

Abrüstung JETZT!


Abrüstung JETZT!
Das Problem
Abrüstung JETZT!
Die Ankündigung des US-Präsidenten, keine neuen Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren, ist die Chance für einen Politikwechsel, der die gegenwärtige Phase der Rüstungseskalation beendet.
Dazu erwarten wir, dass Deutschland umgehend eine Initiative für internationale Abrüstungs- und Rüstungskontrollverhandlungen unter dem Dach der UN ergreift. Der Versuch, mit europäischen Partnern neue Mittelstreckenwaffen zu entwickeln, ist dagegen keine Lösung. Er führt direkt in eine weitere Eskalationsspirale, die gestoppt werden muss. Damit steigt auch die Gefahr eines Atomkriegs. Hyperschallraketen sind Erstschlagswaffen. Sie können in 10 Minuten Atomwaffenstandorte treffen. Umgekehrt gilt dies auch für russische Hyperschallraketen. Die Standorte in den USA sind für diese allerdings nicht erreichbar, ein Erstschlag wäre damit nicht zu führen.
Rüstungskontrollverträge, direkte Kommunikationskanäle und verlässliche Vereinbarungen reduzieren das Risiko eines unbeabsichtigten Atomkriegs erheblich.
Wenn die Bundesregierung in der jetzigen Situation anbietet, auf die Stationierung bzw. die Entwicklung von Mittelstreckenwaffen zu verzichten, bedingt das zeitgleich die Aufforderung an Russland, im Gegenzug seine Iskander-M-Raketen aus Belarus und Kaliningrad zurückzuziehen.
Der Anspruch, militärische Führungsmacht zu werden, ist völlig fehl am Platz und ein Schlag ins Gesicht der Opfer zweier Weltkriege
Wenn Deutschland die Rolle einer Führungsmacht anstrebt, muss dies – als Schlussfolgerung der deutschen Geschichte – eine Führungsmacht für eine friedliche internationale Zusammenarbeit werden. Diplomatische Fähigkeiten wie z.B. der Krisenprävention können zusammen mit Österreich und der Schweiz entwickelt werden. Statt einer Wehrpflicht erwarten wir eine deutliche Ausweitung der Angebote an Jugendliche in diesem Bereich für ein Soziales Jahr.
Vorrangig ist die Nukleare Abrüstung anzugehen, hier drohen die größten Gefahren.
Wir erwarten, dass die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag der UNO konsequent unterstützt und umsetzt, auch durch die Aufkündigung der so genannten ›Nuklearen Teilhabe‹.
Wir fordern Initiativen, um Verhandlungen über die von den USA und Russland aufgekündigten Abrüstungsverträge erneut anzustoßen, diese zu aktualisieren und zu erneuern. Hierbei sind alle nuklearen und konventionellen Waffensysteme zu erfassen, abzurüsten und zu kontrollieren. Dies betrifft in einem ersten Schritt die USA, Russland, die über die größten nuklearen Arsenale verfügen, und in einem zweiten Schritt China. Der von diesen ratifizierte NVV verpflichtet die Atommächte zur Abrüstung! Die „nicht offiziellen Atommächte“ sind nachdrücklich aufzufordern, ihre Atomwaffen abzugeben. Ein atomwaffenfreier Naher Osten, ein atomwaffenfreies Korea und ein atomwaffenfreier Indischer Subkontinent sind die Ziele.
Alle UN-Staaten sind in den weiteren Abrüstungsprozess in gegenseitiger Abstimmung einzubeziehen. Eine 10%-Kürzung aller Rüstungsetats wäre ein erster sinnvoller und machbarer Schritt. Die aus einer Weiterentwicklung der Entspannungspolitik Willy Brandts resultierende Friedensdividende ist für den Kampf gegen die hereinbrechende Klimakrise, gegen den Welthunger und für soziale Gerechtigkeit einzusetzen.
Erstunterzeichner_innen:
Dipl. Päd. Rolf Bader, IPPNW
Ralf Becker, Koordinator der Initiative Sicherheit neu denken
Prof. Dr. Karl Hans Bläsius, Informatiker
Prof. Dr. Peter Brandt, Historiker und Publizist
Prof. Dr. Claudia Brunner, Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung Uni Klagenfurt
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Armuts- und Reichtumsforscher
Dr. Angelika Claußen, IPPNW
Prof. Dr. Klaus Dörre, Soziologe
Dr. Hans-Georg Ehrhart, Senior Research Fellow am IFSH
Prof. Dr. Andreas Eis, Universität Kassel
Axel Fersen, Koordinator Erhard-Eppler-Kreis
Dr. Ute Finckh-Krämer, ehemalige MdB für die SPD
Prof. em. Dr. Hajo Funke, Freie Universität Berlin
Dr. Gregor Gysi MdB, Die Linke
Ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Wolfgang Hofkirchner, Technische Universität Wien
Andrej Hunko, Mitglied im BSW-Landesvorstand NRW
Dr. Sabine Jaberg, Politologin und Friedensforscherin
Dr. Margot Käsmann, Theologin
Dr. Heinz Klippert, Friedensinitiative Landau
Karl-Wilhelm Koch, Vors. Grüne Alternative e.V.
