Sport ist Frauenrecht - Schutz für Nazima Khairzad!

Das Problem

Nazima Khairzad gewann Afghanistans erste Medaille im Riesenslalom, lief Marathon, spielte Fußball und bestieg den höchsten Berg ihrer Provinz, den 5143m hohen Shah Fuladi. Wenn Männer riefen: 'Bedeck deine Haare, du H****!' oder auf der Straßen mit Steinen nach ihr warfen, ging sie weiter: Sport war ihr Leben, ihre Identität.  

Sport und insbesondere Outdoorsport bedeuten Freiheit, Selbstbestimmung und Macht über den eigenen Körper - Sport gehört unbedingt zu all den für uns selbstverständlichen Rechten, um die die Frauen in islamischen Ländern kämpfen. 

Nazima Khairzad musste schon vor der Machtergreifung der Taliban fliehen, sie ist erst dreiundzwanzig und seit zwei Jahren auf der Flucht. In der Asylunterkunft Hanau hat sie acht Monate auf ihre Anhörung gewartet, war war wegen Panikattacken in klinischer Behandlung und wog nur  40kg. Mit Unterstützung des Deutschen Alpenvereins, der sie zu einer kostenlosen Mitgliedschaft einlud, geht sie in Hanau regelmäßig klettern, laufen und schwimmen. Sie war Gast im Podcast der 'BR-Bergfreundinnen' und hat zahlreiche Freundschaften in Deutschland geknüpft. Sobald Afghanistan frei ist, will sie zurück, um den einheimischen Mädchen das Skifahren beizubringen: eine großartige Mission, die plötzlich am seidenen Faden hängt.

Am 12. Mai wurde ihr zunächst eine  Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre zugesichert  - völlig überraschend hat das BAMF danach entschieden, sie nun doch nach Italien abschieben, weil sie dort in die EU eingereist ist (Dublin-Verfahren). Aktuell nimmt Italien  keine Flüchtlinge zurück - einerseits natürlich eine gute Nachricht, aber wie sollen diese Menschen sich eigentlich fühlen, die nur bleiben dürfen, weil die anderen sie nicht zurücknehmen? Ein Leben wie eine amazon-retoure, die keiner mehr haben will?

Und: falls die Regierungen sich neu arrangieren, stünde die Abschiebung sofort bevor. Ein nochmaliges Asylverfahren mit monatelangem Lageraufenthalt dürfte Nazima kaum durchstehen. Da an der Legitimation ihres Asylgesuchs kein Zweifel besteht, gibt es auch keinen Grund, ihr das überhaupt zuzumuten.

Wir fordern von Nancy Faeser als zuständiger Ministerin und von BAMF:  Anwendung von § 17 des Dublin-Abkommens - statt einen Flüchtling ins EU-Eintrittsland zurückzuschicken, kann jeder EU-Staat die Zuständigkeit auch freiwillig übernehmen, indem er bei der EU einen Antrag auf internationalen Schutz dieses Flüchtlings stellt.   

Bitte verbreitet diese Petition weiter!

Videointerview und weitere Infos auf Nazima.org

Mit der Klage gegen die Abschiebung sind die Rücklagen auf dem Spendenkonto fast aufgebraucht. Jede Einzahlung hilft.

Sparkasse Traunstein-Trostberg / Konto AsylfürNazima

IBAN DE56 7105 2050 0040 9064 14

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Malte RoeperPetitionsstarter*in

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Das Problem

Nazima Khairzad gewann Afghanistans erste Medaille im Riesenslalom, lief Marathon, spielte Fußball und bestieg den höchsten Berg ihrer Provinz, den 5143m hohen Shah Fuladi. Wenn Männer riefen: 'Bedeck deine Haare, du H****!' oder auf der Straßen mit Steinen nach ihr warfen, ging sie weiter: Sport war ihr Leben, ihre Identität.  

Sport und insbesondere Outdoorsport bedeuten Freiheit, Selbstbestimmung und Macht über den eigenen Körper - Sport gehört unbedingt zu all den für uns selbstverständlichen Rechten, um die die Frauen in islamischen Ländern kämpfen. 

Nazima Khairzad musste schon vor der Machtergreifung der Taliban fliehen, sie ist erst dreiundzwanzig und seit zwei Jahren auf der Flucht. In der Asylunterkunft Hanau hat sie acht Monate auf ihre Anhörung gewartet, war war wegen Panikattacken in klinischer Behandlung und wog nur  40kg. Mit Unterstützung des Deutschen Alpenvereins, der sie zu einer kostenlosen Mitgliedschaft einlud, geht sie in Hanau regelmäßig klettern, laufen und schwimmen. Sie war Gast im Podcast der 'BR-Bergfreundinnen' und hat zahlreiche Freundschaften in Deutschland geknüpft. Sobald Afghanistan frei ist, will sie zurück, um den einheimischen Mädchen das Skifahren beizubringen: eine großartige Mission, die plötzlich am seidenen Faden hängt.

Am 12. Mai wurde ihr zunächst eine  Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre zugesichert  - völlig überraschend hat das BAMF danach entschieden, sie nun doch nach Italien abschieben, weil sie dort in die EU eingereist ist (Dublin-Verfahren). Aktuell nimmt Italien  keine Flüchtlinge zurück - einerseits natürlich eine gute Nachricht, aber wie sollen diese Menschen sich eigentlich fühlen, die nur bleiben dürfen, weil die anderen sie nicht zurücknehmen? Ein Leben wie eine amazon-retoure, die keiner mehr haben will?

Und: falls die Regierungen sich neu arrangieren, stünde die Abschiebung sofort bevor. Ein nochmaliges Asylverfahren mit monatelangem Lageraufenthalt dürfte Nazima kaum durchstehen. Da an der Legitimation ihres Asylgesuchs kein Zweifel besteht, gibt es auch keinen Grund, ihr das überhaupt zuzumuten.

Wir fordern von Nancy Faeser als zuständiger Ministerin und von BAMF:  Anwendung von § 17 des Dublin-Abkommens - statt einen Flüchtling ins EU-Eintrittsland zurückzuschicken, kann jeder EU-Staat die Zuständigkeit auch freiwillig übernehmen, indem er bei der EU einen Antrag auf internationalen Schutz dieses Flüchtlings stellt.   

Bitte verbreitet diese Petition weiter!

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Mit der Klage gegen die Abschiebung sind die Rücklagen auf dem Spendenkonto fast aufgebraucht. Jede Einzahlung hilft.

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Malte RoeperPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Nancy Faeser
Nancy Faeser
Bundesministerin für Inneres
BAMF
BAMF
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Kommentare von Unterstützer*innen

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Petition am 24. Mai 2023 erstellt