Petition richtet sich an Regierungsrat Luzern Reto Wyss

Verhindern wir die Notkürzungen der kantonalen Kulturförderung Luzern 2017

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Notkürzungen über CHF 800'000 in der Kulturförderung 2017

Der Regierungsrat des Kantons Luzern lässt kurz vor (oder eigentlich bereits mitten in) der Sommerpause eine Bombe platzen, die jegliches Feingefühl oder Verständnis gegenüber uns Theaterschaffenden und den Kulturschaffenden im allgemeinen vermissen lässt.

Die Sparmassnahmen für das Jahr 2017 und die Pläne für 2018, welche er am 28. Juni 2017 kommuniziert hat, warten mit „markanten Eingriffen im Kulturangebot" auf. Diese Massnahmen treffen ganze Gruppen Kulturschaffender und auch Kleininstitutionen mit Einsparungen über einen Betrag von CHF 800'000.- im laufenden Jahr.

Vorgesehen sind folgende Massnahmen:

-    Verzicht auf Zuwendungen in den Bereichen Theater, Musik und bildende Kunst

-     Verzicht auf Ausschreibungen und Konferenzen

-     Teilweiser Verzicht auf Projektbeiträge

Diese Kürzungen sind für uns Theaterschaffende substanziell und werden sich in der Spielzeit 2017/18 und vor allem 2018/19 massiv auf das Kulturangebot auswirken.

Hier werden Projekt- und Produktionsbeiträge gekürzt oder eingefroren, die vor kurzem erst aufgebaut wurden, mit dem Ziel, die Freie Theater- und Tanzszene zu stärken, auszubauen und fit zu machen. Dies auch im Hinblick auf die Zukunft des Theaterplatzes Luzern, welcher auch nach dem „Aus“ der Salle Modulable oder gerade deswegen, von grosser Bedeutung ist.

Wir erinnern an die gemeinsam unterzeichnete Vision vom 15. 04. 2013 und reiben uns die Augen. Wir sind anscheinend einmal mehr als (vorübergehendes) Feigenblatt benutzt worden und jetzt, wo es ums Überleben des gemeinsamen Theaterplatzes Luzern in seiner ganzen Vielfalt geht, wird das wenige bei den freien Theaterschaffenden gestrichen.

Kultur ist ein lebendiges und vielfältiges Gut, gerade wegen der vielen Kleinen und Einzelnen Kulturschaffenden. Das Signal, das hier gesetzt wird, ist fatal und geht in die falsche Richtung.

Wir freien Theaterschaffenden betreiben KMU’s und stehen (auch) gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verantwortung. Ein Wegfall der Ausschreibungen und Zuschüsse hat zur Folge, dass etliche Projekte nicht stattfinden können. Daraus resultiert direkte Arbeitslosigkeit von Dutzenden von Künstlern und Handwerkern. Die Projekte wurden über Jahre geplant und aufgegleist. Sie so kurzfristig zu Fall zu bringen gleicht einer Politik, wie wir sie momentan von der anderen Seite des Ozeans kennen.

Die Kulturausgaben des Kantons sind bescheiden, die Erträge daraus unschätzbar. Diese Kürzungen sind einschneidend und nicht allein für die Betroffenen ein Schaden mit unabsehbaren Auswirkungen.

- Wir fordern den Regierungsrat auf, die Kürzungen in der Kulturförderung zurückzuziehen.

- Wir fordern den Regierungsrat auf, die zweite Ausschreibung der selektiven Produktionsförderung 2017 duchzuführen. In den Sparten: "Freie Kunst", "Musik", "Tanz und Theater", "Jahresprogramme von Verlagen"

ACT - Zentralschweiz
Berufsverband der Freien Theaterschaffenden Zentralschweiz
zentralschweiz@a-c-t.ch

Co Präsidium
Manuel Kühne
Patric Gehrig

 

Diese Petition wird versendet an:
  • Regierungsrat Luzern
    Reto Wyss


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