Kirchen positioniert euch: Evakuierung von Refugee Camps

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In den letzten Wochen haben sich die Ereignisse überschlagen. Die Corona-Krise verlangt der deutschen Politik und Gesellschaft alle Kraft und Ressourcen ab. Die Folgen der COVID-19-Pandemie stellen gerade viele Menschen vor große finanzielle, psychische und existenziell belastende Situationen.

Trotz allem: Wir dürfen die Menschen in den griechischen Refugee Camps nicht vergessen!

Deshalb bitten wir hiermit alle Amtsträger*innen der christlichen Kirchen Deutschlands, die Evangelische Kirche Deutschland  (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz (DBK), alle Christ*innen und alle Menschen laut zu werden und die Evakuierung der Refugee Camps zu fordern. 

Menschen, die vor Krieg, Gewalt, Perspektivlosigkeit fliehen oder geflohen sind müssen derzeit in riesigen Lagern unter grausamen hygienischen Bedingungen ausharren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das SARS-CoV-2-Virus auch die großen Camps erreicht. Das alles geschieht, während wir hier im globalen Norden alle für uns in der Macht stehenden und natürlich auch notwendigen Schutzmaßnahmen treffen. Immer wieder erklären sich einzelne Länder dazu bereit, wenige Menschen aus den Lagern zu evakuieren.
Doch niemand weiß, wann. Niemand weiß, wen. Niemand weiß, wie.
Aus dem Verständnis des Evangeliums heraus sind wir als Christ*innen dazu berufen den Bogen der Nächstenliebe und Solidarität auf alle Menschen auszuweiten. Es sind unsere Geschwister, die dort leiden (vgl. Mt 25,40). 

Es gibt Initiativen, die sich für die Evakuierung dieser Menschen einsetzen, wie zum Beispiel der Verein „Mission Lifeline e.V.“, der die Hilfsmission „Charterflug Lesbos - Berlin für Kinder und Mütter“ gestartet hat. Doch die nötigen Genehmigungen vom Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium des Inneren fehlen.

Auch die Bundesregierung hat sich dazu bereit erklärt 50 Kinder aufzunehmen. Das ist zu wenig! 

Hiermit fordern wir alle Bischöf*innen und Amtsinhaber*innen der evangelischen und katholischen Kirche auf: 

  • Setzen Sie sich umgehend öffentlich und mit Nachdruck für die Erteilung der Start- und Landeerlaubnis für Evakuierungsflüge ein.
  • Fordern Sie die Ministerien zum sofortigen Handeln auf und zeigen Sie dadurch, dass die Kirchen hinter den Menschen, Frauen*, Männern*, Jungen*, Mädchen*, Jugendlichen und Kindern stehen und für eine Evakuierung dieser eintreten.
  • Prüfen Sie Möglichkeiten diese Menschen im Kirchenasyl in Ihren Bistümern aufzunehmen.
  • Regen Sie die Gemeinden Ihrer Bistümer an, Kollekten an Hilfsorganisationen vor Ort zu spenden. 

Unterzeichnen Sie diese Petition, um den Forderung mehr Gewicht zu geben und sich für Menschenrechte, weltweite Solidarität und Nächstenliebe einzusetzen!