Atualização do abaixo-assinadoSchafft die Enteignungsparagraphen für die Braunkohle ab!

RWE, Leag und Mibrag: Die Dörfer müssen bleiben! Kommt zum Sternenmarsch am 23. März!

Jens HausnerAlemanha
20 de fev. de 2019

Am 16. und 17. Februar traf sich das deutschlandweite Bündnis ,,Alle Dörfer bleiben" in Kuckum (NRW). Als Vertreter des Mitteldeutschen Kohlerevieres nahm auch ich daran teil.

Vor der Sitzung hatte ich für eine halben Tag selbst die Gelegenheit mir ein Bild vom Rheinischen Revier um die Tagebaue Garzweiler und Hambach zu machen. Ich war zutiefst schockiert und fassungslos mit welcher unheimlichen Zerstörungswut RWE rund um die von den Tagebauen bedrohten Dörfer eine Wüste der Zerstörung schafft. Obwohl allen klar ist, dass bei einem Kohleausstieg bis 2038, der aber sowieso früher beendet sein muss, werden von RWE Fakten geschaffen, die so nicht hinnehmbar sind. Rund um Kuckum und Keyenberg sieht man die Wiesen und Felder vor lauter Pumpstationen nicht mehr, die dazu dienen massiv Grundwasser abzupumpen. Rund um die Uhr installiert RWE weitere Pumpstationen. Waldstücke und Obstplantagen rund um die Orte werden gerodet, um Platz zu schaffen für eine Umgehungsstraße, die aber nur gebraucht wird, wenn man die Dörfer bergbaulich in Anspruch nimmt. In Morschenich und Manheim sind schon weite Teile der Ortschaften abgerissen und RWE zerstört ungehemmt weiter. Diese beiden Dörfer liegen hinter dem Hambacher Wald. Wie kann es sein, dass die Dörfer hinter dem Hambacher Wald abgerissen werden, obwohl dieser eigentlich nach den Beschlüssen der Kohlekommission erhalten bleiben soll.

Fast zeitgleich beschließt die sächsische Landesregierung im Schulterschluss mit dem Bergbauunternehmen LEAG das Dorf Mühlrose in der Lausitz am Tagebau Nochten umzusiedeln , obwohl es dafür noch nicht mal einen genehmigten Rahmenbetriebsplan gibt. Das Dorf Proschim am Tagebau Welzow und mein Dorf Pödelwitz am Tagebau Vereinigtes Schleenhain sind weiterhin vom Braunkohleabbau bedroht.
Entgegen der Beschlüsse der Kohlekommission, für die Tagebaubetroffenen Planungssicherheit zu schaffen, welche durch den geringeren Kohlebedarf bei einem Kohleausstieg bis 2038 nur einen Erhalt der Dörfer definiert, werden durch die Bergbauunternehmen und die Landesregierungen der Kohleländer die Interessen der Menschen an den Tagebauen mit Füßen getreten.

Wir sind davon ausgegangen, dass mit den Beschlüssen der Kohlekommission für alle Menschen in den Kohlerevieren eine sozialverträgliche Lösung innerhalb des Kohleausstiegs gefunden wird und sind zutiefst darüber schockiert, dass es für uns eher noch schlimmer ist wie vorher. Wir sind aber keine Menschen zweiter Klasse und werden gegen die Gewalt der Kohlelobby kämpfen.

Das Bündnis ,,Alle Dörfer bleiben" hat darum zu dem Treffen in Kuckum einen klaren Fahrplan erarbeitet, um die Interessen der Tagebaubetroffenen zu stärken und auf Bundesebene durchzusetzen. Ich selbst bin begeistert, wie die Menschen aus den unterschiedlichen Kohlerevieren jetzt an einem Strang ziehen und bin sicher, dass wir den Machenschaften der Bergbauunternehmen und ihrer Vasallen in der Politik ein Ende bereiten werden. Wir stellen uns vor die Dörfer und fordern deren Erhalt.

Zu einer ersten Aktion von ,,Alle Dörfer bleiben" möchte ich darum hier einladen. Kommt alle am 23.03.2019 zum Sternmarsch nach Keyenberg. Wir setzen hier das erste Kraftvolle Zeichen. Denn alle Dörfer müssen erhalten bleiben und die dafür notwendige Planungssicherheit, welche uns durch den Beschluss der Kohlekommission zugesichert wurde, fordern wir sofort.

Wichtige neue Informationen stelle ich immer aktuell bei Twitter unter @JensHausner zur Verfügung.

Ich danke allen, die unser Bündnis und damit unseren Kampf für den Erhalt unserer Dörfer unterstützen.

Jens Hausner

PS: Auf dem Foto seht ihr einen Ort der Zerstörung, den Platz, wo bis vor einem Jahr noch der Dom von Immerath stand... Was für ein Frevel!

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