Hilfe-Hotline für Opfer von Zwangsprostitution

Das Problem

Unsere Vision: „Jede Person, die sich in Deutschland unfreiwillig in Prostitution befindet, hat durch STINA die sofortige Möglichkeit zum Ausstieg.“

Obwohl Deutschland durch seine Lage und Gesetzgebung Dreh- und Angelpunkt für den Menschenhandel in die sexuelle Ausbeutung in Europa ist, gibt es bislang keine Hilfe-Hotline für die Opfer. Derartige Hotlines sind in anderen Ländern längst etabliert (z.B. UK, USA, Bulgarien, Griechenland...). Seit Jahren unterstreicht beispielsweise der jährliche Länderbericht des US-Außenministeriums zur Bekämpfung von Menschenhandel, dass Deutschland zu wenig zum Schutz vor Ausbeutung unternimmt und statistisch trauriges Schlusslicht im Erfüllen von Mindeststandards für die Beseitigung von Menschenhandel ist. Trotz intensiver Bemühungen von STINA sieht die Bundesregierung bisher keine Notwendigkeit für die Einführung einer entsprechenden Hilfe-Hotline. Das muss sich ändern!

Wir fordern eine bundesweite Hilfe-Hotline für Opfer von Menschenhandel in die Zwangsprostitution und Loverboys!

Gründe, warum Menschen unfreiwillig in der Prostitution landen, sind neben falschen Jobversprechen und der „Loverboymasche“ vor allem individuelle Zwangslagen, fehlende Perspektiven und Armut. Das Prostituiertenschutzgesetz soll dieses Gewerbe aus dem Dunkelfeld bringen und Prostituierten mehr Rechte geben. Hilfsorganisationen stellen jedoch fest, dass Prostitution nach wie vor von Gewalt geprägt ist. 

2019 waren laut statistischem Bundesamt ca. 40.000 Personen deutschlandweit als in der Prostitution tätig registriert. Schätzungen gehen jedoch von einer Dunkelziffer von bis zu 400.000 aus. Diese Zahlen weisen deutlich darauf hin, dass aufgrund der Gefahrenlage, in der sich Opfer von Zwangsprostitution befinden, die staatlichen Hilfen Betroffene nicht erreichen. Somit ist die Zahl derer, die den Ausstieg dadurch schaffen, verschwindend gering. 

Deutschland bietet aktuell sehr viele und gute Beratungsangebote an, doch es gibt bislang keine onlinebasierte 24/7 Hilfe und keine Hotline für Zwangsprostituierte. Angebote für Betroffene von Zwangsprostitution und Opfer von Loverboys müssen rund um die Uhr verfügbar sein und Zugang zu praktischen Hilfen ermöglichen, damit diese der Zwangslage entkommen können.

Durch schnelle Ortswechsel und die derzeit stattfindende Verschiebung von Prostitution weg von der Straße und den klassischen Bordellen hin in Wohnungsbordelle, den Escort-Bereich und das Internet sind die Opfer für die aufsuchende Arbeit immer schwerer erreichbar.

Zudem werden Opfer von Zwangsprostitution und Loverboys selten identifiziert. Sie leben in einer Art parallelen Gesellschaftsstruktur mit eigenen Regeln und Gesetzen, werden oft rund um die Uhr bewacht und können nicht einfach eine Beratungsstelle aufsuchen. Daher benötigen sie neue Zugangswege zu Angeboten und konkrete Hilfestellung zur Befreiung aus ihrer Zwangslage.

Nur gemeinsam können wir gegen sexuelle Ausbeutung in Deutschland vorgehen. Wir bilden daher eine Interventions-Alliance, die auf der operativen Ebene für Betroffene agiert.

STINA hat eine Online-Anlaufstelle für Betroffene und ein Konzept für eine 24-7 verfügbaren Hilfe-Hotline entwickelt. Darüber werden lösungsorientierte Hilfen zum Ausstieg angeboten - bis hin zum Organisieren der Befreiung aus der Zwangslage. Betroffene können in eine sichere Notunterkunft gebracht werden, erhalten dort eine kostenlose Erstversorgung sowie Begleitung der ersten Schritte in psychosozialer Nachsorge. 

Intervention greift unmittelbar auf der Handlungsebene ein, deshalb ist die Befreiung aus der Zwangslage das oberste Ziel der Hilfe-Hotline. Wir wollen kein weiteres Beratungsangebot einführen, wir wollen Betroffenen konkrete Hilfe in der Not anbieten.

Unterstützen Sie STINA mit Ihrer Unterschrift und geben somit den Opfern sexueller Gewalt eine Chance!

