Antwort der Diakonie auf die Fragen der Petition
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
am vergangenen Freitag, den 24.10.2025, antwortete die Fachbereichsleitung Evangelische Kindertagesstätten, Frau Michalski, auf die schriftlich gestellten Fragen. Wie angekündigt, soll die Antwort hier als Update mit allen geteilt werden:
"Sehr geehrte Frau Herlemann,
bevor wir Ihre Fragen im Zusammenhang mit der Petition zum Erhalt der Kita Das Samenkorn beantworten, gestatten Sie uns noch einige Worte vorweg.
Uns ist bewusst, dass wir viel verlieren, wenn wir die Standorte der Kita Unter dem Regenbogen und Das Samenkorn aufgeben. Natürlich können wir die Emotionen und den Verlust, den Sie spüren, nachvollziehen. Allerdings überwiegen die Gründe, die für den Umzug sprechen. Im Elternbrief und auf dem Elternabend haben wir dies ausführlich erläutert.
Unsere Teams und unsere Leitungen geben ihr Bestes, damit die Kinder einen reibungslosen Übergang haben. Als Träger sind wir uns der Verantwortung bewusst. Unsere Leitungen haben immer wieder Beteiligungsformate zur Verfügung gestellt und waren für Gespräche offen, um den aktuellen Informationsstand weiterzugeben. Neben mir steht auch der Vorstand für Gespräche zur Verfügung.
Frage 1: Gutachten: Wie ist der aktuelle Stand hinsichtlich eines Gutachtens, das Ihnen als Träger bescheinigt, dass die neue Immobilie gesundheitlich unbedenklich ist?
Wie zum Elternabend erwähnt, werden wir die Eltern der Kita Das Samenkorn und Unter dem Regenbogen über Neuigkeiten auf dem Laufenden halten. Am 25.09. gab es eine Information an alle Eltern, in der wir über den aktuellen Arbeitsstand informiert haben. Daran hat sich nichts geändert. Das Amt für Jugend und Familie hat ein erneutes Raumluftgutachten in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse erwarten wir in Kürze. Sobald diese vorliegen, werden wir darüber die Familien der Kita Das Samenkorn und Unter dem Regenbogen informieren.
Frage 2: Konzept und Personal: Wie ist der Stand bezüglich eines entsprechenden pädagogischen Konzepts der neuen Kita einschließlich der Wahl des Essensanbieters und der Übernahme von derzeitigen Angestellten?
Am 15.10. hat unsere Leitung der Kita Das Samenkorn einen Elternnachmittag veranstaltet. Hier sind Leitung und Eltern ganz konkret über Eingewöhnungen, Gartengestaltung und den aktuellen Stand ins Gespräch gekommen. Wir können nur ermuntern, solche Formate zu nutzen. Grundsätzlich werden wir die Konzepte der Kita Das Samenkorn und Unter dem Regenbogen zusammenwachsen lassen. Auf der Homepage können Sie dazu erste Informationen nachlesen. Einen Jahresplan haben wir mit allen Eltern besprochen, so dass Sicherheiten bestehen, welche Veranstaltungen geplant sind. Die beiden Kita-Teams werden ein internes Konzept zur pädagogischen Arbeit entwickeln. Das braucht Zeit und Austausch. Als Träger wollen wir ein solches Konzept nicht den Mitarbeitenden überstülpen, sondern es darf gemeinsam wachsen.
Die Wahl des Essensanbieters ist noch nicht entschieden.
Wir wollen gern alle unsere Mitarbeitenden mit in die Kita in die Paul-Küstner-Straße nehmen. Dies haben wir ebenfalls bereits kommuniziert. Aber auch wirmüssen abwarten, ob alle Mitarbeitenden mit umziehen wollen. Derzeit haben wir keine gegenteiligen Informationen.
Frage 3: Außenanlagen: Wie soll mit der deutlich begrenzten Fläche des neuen Kita-Hofs umgegangen werden – insbesondere vor dem Hintergrund, dass in den Jahren 2024 und 2025 bereits nur sehr wenige Ausflüge (abgesehen von den Vorschulkindern) stattfinden konnten?
Die Außenanlage ist nach den regulären Bauvorschriften für Kindertagesstätten konzipiert. Demnach haben bei voller Auslastung 105 Kinder genügend Spielraum im Außengelände. Unabhängig davon sind auch in 2025 viele Ausflüge geplant. Unser Waldgrundstück und die Natur sind durch den Standort noch besser erreichbar. Ich möchte sehr gern die Worte unserer Leiterin der Kita Das Samenkorn ergänzen: „Als Leitung dieser Kita kann ich mit Stolz sagen, dass unser Team – vor allem meine Kolleginnen – mit viel Herz und Kreativität die Ideen umsetzt und auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen.“
Frage 4: Elternbeteiligung: Warum wurde die Elternschaft aufgefordert, Namensvorschläge für die neue Kita einzureichen, wenn laut Bereichsleitung die endgültige Entscheidung ausschließlich beim Vorstand liegt? Wurden in diesem Zusammenhang auch die Eltern der Kita Unter dem Regenbogen eingebunden?
Richtig ist, dass die Namensgebung am Ende die Zustimmung des Verwaltungsrates benötigt. Das Vorschlagsrecht liegt allerdings beim Fachbereich Kindertagesstätten. Den Wunsch, sich an der Namensgebung zu beteiligen haben wir auf dem Informationsabend der Eltern der Kita Das Samenkorns sehr deutlich wahrgenommen. In einem Elterncafé haben wir ein beteiligendes Format gewählt, um Namensvorschläge einzubringen und waren davon ausgegangen, dass dies den Wunsch der Elternschaft aufgreift. Die Teams beider Kitas, wie auch die Eltern der Kita Unter dem Regenbogen konnten Namensvorschläge abgeben.
Neben der Beantwortung den von Ihnen gestellten Fragen ist es uns ein Anliegen, auf das Thema der Inklusion in der Petition einzugehen, auch wenn wir die Beantwortung ebenfalls im Elternabend und Gesprächen bereits gegeben haben.
Sie beschreiben die Kita Das Samenkorn mit einem inklusiven Charakter. Durch unsere Zusammenarbeit mit den Lindenwerkstätten erleben die Kinder täglich Menschen mit Behinderungen. Wir werden die Zusammenarbeit mit den Lindenwerkstätten beibehalten, auch wenn wir nicht mehr an diesem Standort sein werden. Momentan dürfen wir in der Kita Das Samenkorn keine Kinder mit Behinderungen aufnehmen. Das lässt die derzeitige Betriebserlaubnis nicht zu, da wir die räumlichen Voraussetzungen und Barrierefreiheit nicht bieten. Somit können wir leider gar nicht so inklusiv arbeiten, wie sich das unser Team wünscht. Am neuen Standort werden wir auch Kindern mit besonderen Bedarfen in unseren Kindergartengruppen betreuen dürfen.
Die Beantwortung der gestellten Fragen werden wir allen Eltern der Kita Das Samenkorn und der Kita Unter dem Regenbogen über HortPro zur Verfügung stellen.
Wir hoffen Ihre Fragen beantwortet zu haben und bauen auf eine positive Zusammenarbeit, so dass wir gemeinsam das Beste für unsere Kinder erreichen können."
- Es bleibt also abzuwarten, was das Ergebnis des neuen Gutachtens sein wird.
- Es wäre wünschenswert, wenn alle Mitarbeitenden auch ins neuen Haus übernommen werden können
- Leider ist nicht klar, welche "Beteiligungsformate" den Eltern in der Vergangenheit konkret angeboten wurden. Eine Nachfrage dazu geht raus.