and the meaningful structuring of the university infrastructure suffer under these conditions.
Therefore we appeal to the college of history, art and regional sciences, the university of Leipzig and the free state of Saxony to maintain the branch of the university library in the archaeology department. We demand:
- To secure the long term existence of the archaeological library branch through continued financing
- Preservation of existing work spaces
- Maintaining access to and the supply of books within their current topic group
Archaeology is a central component element of the university of Leipzig, in addition to significantly contributing to its scientific standing and international reputation. Research and teaching are only sustainable and of high quality, when the crucial scientific infrastructure is guaranteed.
We therefore ask you to support this petition and to stand alongside us, so that the scientific work in the archaeology field in Leipzig can continue to take place in an appropriate and supportive environment.
With warm regards,
FSR Archäologie
for all supporters of the petition.
749
Das Problem
Ausgraben statt Begraben– Petition für den Erhalt der archäologischen Zweigstelle an der Universitätsbibliothek Leipzig
(Please see English version below)
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir, die Studierenden des Fachbereichs Archäologie der Universität Leipzig, sowie alle Interessierten, die die wissenschaftliche und kulturelle Bedeutung der Archäologie schätzen, richten diese Petition an die Universität Leipzig und die zuständigen Entscheidungsträger:innen mit dem dringenden Anliegen, die Zweigstelle der Universitätsbibliothek Leipzig im Fachbereich Archäologie zu erhalten und nicht zu schließen. Durch ihre Schließung würde nicht nur ein wertvoller wissenschaftlicher Ressourcenpool verloren gehen, sondern auch die Zugänglichkeit zu spezialisierten Materialien für Studierende und Forschende erheblich eingeschränkt. Die Eingliederung der Bestände in die Bibliotheca Albertina würde zu Zeitverlusten und logistischen Hürden führen.
Die Zweigstelle beinhaltet 51 geräumige Arbeitsplätze, die auf 2 Etagen, unterteilt in kleineren Räumen, verteilt sind und einen Buchbestand von weit mehr als 10.000 Büchern. Diese sind mitunter sehr alte, seltene und wertvolle Bücher, welche außerhalb dieser Bibliothek nur schwer zugänglich sind.
Die Gründe für die Schließung der archäologischen Zweigstelle sind die der Universitätsbibliothek auferlegten Sparmaßnahmen und der seit Jahren bestehende Mangel an Büroräumen der Fakultät für Geschichte, Kunst und Regionalwissenschaft.
Um die Räume als Büroräume nutzen zu können, müssen jedoch 2 Etagen in einem denkmalgeschützten Haus komplett kernsaniert werden. Für Sanierungen scheint Geld an der Universität vorhanden zu sein, während für das Personal für die Grundständige Lehre ein Einstellungsstopp und eine Nachbesetzungssperre verhängt werden.
Die Büroknappheit, die fehlenden Geldmittel und deren Verteilungspraktiken sind ein wiederkehrendes Problem, das dazu führt, dass die Archäologie in regelmäßigen Abständen mit der Schließung bedroht wird. Die seit 2014 geschlossenen Kompromisse seitens des Studiengangs haben nicht zur Lösung des Problems geführt, weshalb die Schließung der Zweigstelle voraussichtlich ebenfalls nicht förderlich sein wird.
In der Albertina herrscht besonders während der Prüfungszeit Platzmangel. In dieser Zeit muss durch temporäre Arbeitsplätze dem Problem entgegengewirkt werden. Dennoch sieht die Leitung der UB sich gezwungen, eine ganze Zweigstelle mit festen Arbeitsplätzen geschlossen werden.
Die Bibliothek ist ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Hier treffen sich Studierende und Promovierende, beraten sich aus, erhalten fachliche Unterstützung und finden Anregungen für ihre eigene Arbeit. Die Schließung würde diese kollaborative Atmosphäre gefährden und die Identität des Fachbereichs Archäologie schwächen.
Zudem würde die Schließung der Bibliothek der Universität grundsätzlich schaden, da die Qualität der Lehre und die sinnvolle Strukturierung der universitären Infrastruktur unter diesen Bedingungen leiden.