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Nele KleinPetitionsstarter*in

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Das Problem

Unsere Vision: „Jede Person, die sich in Deutschland unfreiwillig in Prostitution befindet, hat durch STINA die sofortige Möglichkeit zum Ausstieg.“

Obwohl Deutschland durch seine Lage und Gesetzgebung Dreh- und Angelpunkt für den Menschenhandel in die sexuelle Ausbeutung in Europa ist, gibt es bislang keine Hilfe-Hotline für die Opfer. Derartige Hotlines sind in anderen Ländern längst etabliert (z.B. UK, USA, Bulgarien, Griechenland...). Seit Jahren unterstreicht beispielsweise der jährliche Länderbericht des US-Außenministeriums zur Bekämpfung von Menschenhandel, dass Deutschland zu wenig zum Schutz vor Ausbeutung unternimmt und statistisch trauriges Schlusslicht im Erfüllen von Mindeststandards für die Beseitigung von Menschenhandel ist. Trotz intensiver Bemühungen von STINA sieht die Bundesregierung bisher keine Notwendigkeit für die Einführung einer entsprechenden Hilfe-Hotline. Das muss sich ändern!

Wir fordern eine bundesweite Hilfe-Hotline für Opfer von Menschenhandel in die Zwangsprostitution und Loverboys!

Gründe, warum Menschen unfreiwillig in der Prostitution landen, sind neben falschen Jobversprechen und der „Loverboymasche“ vor allem individuelle Zwangslagen, fehlende Perspektiven und Armut. Das Prostituiertenschutzgesetz soll dieses Gewerbe aus dem Dunkelfeld bringen und Prostituierten mehr Rechte geben. Hilfsorganisationen stellen jedoch fest, dass Prostitution nach wie vor von Gewalt geprägt ist. 

2019 waren laut statistischem Bundesamt ca. 40.000 Personen deutschlandweit als in der Prostitution tätig registriert. Schätzungen gehen jedoch von einer Dunkelziffer von bis zu 400.000 aus. Diese Zahlen weisen deutlich darauf hin, dass aufgrund der Gefahrenlage, in der sich Opfer von Zwangsprostitution befinden, die staatlichen Hilfen Betroffene nicht erreichen. Somit ist die Zahl derer, die den Ausstieg dadurch schaffen, verschwindend gering. 

Deutschland bietet aktuell sehr viele und gute Beratungsangebote an, doch es gibt bislang keine onlinebasierte 24/7 Hilfe und keine Hotline für Zwangsprostituierte. Angebote für Betroffene von Zwangsprostitution und Opfer von Loverboys müssen rund um die Uhr verfügbar sein und Zugang zu praktischen Hilfen ermöglichen, damit diese der Zwangslage entkommen können.

Durch schnelle Ortswechsel und die derzeit stattfindende Verschiebung von Prostitution weg von der Straße und den klassischen Bordellen hin in Wohnungsbordelle, den Escort-Bereich und das Internet sind die Opfer für die aufsuchende Arbeit immer schwerer erreichbar.

Zudem werden Opfer von Zwangsprostitution und Loverboys selten identifiziert. Sie leben in einer Art parallelen Gesellschaftsstruktur mit eigenen Regeln und Gesetzen, werden oft rund um die Uhr bewacht und können nicht einfach eine Beratungsstelle aufsuchen. Daher benötigen sie neue Zugangswege zu Angeboten und konkrete Hilfestellung zur Befreiung aus ihrer Zwangslage.

Nur gemeinsam können wir gegen sexuelle Ausbeutung in Deutschland vorgehen. Wir bilden daher eine Interventions-Alliance, die auf der operativen Ebene für Betroffene agiert.

STINA hat eine Online-Anlaufstelle für Betroffene und ein Konzept für eine 24-7 verfügbaren Hilfe-Hotline entwickelt. Darüber werden lösungsorientierte Hilfen zum Ausstieg angeboten - bis hin zum Organisieren der Befreiung aus der Zwangslage. Betroffene können in eine sichere Notunterkunft gebracht werden, erhalten dort eine kostenlose Erstversorgung sowie Begleitung der ersten Schritte in psychosozialer Nachsorge. 

Intervention greift unmittelbar auf der Handlungsebene ein, deshalb ist die Befreiung aus der Zwangslage das oberste Ziel der Hilfe-Hotline. Wir wollen kein weiteres Beratungsangebot einführen, wir wollen Betroffenen konkrete Hilfe in der Not anbieten.

Unterstützen Sie STINA mit Ihrer Unterschrift und geben somit den Opfern sexueller Gewalt eine Chance!

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Nele KleinPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Lisa Paus
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Petition am 20. Juli 2021 erstellt