"Ausbildung statt Abschiebung" - Appell an Parlamentsparteien und Parteivorsitzende

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Die Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“ - gegen die Abschiebung von Lehrlingen und für einen Zugang für AsylwerberInnen zur Lehre in Mangelberufen - ist mit Ihrer Unterstützung zu einer der am breitesten getragenen Bewegungen der letzten Jahre geworden.

Vor zwei Wochen ist endlich Bewegung in die Causa der von Abschiebung bedrohten 881 Lehrlinge gekommen - Sebastian Kurz hat eine pragmatische Lösung gegen eine Abschiebung während der Ausbildung versprochen.  Doch heute kommt es neuerlich zur Abschiebung von vier Lehrlingen nach Afghanistan.

Daher bitte ich Sie untenstehenden Offenen Brief mit Unterzeichnung dieser Petition an alle Parlamentsparteien und Parteichefs zu senden:

Sehr geehrte Entscheidungsträgerin, sehr geehrter Entscheidungsträger!

In Österreich absolvieren derzeit 881 Lehrlinge eine Ausbildung in einem Betrieb. Die Rückmeldungen der Unternehmen und der Betroffenen sind hervorragend, ist doch die Ausbildung einerseits eine Hilfe gegen den akuten Lehrlingsmangel und andererseits eine ausgezeichnete Möglichkeit für Integration.
Seit geraumer Zeit thematisiert die Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“ mit mittlerweile 80.000 UnterstützerInnen sowie 135 Gemeinden mit 2,9 Millionen EinwohnerInnen durch Gemeinderatsbeschlüsse, vielen Beschlüssen von Wirtschaftskammern und Arbeiterkammern sowie 2000 Unternehmen die Notwendigkeit einer Lösung gegen die Abschiebung dieser Lehrlinge.
Sebastian Kurz hat vor wenigen Tagen eine pragmatische Lösung gegen Abschiebungen versprochen. Doch heute kommt es neuerlich zur Abschiebung von vier Lehrlingen.
Ich appelliere daher eindringlich an Sie, für die letzte Nationalratssitzungen doch noch eine kurzfristige Lösung der Vernunft zu ermöglichen, damit in den nächsten Monaten nicht in hunderten Fällen Leid und Elend produziert und sowohl für die Betroffenen als auch die Unternehmen die schlechteste aller Möglichkeiten Wirklichkeit wird.
Die FachjuristInnen von „Ausbildung statt Abschiebung“ legen Ihnen daher drei Handlungsoptionen vor, die einfach umsetzbar wären.

Die drei Möglichkeiten:
• Änderung im Bleiberecht. Sofortige Einbeziehung der wirtschaftlichen Interessen in die Interessensabwägung bei der Zuerkennung des Bleiberechts
• Ermöglichung der Antragsstellung einer Rot-Weiß-Rot-Karte im Inland nach negativem Abschluss eines Asylverfahrens
• Schaffung eines neuen Titels „Besondere Integrationsleistung“ im „Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz“

Ich appelliere an die Nationalratsabgeordneten, in der letzten Sitzung vor der Nationalratswahl am 26. September noch einen Beschluss für Sicherheit für Lehrlinge während ihrer Ausbildung zu schaffen.

Es braucht jetzt endlich eine Lösung für die betroffenen Lehrlinge! Ich hoffe mit meiner Bitte auf Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung!