Ausbildung statt Abschiebung - Basir möchte Hotelfachmann werden

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 50.000.


Er ist bestens integriert, ehrenamtlich engagiert und hat einen Ausbildungsplatz in einem Beruf, für den händeringend Fachkräfte gesucht werden. Der 24-jährige Basir hat alles getan, um einen Platz in dieser Gesellschaft zu finden. Jetzt soll der junge Afghane abgeschoben werden. Helfen Sie mit, das zu verhindern!

Es war ein Sonnentag im April dieses Jahres. Basir war überglücklich: Er hatte die Zusage für eine Ausbildung als Hotelfachmann bekommen. „Der Chefin wäre es am liebsten, wenn ich morgen anfangen könnte“, sagte Basir damals. Im Mai genehmigte ihm die ZAB, einen Minijob im künftigen Ausbildungsbetrieb aufzunehmen.

Am 1. August hätte die Lehre dort beginnen sollen. Doch dazu kam es nicht.

Basir war einer der Afghanen, die für den berüchtigten Abschiebeflug am 3. Juli vorgesehen waren. Er war nicht zu Hause, als ihn die Polizei am frühen Morgen des 3. Juli abholen wollte.

Danach überstürzten sich die Ereignisse: Weil ihn die Polizei auch an seinem Arbeits- und künftigen Ausbildungsplatz suchte, löste die Chefin den Ausbildungsvertrag. Doch schon ein paar Tage später bot ein Hotel in einem Nachbarort in Baden-Württemberg Basir einen Ausbildungsplatz an. Der Vertrag ist unterschrieben.

 Basirs Antrag auf Genehmigung einer Ausbildung wurde von der ZAB in Augsburg abgelehnt – der Bescheid wurde am 6. Juli – drei Tage nach der missglückten Abschiebung – ausgestellt. Die Klage ist eingereicht.

 Nach der – auch im Koalitionsvertrag verankerten - „3+2-Regelung“ können abgelehnte Asylbewerber, die eine Lehre begonnen oder einen entsprechenden Vertrag mit einem Unternehmen haben, eine Ausbildung absolvieren und anschließend zwei weitere Jahre beschäftigt werden. Eine Regelung, die offenbar immer seltener Anwendung findet.

 Das bedeutet: Ohne Unterstützung der Menschen in diesem Land ist Basir – wie die meisten seiner Landsleute – in großer Gefahr. Er kam 2015 nach Deutschland. Seine Familie war in den Pakistan geflohen, nachdem die Taliban sie massiv unter Druck gesetzt hatte. Die Familie hatte sich geweigert, das Wenige, das sie besaß, den Taliban zu überlassen.

 Basir kam in die Asylunterkunft in Unterelchingen (Bayern). Er hat rasch Deutsch gelernt, den Hauptschulabschluss (Note 1,4) gemacht. In seiner Freizeit hat er sich ehrenamtlich beim SV Thalfingen als Volleyball-Übungsleiter engagiert und nicht zuletzt mitgeholfen, Flüchtlingskindern den Start in Deutschland zu erleichtern.

 Basir hat keine Mühen gescheut, aktiv an der Klärung seiner Identität und Beschaffung der Tazkira mitzuwirken. Er hat sich nie etwas zuschulden kommen lassen und ist alles andere als ein Gefährder. Gefährdet ist er selbst, wenn er nach Afghanistan abgeschoben wird. Afghanistan ist kein sicheres Land. Es gibt dort keinen Ort, wo Basir eine Perspektive hat.

 Bitte unterzeichnet die Petition und sprecht euch mit einem Klick dafür aus, dass Basir seine Ausbildung zum Hotelfachmann absolvieren darf.

Hier findet ihr Basirs Geschichte bei der ARD: 

https://www.youtube.com/watch?v=dlN06SN5Kmg



Heute: Elena Flügel & menschlichkeit-ulm e.V. verlässt sich auf Sie

Elena Flügel & menschlichkeit-ulm e.V. benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Ausbildung statt Abschiebung - Basir möchte Hotelfachmann werden”. Jetzt machen Sie Elena Flügel & menschlichkeit-ulm e.V. und 49.113 Unterstützer/innen mit.