A620 Saarland: Schluss mit Verkehrschaos: bessere Planung, Verkehrsführung & Kommunikation

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Das Anliegen

Für eine verlässliche und zumutbare Verkehrsverbindung zwischen Saarlouis, Völklingen und Saarbrücken

Die A620 ist für tausende Menschen im Saarland eine unverzichtbare Verkehrsachse, insbesondere für Berufspendlerinnen und Berufspendler zwischen Saarlouis, Völklingen und Saarbrücken.

Die notwendigen Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen der vergangenen und kommenden Jahre stellen die Verkehrsteilnehmenden jedoch zunehmend vor erhebliche Probleme. Baustellen, einspurige Verkehrsführungen, gesperrte Anschlussstellen und zusätzliche Vollsperrungen führen regelmäßig zu massiven Verzögerungen.

Für Pendlerinnen und Pendler ist die Situation inzwischen nicht mehr planbar.

Auf einer Strecke, die normalerweise in überschaubarer Zeit zu bewältigen ist, kann sich die Fahrt je nach Verkehrslage inzwischen auf 40 Minuten bis hin zu zwei Stunden verlängern. Kommen Unfälle oder weitere kurzfristige Sperrungen hinzu, verschärft sich die Situation zusätzlich.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, notwendige Sanierungsmaßnahmen zu verhindern. Die A620 muss saniert und langfristig sicher und leistungsfähig gehalten werden.

Es geht darum, wie diese Arbeiten geplant, koordiniert, durchgeführt und kommuniziert werden.

Die Autobahn GmbH plant für einzelne Abschnitte der A620 bereits weitere Bauphasen bis 2028. Für den Abschnitt zwischen Saarbrücken-Gersweiler und Völklingen-Ost sind beispielsweise drei Bauabschnitte vorgesehen. Die Arbeiten erstrecken sich über mehrere Jahre. (Quelle: Die Autobahn GmbH des Bundes⁠)

Deshalb fordern wir, dass die Interessen der täglichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer bei der weiteren Planung deutlich stärker berücksichtigt werden.

Unsere Forderungen

1. Verlässliche und frühzeitige Kommunikation

Vollsperrungen, Fahrstreifenreduzierungen und Sperrungen von Anschlussstellen müssen frühzeitig, eindeutig und gut sichtbar kommuniziert werden.

Insbesondere kurzfristige Änderungen der Verkehrsführung müssen über mehrere geeignete Kanäle angekündigt werden.

2. Bessere Koordination der Baustellen

Baustellen und Sanierungsmaßnahmen auf der A620 und den unmittelbar relevanten Ausweichstrecken müssen besser aufeinander abgestimmt werden.

Es muss geprüft werden, ob einzelne Maßnahmen zeitlich gebündelt oder anders koordiniert werden können, um eine gleichzeitige Überlastung mehrerer Verkehrsachsen zu vermeiden.

3. Verkehrsführung mit möglichst hoher Leistungsfähigkeit

Bei der Planung der Baustellenverkehrsführung muss die Aufrechterhaltung eines möglichst hohen Verkehrsflusses oberste Priorität haben.

Insbesondere soll geprüft werden, unter welchen Voraussetzungen während der Hauptverkehrszeiten möglichst zwei Fahrstreifen je Richtung aufrechterhalten werden können bzw. welche alternativen Maßnahmen Rückstaus reduzieren können.

4. Bessere Lösungen für Vollsperrungen

Vollsperrungen müssen auf das technisch und organisatorisch zwingend notwendige Maß beschränkt werden.

Wenn Vollsperrungen erforderlich sind, müssen leistungsfähige und ausreichend ausgeschilderte Umleitungsstrecken sowie eine frühzeitige Information der Verkehrsteilnehmenden gewährleistet sein.

5. Transparenter Zeitplan

Die Bevölkerung muss nachvollziehbar erfahren können,

welche Bauabschnitte wann stattfinden,
welche Anschlussstellen betroffen sind,
wann mit einspuriger Verkehrsführung zu rechnen ist,
wann Vollsperrungen stattfinden,
und wann mit einer tatsächlichen Entlastung zu rechnen ist.
6. Pendlerinnen und Pendler stärker berücksichtigen

Bei der Planung der Bauphasen müssen die täglichen Hauptverkehrszeiten und die besondere Bedeutung der A620 für Berufspendler berücksichtigt werden.

Es sollte transparent dargestellt werden, welche Maßnahmen geprüft wurden, um die Auswirkungen auf den Berufsverkehr zu reduzieren.

Unser Ziel:

Wir fordern keinen Baustopp.

Wir fordern eine bessere Organisation der Baustellen und Sperrungen.

Sanierung und Verkehrssicherheit sind notwendig. Gleichzeitig darf nicht hingenommen werden, dass eine der wichtigsten Verkehrsachsen des Saarlandes für die Bevölkerung über Jahre hinweg nur eingeschränkt planbar und regelmäßig mit erheblichen Zeitverlusten befahrbar ist.

Wir fordern daher von den zuständigen Stellen konkrete Maßnahmen, transparente Kommunikation und eine Verkehrsplanung, die die tatsächliche Belastung der täglichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer berücksichtigt.

Die A620 muss auch während der Sanierungsarbeiten eine verlässliche Verkehrsverbindung bleiben.

Wir bitten alle betroffenen Pendlerinnen und Pendler sowie alle Menschen, die regelmäßig auf die A620 angewiesen sind, diese Forderungen zu unterstützen.

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