Coronakrise: lasst die Kinder nicht im Stich. Wir fordern eine gerechte Lösung!

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Die Kinder, die Kleinsten werden in der Coronakrise nicht gehört. Sie werden nicht gehört und sie finden auch keine oder kaum Erwähnung in den Medien, sowie auch in der Politik nicht. Sie werden verdrängt, in ihren Rechten beschränkt. Sie sollen unsichtbar und leise sein. Sollen nichts anfassen, nicht reden, nicht herumtollen, nicht in der Öffentlichkeit sein. Sie sollen wie kleine Erwachsene bei schönem Wetter drinnen bleiben und sich allein beschäftigen.

Gerade unseren Kindergartenkindern können wir derzeit keine Hoffnung geben, denn wir selbst tappen im Dunkeln. Wir können nur mutmaßen, wie es weiter geht. Doch wo nun die ersten Lockerungen deutlich werden, wird vor allem eines klar: unsere Kinder stehen hinten an. Egal, ob es um den Spielplatzbesuch geht oder darum, die Freunde im Kindergarten wieder zu sehen, die Kinder müssen warten, während uns Erwachsenen die ersten Freiheiten gewährt werden. Dicht an dicht drängen wir in Boutiquen, bald auch in Möbelgeschäften, ohne Rücksicht auf Abstand und Anstand. Doch genau das ist die Begründung, warum unseren Kindern ihre Bedürfnisse nicht gewährt werden: sie würden Abstände nicht einhalten können. Da kristallisiert sich ein klares Ungleichgewicht heraus.

Jedes Kind braucht die Rückkehr in dessen gewohntes Umfeld mit Gleichaltrigen, doch die Dringlichkeit wird nach den Bedürfnissen der Erwachsenen gerichtet und nicht nach denen der Kinder.

Einer Gruppe läuft dabei regelrecht die Zeit davon – den Vorschulkindern. Sie können nächstes Jahr nicht einfach zurück in den Kindergarten. Sie müssen von jetzt auf gleich erwachsen sein und in die Schule gehen. Und das, nachdem sie eine prägende Phase völlig isoliert verbrachten und wichtige soziale Fähigkeiten nicht erlernen oder ausbauen konnten. Doch das aktuell Schlimmste für die Kinder ist, dass sie möglicherweise schon ihren letzten Tag im Kindergarten hatten und es nicht einmal wussten. Niemand weiß, ob sie vor ihrer Einschulung nochmal eine Betreuungseinrichtung von innen sehen werden. Kein schrittweises Abschiednehmen wird ihnen gewährt. Aus und vorbei, von dem einen Moment auf den anderen. Es wird von ihnen verlangt, sich mit einer Situation abzufinden, die sie schlicht nicht verstehen können.

Den Kindern werden in jeder Hinsicht wesentliche Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung genommen. Niemand weiß, wie lange es andauern wird und welche dramatischen Folgen es für Kinder haben kann.

Wir müssen einen Weg finden, mit dem wir mit dem Virus leben können, ohne dabei unsere Kinder verstecken zu müssen.

Es muss eine akzeptable Lösung gefunden werden, die unseren Kindern gerecht wird und den Vorschulkindern einen sukzessiven Abschied ermöglicht!