Flächenverbrauch durch StraßenNEUbau jetzt beenden! Wir haben keinen Planeten B

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Immer mehr Landschaft verschwindet unter Asphalt und Beton. Alleine im Verkehrssektor betrug der Flächenverbrauch zwischen 2006 und 2015 durchschnittlich 58 qkm/Jahr! Deutschland hat eines der dichtesten Verkehrsnetze der Welt. Ein weiterer Bau von Autobahnen und Bundesstraßen bringt keinen zusätzlichen Nutzen, sondern richtet nur Schaden an. Das können wir uns nicht länger leisten!

Deswegen fordere ich den Deutschen Bundestag und Bundesverkehrsminister auf, den Bundesverkehrswegeplan 2030 unverzüglich auszusetzen und in einem neuen Verkehrswegeplan auf den Neubau von Autobahnen und Bundesstraßen zu verzichten. Denn Straßen, die einmal in den BVWP aufgenommen wurden, werden unauf­haltsam weiter geplant und letztlich auch gebaut.

Mein Mann und ich bewirtschaften selbst einen Bauernhof und es schmerzt mich, mitansehen zu müssen, wie immer mehr unserer wertvollen und schönen Kultur- und Naturlandschaft zerstört wird. Besonders betroffen macht mich persönlich das Bauvorhaben B26n in meiner Heimat Unterfranken (ausführliche Informationen darüber finden sie unter www.b26n.org ).

Über Jahrzehnte wurde geplant, verworfen und gegen massive Widerstände in der Region wieder neu geplant. Obwohl die Verkehrsgutachten einander widersprechen und externe Fachleute feststellen, dass einem möglicherweise kleinen Nutzen auf der einen Seite ein erheblicher Schaden an anderer Stelle gegenüber steht, wurde die Straße 2003 in den Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen und trotz der im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung und des Raumordnungsverfahrens festgestellten Risiken in den neuen BVWP 2030 übernommen. Mittlerweile ist durch den fortschreitenden Klimawandel dieses Bauvorhaben geradezu absurd geworden und muss gestrichen werden.

Aufgrund der globalen Klimakrise haben sich die Voraussetzungen für unsere Zukunft grundlegend verändert. Die Klimakrise bedroht unsere Lebensgrundlagen und damit auch unseren Wohlstand. 

Die Freisetzung von Treibhausgasen muss schnellstmöglich reduziert werden. Dafür brauchen wir unseren Wald als CO2-Speicher, unsere Ackerflächen zur Produktion regionaler Lebensmittel und Flächen für Erneuerbare Energien. Die Flächenkonkurrenz wird durch den Verkehr weiter angeheizt. Deswegen brauchen wir ein Umdenken in unserer Mobilität. Wir brauchen eine echte Verkehrswende, die auf den Ausbau und die Bezahlbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel setzt.

Die verfügbare Fläche ist begrenzt. Es wird bereits eine Herausforderung sein, den nötigen Wohnraum durch effizientere Nutzung der bestehenden Siedlungsflächen bereitzustellen.

Ein Festhalten am NEUBAU weiterer Autobahnen und Bundesstraßen ist in dieser Situation absolut unverantwortlich. Bei allen weiteren Planungen muss das Augenmerk auf sparsamsten Flächenverbrauch gelegt werden. Zuvor müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft sein, das Verkehrsproblem mit umwelt- und klima­scho­­nenden Alternativen zu lösen. Eine langfristige Planung unter Berücksichtigung des demografischen Wandels ist nachzuweisen.

Deswegen habe ich diese Petition gestartet. Ich fordere die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, setzen Sie den aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 sofort aus!