Wir appellieren daher an die Fakultät Geschichte, Kunst und Regionalwissenschaften, die Universität Leipzig und an den Freistaat Sachsen die Zweigstelle der Universitätsbibliothek im Fachbereich Archäologie zu erhalten. Wir fordern:
- durch eine fortlaufende Finanzierung die Existenz der Zweigstelle zu sichern
- Erhalt der bestehenden Arbeitsplätze
- Erhalt des Zugangs und Angebots der Bücher in ihrem aktuellen thematischen Verbund
Die Archäologie ist ein zentraler Bestandteil der Universität Leipzig und trägt maßgeblich zu ihrem wissenschaftlichen Rang und ihrer internationalen Reputation bei. Ihre Forschung und Lehre sind nur dann nachhaltig und qualitativ hochwertig möglich, wenn auch die notwendigen wissenschaftlichen Infrastrukturen gewährleistet sind.
Wir bitten Sie daher, diese Petition zu unterstützen und gemeinsam mit uns dafür einzustehen, dass die wissenschaftliche Arbeit im Bereich Archäologie in Leipzig weiterhin in einer angemessenen und förderlichen Umgebung stattfinden kann.
Mit herzlichen Grüßen
FSR Archäologie
für alle Unterstützer:innen der Petition
***
Excavate don't eradicate - Petition to maintain the archaeology branch at the university of Leipzig
Dear Ladies and Gentlemen,
we, the archaeology students from the university of Leipzig, as well as all those interested, who value the scientific and cultural significance of archaeology, direct this petition to the university of Leipzig and those responsible for decision-making with an urgent issue, the preservation of the archaeology branch at the university library of Leipzig, thus avoid closing its doors. Such a thing would not only cause the loss of an important resource pool, but also considerably limit the access to specialized material for students and researchers. The relocation of the collection to the Bibliotheca Albertina would lead to time wasting and logistical inconveniences.
The branch contains 51 available work stations in between 2 floors, divided in smaller rooms, along with a book collection with way over 10.000 books. Some of the books are incredibly old, valuable and hard to come by, which means that except for this library, it is more complicated to gain access to them.
The closure of the archaeology branch was justified as a result of budget cuts imposed over the university libraries, as well as the everlasting lack of accommodation for office spaces in the history, art and regional sciences college.
For the space to be able to be used as offices, 2 floors on a heritage-listed building must be completely renovated. While the university appears to have enough money for the renovations, it seems to not have disposable funds neither for hiring personnel in fundamental teaching positions, nor for replacement positions.
The office scarcity, the lack of funds and subsequent distributions practices are a recurring problem that has led the archaeology branch to be regularly met with threats of closure. Since 2014 the compromises made by the archaeology program/course have not solved any of the problems, therefore it is unlikely that closing the branch would be beneficial.
In the Albertina, especially/above all throughout exam periods, there exists a predominant lack of place vacancy . During this time alternative work spaces are temporarily made available to counteract the problem. Nonetheless the university's library management sees fit to close a whole branch with guaranteed work spaces.
The archaeological library is a place to meet up with friends, for social exchange and for the scientific community. Here bachelor and doctoral students have the chance to meet, exchange knowledge, receive professional support and ask for suggestions on their own work. Closing the branch would negatively endanger this communal atmosphere and weaken the identity of the archaeology department.
Moreover, the closure of the library would negatively impact our view of the university severely, since the quality of teaching and the meaningful structuring of the university infrastructure suffer under these conditions.
Therefore we appeal to the college of history, art and regional sciences, the university of Leipzig and the free state of Saxony to maintain the branch of the university library in the archaeology department. We demand:
- To secure the long term existence of the archaeological library branch through continued financing
- Preservation of existing work spaces
- Maintaining access to and the supply of books within their current topic group
Archaeology is a central component element of the university of Leipzig, in addition to significantly contributing to its scientific standing and international reputation. Research and teaching are only sustainable and of high quality, when the crucial scientific infrastructure is guaranteed.
We therefore ask you to support this petition and to stand alongside us, so that the scientific work in the archaeology field in Leipzig can continue to take place in an appropriate and supportive environment.
With warm regards,
FSR Archäologie
for all supporters of the petition.
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Petition am 11. März 2026 erstellt