Petition updateAfghanische Frauen stärken, wo Hilfe kaum möglich istBitte stimmt heute, und ein Update zu den afghanischen Frauen und Familien
Nadja MullerDoorn, Netherlands
May 19, 2026

Liebe Freundinnen und Freunde,

bevor ich euch ein Update zu den afghanischen Frauen und Familien gebe, die wir unterstützt haben, möchte ich euch um etwas ganz Konkretes bitten: Bitte stimmt heute für das Projekt „Freigekauft. Jetzt frei.“ über Überlebende von Menschenhandel in Uganda. Das Projekt wurde von der HeartWork Stichting / HeartWork Stiftung bei der VOOR Competition eingereicht.

Dank eurer großen Unterstützung hat das Projekt bereits Platz 6 mit über 13.000 Stimmen erreicht. Aber wir müssen weitermachen. Nur die 15 Projekte mit den meisten Stimmen kommen weiter zur Jury, und jede Stimme zählt noch immer.

Hier könnt ihr abstimmen: https://voor.nl/voorbeeld-projecten/2026#1168

Die Abstimmung dauert zwei Minuten:

1. Klickt auf den Link oben
2. Sucht nach HeartWork Stiftung / HeartWork Stichting
3. Klickt 10-mal auf das +-Zeichen, um dem Projekt eure Stimmen zu geben
4. Gebt eure E-Mail-Adresse ein und bestätigt eure Stimme
5. Schaut bitte auch in eure Mailbox und in den Spam-Ordner für den Bestätigungslink

Bitte teilt den Abstimmungslink auch weiterhin mit euren Netzwerken. Danke, dass ihr an diese Mission glaubt.

Sarah Arao hat diese Initiative 2017 in Lira, Norduganda, gegründet. Sie arbeitet mit jungen Frauen, die Menschenhandel im Nahen Osten überlebt haben.

Viele wurden mit falschen Versprechen auf Arbeit angelockt. Was folgte, waren Ausbeutung, Misshandlung und manchmal Jahre der Gefangenschaft. Familien gaben oft alles aus, was sie hatten, um ihre Töchter freizukaufen.

Und dann kamen diese Frauen nach Hause.

Mit Trauma.
Ohne Abschluss.
Ohne Einkommen.
Oft mit Kindern, für die sie sorgen müssen.

Sarah sagte einmal: „Sie sind körperlich frei, aber innerlich gefangen.“

Ihr Projekt bietet Traumabegleitung, berufliche Ausbildung, Reintegration und einen Weg in wirtschaftliche Unabhängigkeit. Durch die VOOR Competition hat dieses Projekt die Chance, 125.000 Euro zu gewinnen.

Mit dieser Förderung können Sarah und ihr Team 120 weitere Frauen durch ein zweijähriges Programm begleiten und drei kleine Unternehmen aufbauen, damit das Projekt sich langfristig selbst tragen kann.

Kein Tropf der Wohltätigkeit. Sondern ein wirtschaftlicher Motor.


Und jetzt möchte ich auch ein Update zu den afghanischen Frauen und Familien geben, die mit dieser Petition verbunden sind.

Es ist keine glatte Erfolgsgeschichte.

Denn so fühlt sich diese Arbeit nicht an.

Es ist eine lebendige Geschichte.

Mit Erleichterung. Mit Trauer. Mit Unsicherheit. Mit kleinen Öffnungen der Hoffnung.

Einige der afghanischen Frauen und Familien, die ausreisen konnten, beginnen langsam, ihr Leben neu aufzubauen.

Eine Frau lebt inzwischen mit ihren zwei Kindern in Frankreich. Nach allem, was sie durchgemacht hat, beginnt sie wieder aufzublühen. Sie öffnet sich wieder dem Leben, den Menschen und neuen Möglichkeiten. Sie klingt wirklich glücklich. Und nach so viel Angst ist das nicht klein. Das ist groß.

Eine andere Familie ist nach Brasilien umgezogen. Sie ist in Sicherheit, aber sie kämpft sehr. Es ist schwer, Arbeit zu finden. Es ist schwer, Fuß zu fassen. Es ist schwer, die medizinische Versorgung zu bekommen, die sie braucht. Sicherheit ist der Anfang. Aber sie ist noch keine Stabilität.

Ein weiterer Journalist und Frauenrechtsaktivist, den wir bei der Umsiedlung nach Brasilien unterstützen konnten, lebt inzwischen in Australien. Auch das wurde möglich, weil Menschen sich gekümmert haben. Weil Menschen nicht weggeschaut haben. Weil kleine Netzwerke ganz normaler Menschen immer wieder aufgestanden sind und geholfen haben.

Und noch etwas geschieht: Die afghanische Diaspora beginnt, sich selbst zu organisieren.

Frauen und Familien, denen geholfen wurde, überlegen nun, wie sie anderen helfen können. Sie entwickeln Ideen, Projekte und Wege, um afghanische Frauen zu unterstützen, die noch immer zurückgelassen sind.

Denn so viele sind noch immer gefangen. Auch in der Gruppe der Inner Peace Journey haben wir den Schwerpunkt etwas verändert. Eine sehr großzügige Amerikanerin, die in Frankreich lebt und über diese Petition auf uns aufmerksam wurde, bietet nun Englischunterricht für die Teilnehmerinnen an, die mit dem Programm weitergemacht haben.

Diese Gruppe ist gemischt. Einige sind inzwischen in Deutschland oder in den Niederlanden und befinden sich im Asylverfahren. Einige sind noch immer in Afghanistan. Sie alle tragen viel. Für keine von ihnen ist das Leben einfach.

Eine Frau, die in Pakistan war und verzweifelt versuchte zu entkommen, wurde nach Afghanistan abgeschoben. Sie lebt nun wieder in großer Unsicherheit.

Das ist die Realität hinter dem Wort „Umsiedlung“.

Es ist kein sauberes Ende.

Es ist kein Rettungsfilm, bei dem nach dem Grenzübertritt der Abspann läuft.

Es ist ein langer, zerbrechlicher Weg.

Und trotzdem geht das Leben weiter.

Menschen helfen weiter.

Neue Samen wachsen in den Rissen.

Darum bitte ich euch heute, Sarahs Projekt zu unterstützen.

Denn ob wir über afghanische Frauen im Exil sprechen, über Frauen, die noch immer in Afghanistan gefangen sind, oder über Überlebende von Menschenhandel in Uganda, die tiefere Frage ist dieselbe:

Was passiert nach dem Überleben?

Unsere Antwort ist einfach.

Wir bleiben da.
Wir helfen Frauen, ihr Leben wieder aufzubauen.
Wir helfen ihnen, auf eigenen Beinen zu stehen.
Und wir vertrauen darauf, dass, wenn eine Frau sich erhebt, viele andere mit ihr aufstehen.

Bitte stimmt also heute ab.

Bitte gebt eure Stimmen an “ Terug gekocht. Nu vrij.” / „Freigekauft. Jetzt frei.“, eingereicht von der HeartWork Stichting / HeartWork Stiftung.

Und bitte teilt dies mit Menschen, denen es nicht egal ist.

Danke, dass ihr Teil davon seid.
Alles Liebe,
Nadja

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