
Der 8. Mai 1945 - der Tag der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht - markierte das Ende eines todbringenden Krieges und den Beginn des Friedens in Europa. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) fordert zusammen mit Überlebenden der Nazi-Herrschaft wie Esther Bejarano, dass der 8. Mai ein gesetzlich verankerter Feiertag in Deutschland wird.
Damit würde ein wichtiges, erinnerungspolitisches Zeichen gesetzt werden. Denn wer nicht feiert, hat verloren! Esther Bejarano, Ehrenvorsitzende der VVN-BdA, erlebte die Befreiung am 3. Mai 1945 in Lübz (Mecklenburg-Vorpommern), nachdem sie vom KZ Ravensbrück aus auf einen sogenannten "Todesmarsch" geschickt worden war und sich mit Freundinnen im Wald versteckt hatte.
"Wir haben gesungen und geklatscht, es war eine fantastische Situation" erzählt sie später im Interview über ihre Befreiung.
Videoschnitt: Gwendolin Ott