Petition updateAppell zum Tierschutz in der EUHerr Rainer, was erlauben Sie sich?
Sabine LissyOberhausen, Germany
30 Nov 2025

Liebe Unterstützer*innen, 

wenn Ihr genauso entsetzt über Herrn Rainer's Bestreben seid, den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen zu wollen, wie ich, dann bitte ich Euch:

Schreibt E-mails an Herrn Rainer in Bezug auf seine Pläne!

Auch, wenn wir keine Antwort erhalten, so bin ich trotzdem davon überzeugt, daß unsere E-mails zur Kenntnis genommen werden, wenn viele Menschen zu einem Thema schreiben.

Vielen, vielen Dank an Euch alle!!!

Nachfolgend der Text meiner E-mail an Herrn Rainer:

 

Sehr geehrter Herr Rainer, 

wie ich gelesen habe, bereiten Sie die reguläre Jagd auf Wölfe vor. Die Jagd soll entsprechend zu erstellender Management-Pläne vom 1. September bis zum 28. Februar möglich sein. Da, wo Hochwasser-Deiche stehen, oder im Alpenvorland, sollen gar wolfsfreie Zonen entstehen. Der Deutsche Jagdverband setzt sich dafür ein, daß Wolfswelpen von Juni bis Oktober bejagt werden dürfen.
Selbst wenn der Wolf in einer Region in einem ungünstigen Erhaltungszustand  ist, darf künftig bei einem bestätigten Wolfsriss, ohne Rücksicht auf Schonzeiten, ein ganzes Rudel getötet werden. 
Aber damit nicht genug: Die "zuständige Behörde" darf selbst dort, wo der Erhaltungszustand des Wolfes ungünstig ist, "zur Abwendung ernster land-, forst-, fischerei- oder wasserwirtschaftlicher oder sonstiger ernster wirtschaftlicher Schäden", Weidegebiete bestimmen, auf denen eine Bejagung des Wolfs auch bei einem ungünstigen Erhaltungszustand der Tierart Wolf zulässig ist. 
Bericht über die Auswirkungen erstattet die Bundesregierung dem Bundestag erst nach 5 Jahren. [1]


Herr Rainer, was erlauben Sie sich?
Auf diese Weise würden Sie bis zur ersten Berichterstattung an den Bundestag nach 5 Jahren die erneute Ausrottung der Wölfe in Deutschland herbeigeführt haben!


Zum einen machen Sie sich mit diesem Vorhaben zum Handlanger jener Weidetierhalter, die zu bequemlich sind, die erforderlichen Herdenschutzmaßnahmen umzusetzen und verpassen jenen Weidetierhaltern, die sich um die staatliche Förderung bemühen und dann in eigener Arbeit die Schutzzäune für ihre Tiere errichten, einen Schlag ins Gesicht!


Ich fordere Sie auf, Haltung zu zeigen und die Unumgänglichkeit der Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen klarzustellen und deren Förderung zu optimieren, wie auch die Ausgleichszahlungen im Falle von durch den Wolf verursachte Schäden.
In Gebieten, in denen die Errichtung von Zäunen schwer möglich ist, könnte die staatliche Förderung in die Bezahlung von Hirten fließen, welche mit ihren Herdenschutzhunden gut umgehen können. 


Zum anderen machen Sie sich zum Handlanger der "Jägerschaft", die den geschützten Wölfen dasselbe Leid zufügen wird, welches sie allen anderen Wildtieren und Beutegreifern, wie Füchsen und Goldschakalen, jetzt schon zufügt!
Mit Entsetzen habe ich bei der Teilnahme an Demonstrationen dagegen gesehen, wie viele Leute Jagdmessen besuchen und wie viele dort Ausrüstung erwerben und daher im Besitz von Jagdscheinen sein müssen. 


Ich fordere Sie auf, das Bundesjagdgesetz zu ersetzen durch ein Wildtierschutzgesetz. Jäger und Jagdpächter müssen ersetzt werden durch Wildhüter. Dies müssen Menschen sein, die ausschließlich dem Schutz der Wildtiere dienen und welche verstehen, daß die Natur noch niemals Menschen gebraucht hat, um sie zu regulieren. 


Es kann nicht sein, daß es ein "Jagdrecht" gibt, welches Leuten erlaubt, einen Jagdschein zu erwerben und damit ihren niederen Trieben nachkommen zu können und Wildtieren, die unseren Schutz verdienen, unsägliches Leid zufügen können. 


Und es kann nicht sein, daß diese Jägerschaft Priester für ihre Zwecke einspannen kann, die in den Hubertusmessen dem zügellosen Morden der Jäger Gottes Segen erteilen.


Geistliche sollten Gott dienen - nicht feigen Mördern!
Sie sollten die Hubertuslegende feiern, anstatt sie zu ignorieren.


Die Hubertuslegende:


In Gestalt des Hirsches sprachChristus zu ihm: "Hubertus, warum
verfolgst Du mich?" Er wurde vor die
Wahl gestellt: entweder er tötet den
Hirsch - dann tötet er auch Christus,
oder er lässt das Tier leben und
bekennt sich zu Christus. Hubertus
traf die richtige Entscheidung, er
entsagte der Jagd.


Abschließend möchte ich Sie dringend auffordern, diese Pläne, die die Wölfe in Deutschland wieder an den Rand der Ausrottung bringen würden, fallen zu lassen und zu ersetzen durch konstruktive Pläne für ein Miteinander. 


Mit sehr besorgten Grüßen, 


Sabine Lissy 


[1] Wildtierschutz Deutschland e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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