Wiss. OR Univ.-Lektor i.R. Mag. Dr. Karl A. Kumpfmüller, International Affairs Uni Graz
Christoph von Lieven, Vorstandsmitglied bei ICAN Deutschland
Prof. Ingrid Lübke-Besch, Dipl.-Ing. Stadtplanerin
Prof. i.R. Dr. Mohssen Massarrat, Universität Osnabrück
Dr. Hans-J. Misselwitz, Staatssekretär a.D.
Prof. Dr. i.R. Klaus Moegling, Erhard Eppler-Kreis
Univ.-Ass. Josef Mühlbauer, Universität Graz
Michael Hans Müller, Parl. Staatssekretär a.D. im BMU
Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
Prof. Dr. Jürgen Scheffran, Universität Hamburg
Uwe Werner Schierhorn, VSBM Vertrauens- und Sicherheits-Bildende Maßnahmen
Michael von der Schulenburg, fraktionsloses Mitglied des Europäischen Parlaments
Alice Schwarzer, Herausgeberin von EMMA/Buchautorin
Dr. Christine Schweitzer, IFGK
Prof. i.R. Dr. Dieter Segert, Universität Wien
Prof. em. Dr. Eva Senghaas-Knobloch, Forschungszentrum Nachhaltigkeit Universität Bremen
Prof. Dr. Heinz Stapf-Finé, Soziologe und Volkswirt
Prof. i.R. Dr. Gerd Steffens, Universität Kassel
Dr. Norbert Stute, Bessere Welt Info
Bernhard Trautvetter, Bundesausschuss Friedensratschlag
Prof. Dr. Johannes Varwick, Internationale Beziehungen und europäische Politik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Prof. Dr. i.R. Thomas Vollmer, Universität Hamburg
Peter Vonnahme, Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof i. R.
Renate Wanie, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion/freie Mitarbeiterin
Prof. i.R. Dr. Werner Wintersteiner, ehem. Leiter des Zentrums für Friedensforschung und Friedensbildung Uni Klagenfurt)
Prof. Dr. Markus Wissen, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Dr. Theodor Ziegler, Ökumenisches Institut für Friedenstheologie

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Das Problem
Abrüstung JETZT!
Die Ankündigung des US-Präsidenten, keine neuen Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren, ist die Chance für einen Politikwechsel, der die gegenwärtige Phase der Rüstungseskalation beendet.
Dazu erwarten wir, dass Deutschland umgehend eine Initiative für internationale Abrüstungs- und Rüstungskontrollverhandlungen unter dem Dach der UN ergreift. Der Versuch, mit europäischen Partnern neue Mittelstreckenwaffen zu entwickeln, ist dagegen keine Lösung. Er führt direkt in eine weitere Eskalationsspirale, die gestoppt werden muss. Damit steigt auch die Gefahr eines Atomkriegs. Hyperschallraketen sind Erstschlagswaffen. Sie können in 10 Minuten Atomwaffenstandorte treffen. Umgekehrt gilt dies auch für russische Hyperschallraketen. Die Standorte in den USA sind für diese allerdings nicht erreichbar, ein Erstschlag wäre damit nicht zu führen.
Rüstungskontrollverträge, direkte Kommunikationskanäle und verlässliche Vereinbarungen reduzieren das Risiko eines unbeabsichtigten Atomkriegs erheblich.
Wenn die Bundesregierung in der jetzigen Situation anbietet, auf die Stationierung bzw. die Entwicklung von Mittelstreckenwaffen zu verzichten, bedingt das zeitgleich die Aufforderung an Russland, im Gegenzug seine Iskander-M-Raketen aus Belarus und Kaliningrad zurückzuziehen.
Der Anspruch, militärische Führungsmacht zu werden, ist völlig fehl am Platz und ein Schlag ins Gesicht der Opfer zweier Weltkriege
Wenn Deutschland die Rolle einer Führungsmacht anstrebt, muss dies – als Schlussfolgerung der deutschen Geschichte – eine Führungsmacht für eine friedliche internationale Zusammenarbeit werden. Diplomatische Fähigkeiten wie z.B. der Krisenprävention können zusammen mit Österreich und der Schweiz entwickelt werden. Statt einer Wehrpflicht erwarten wir eine deutliche Ausweitung der Angebote an Jugendliche in diesem Bereich für ein Soziales Jahr.
Vorrangig ist die Nukleare Abrüstung anzugehen, hier drohen die größten Gefahren.
Wir erwarten, dass die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag der UNO konsequent unterstützt und umsetzt, auch durch die Aufkündigung der so genannten ›Nuklearen Teilhabe‹.
