

Liebe Petitionsunterstützende,
ich möchte Sie über den aktuellen Stand hinsichtlich unseres gemeinsamen Anliegens, der dauerhaften Aufhebung der Begrenzung der psychotherapeutischen Videosprechstunde, informieren.
Vorweg möchte ich mich herzlich bei Ihnen für die Unterstützung der Petition bedanken – es ist wirklich toll, dass so viele Menschen – über 11.000! – unser Anliegen durch ihre Unterschrift und sogar das Teilen der Petition unterstützen, und ich bin Ihnen dafür sehr dankbar.
Update 1: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV- SV) haben vereinbart, die ab dem 01.04.2022 geltende Begrenzung der Videosprechstunde von 20 Prozent auf 30 Prozent anzuheben. Während dies eine Verbesserung darstellt, bleiben auch die 30 Prozent weiterhin deutlich hinter dem Bedarf zurück. Genaueres zu den derzeit geltenden Bestimmungen ist nachzulesen unter: https://www.kbv.de/html/videosprechstunde.php
Update 2: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat sich bis heute nicht auf meine E-Mail und die Aufforderung zu einer Stellungnahme gemeldet. Ich habe diese vor einer Woche erneut kontaktiert und auch auf unsere Petition und das große Ausmaß der Unterstützung hingewiesen – leider ohne jegliche Resonanz. Das finde ich sehr schade.
Update 3: Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat sich auf meine Anfrage sehr zeitnah und positiv zurückgemeldet. Der Vorstand der KVWL teile die Bedenken der Psychotherapeut:innen, im Angesicht der hohen Infektionszahlen zu Präsenzsitzungen zurückkehren zu müssen. Mir wurde schriftlich zugesichert, das Anliegen auf Bundesebene erneut zu platzieren und es zu unterstützen. Ich habe mit verschiedenen Kolleginnen der KVWL telefonischen Kontakt gehabt. Diese haben sich sehr unterstützend bezüglich unseres Anliegens geäußert. Auch unsere Petition sei Ihnen bekannt. Die Kassenärztlichen Vereinigungen stünden in Verhandlung mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen, diese dauerten an.
Update 4: Positiv hervorheben möchte ich das PsychotherapeutInnen-Netzwerk Münsterland, das das Anliegen und die Petition im internen Bereich für alle Mitglieder veröffentlicht hat und unsere Petition auf diese Weise unterstützt, sowie das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk - Kollegennetzwerk-Psychotherapie, welches unsere Petition in ihrem Newsletter geteilt hat.
Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung hat mir zwar nicht direkt auf meine Nachricht geantwortet, in ihrem Newsletter jedoch kommuniziert, sich gegenüber der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) für eine Fortführung der Corona-Sonderregelung und eine weitere Flexibilisierung der Videosprechstunde einzusetzen. Ich bedanke mich bei den Verbänden für ihre Unterstützung!
Wie Sie sehen, ist unsere Arbeit an dieser Stelle noch nicht getan. Ich freue mich über jede weitere Unterschrift und jedes Teilen der Petition und werde mich weiter für unser gemeinsames Anliegen einsetzen. Mir ist es wichtig, dass wir eine Aufhebung der Begrenzung der psychotherapeutischen Videosprechstunde auch über die Pandemie hinaus erreichen, da mir auch diese Woche im Praxisalltag mehr als deutlich geworden ist, dass die Begrenzung für viele Patient:innen eine Belastung darstellt (beispielsweise durch lange Anfahrtswege sowie eine resultierende reduzierte Flexibilität und erschwerte Selbstfürsorge) und ihre Versorgungslage verschlechtert – und das auch unabhängig von Covid-19.
Herzliche Grüße, bleiben Sie gesund!
Kathrin Schallenberg