Wir fordern Initiativen, um Verhandlungen über die von den USA und Russland aufgekündigten Abrüstungsverträge erneut anzustoßen, diese zu aktualisieren und zu erneuern. Hierbei sind alle nuklearen und konventionellen Waffensysteme zu erfassen, abzurüsten und zu kontrollieren. Dies betrifft in einem ersten Schritt die USA, Russland, die über die größten nuklearen Arsenale verfügen, und in einem zweiten Schritt China. Der von diesen ratifizierte NVV verpflichtet die Atommächte zur Abrüstung! Die „nicht offiziellen Atommächte“ sind nachdrücklich aufzufordern, ihre Atomwaffen abzugeben. Ein atomwaffenfreier Naher Osten, ein atomwaffenfreies Korea und ein atomwaffenfreier Indischer Subkontinent sind die Ziele.
Alle UN-Staaten sind in den weiteren Abrüstungsprozess in gegenseitiger Abstimmung einzubeziehen. Eine 10%-Kürzung aller Rüstungsetats wäre ein erster sinnvoller und machbarer Schritt. Die aus einer Weiterentwicklung der Entspannungspolitik Willy Brandts resultierende Friedensdividende ist für den Kampf gegen die hereinbrechende Klimakrise, gegen den Welthunger und für soziale Gerechtigkeit einzusetzen.
Erstunterzeichner_innen:
Dipl. Päd. Rolf Bader, IPPNW
Ralf Becker, Koordinator der Initiative Sicherheit neu denken
Prof. Dr. Karl Hans Bläsius, Informatiker
Prof. Dr. Peter Brandt, Historiker und Publizist
Prof. Dr. Claudia Brunner, Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung Uni Klagenfurt
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Armuts- und Reichtumsforscher
Dr. Angelika Claußen, IPPNW
Prof. Dr. Klaus Dörre, Soziologe
Dr. Hans-Georg Ehrhart, Senior Research Fellow am IFSH
Prof. Dr. Andreas Eis, Universität Kassel
Axel Fersen, Koordinator Erhard-Eppler-Kreis
Dr. Ute Finckh-Krämer, ehemalige MdB für die SPD
Prof. em. Dr. Hajo Funke, Freie Universität Berlin
Dr. Gregor Gysi MdB, Die Linke
Ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Wolfgang Hofkirchner, Technische Universität Wien
Andrej Hunko, Mitglied im BSW-Landesvorstand NRW
Dr. Sabine Jaberg, Politologin und Friedensforscherin
Dr. Margot Käsmann, Theologin
Dr. Heinz Klippert, Friedensinitiative Landau
Karl-Wilhelm Koch, Vors. Grüne Alternative e.V.
Wiss. OR Univ.-Lektor i.R. Mag. Dr. Karl A. Kumpfmüller, International Affairs Uni Graz
Christoph von Lieven, Vorstandsmitglied bei ICAN Deutschland
Prof. Ingrid Lübke-Besch, Dipl.-Ing. Stadtplanerin
Prof. i.R. Dr. Mohssen Massarrat, Universität Osnabrück
Dr. Hans-J. Misselwitz, Staatssekretär a.D.
Prof. Dr. i.R. Klaus Moegling, Erhard Eppler-Kreis
Univ.-Ass. Josef Mühlbauer, Universität Graz
Michael Hans Müller, Parl. Staatssekretär a.D. im BMU
Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
Prof. Dr. Jürgen Scheffran, Universität Hamburg
Uwe Werner Schierhorn, VSBM Vertrauens- und Sicherheits-Bildende Maßnahmen
Michael von der Schulenburg, fraktionsloses Mitglied des Europäischen Parlaments
Alice Schwarzer, Herausgeberin von EMMA/Buchautorin
Dr. Christine Schweitzer, IFGK
Prof. i.R. Dr. Dieter Segert, Universität Wien
Prof. em. Dr. Eva Senghaas-Knobloch, Forschungszentrum Nachhaltigkeit Universität Bremen
Prof. Dr. Heinz Stapf-Finé, Soziologe und Volkswirt
Prof. i.R. Dr. Gerd Steffens, Universität Kassel
Dr. Norbert Stute, Bessere Welt Info
Bernhard Trautvetter, Bundesausschuss Friedensratschlag
Prof. Dr. Johannes Varwick, Internationale Beziehungen und europäische Politik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Prof. Dr. i.R. Thomas Vollmer, Universität Hamburg
Peter Vonnahme, Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof i. R.
Renate Wanie, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion/freie Mitarbeiterin
Prof. i.R. Dr. Werner Wintersteiner, ehem. Leiter des Zentrums für Friedensforschung und Friedensbildung Uni Klagenfurt)
Prof. Dr. Markus Wissen, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Dr. Theodor Ziegler, Ökumenisches Institut für Friedenstheologie

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Petition am 30. Mai 2026 erstellt