10jähriges Fällmoratorium zum Schutz des Baerler Buschs und Instandsetzung der Rückegassen

10jähriges Fällmoratorium zum Schutz des Baerler Buschs und Instandsetzung der Rückegassen

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Kai Lang und 16 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wir, die Bürgerinitiative Baerler Busch, fordern den Regionalverband Ruhr (RVR) auf, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen und den Baerler Busch konsequent zu schützen.  

Deshalb rufen wir den RVR auf, nach den seit 2018 durchgeführten Fällmaßnahmen mit z.T. verheerenden ökologischen Folgen ein Fällmoratorium für den Baerler Busch für die Dauer von 10 Jahren auszusprechen. In dieser Zeit können nur spezifische Pflegemaßnahmen vorgenommen werden. Nach 10 Jahren soll eine Zwischenbilanz mit wissenschaftlicher Begleitung über die Entwicklung und Zukunft des Waldes erfolgen.

Außerdem fordern wir den RVR auf, die Rückegassen zu sanieren.

Begründung: 
Bei den in großen Teilen katastrophalen Fällmaßnahmen 2018 und 2019 in den zwei Dritteln des Baerler Buschs wurden u.a. große Kahlschlagflächen produziert. Durch die Fällung sehr vieler, auch alter Bäume wurde das für das Waldklima so wichtige Kronendach in vielen Teilen zerstört. Der Ärger über diese rigorose und inkompetente forstwirtschaftliche Zerstörung ganzer Waldareale hat die Gründung der Bürgerinitiative Baerler Busch ausgelöst. Wir engagieren uns seitdem u.a. für ein ökologisches Waldkonzept, für die Einrichtung einer Naturwaldzelle von mindestens 100 ha, den Aufbau eines artenreichen Erholungswaldes und die Zertifizierung und Kontrolle durch eine unabhängige Institution (z. B. FSC). Die BI erreichte durch ihren öffentlichen Protest, dass der RVR das letzte Drittel des ca. 320 ha großen Waldgebietes etwas moderater bewirtschaftete.

Bei der Durchforstung im Winter 2026 wurden jedoch erneut große Areale des Waldes durch die unnötige Verlängerung alter Rückegassen (Maschinenwege) massiv durch eine nahezu irreversible Verdichtung des Waldbodens geschädigt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet in einer der waldärmsten Regionen Nordrhein-Westfalens zukünftig weitere Fällungen stattfinden sollen, anstatt die verbliebenen Waldflächen konsequent unter Schutz zu stellen. Der Baerler Busch nimmt daher eine Schlüsselrolle ein. Er ist weit mehr als nur ein forstwirtschaftliches Waldgebiet. Er ist ein wertvoller Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bevölkerung und ein unverzichtbarer Bestandteil des regionalen Klimaschutzes. 

Daher ist der Baerler Busch kein „beliebiger Wald“. Hier befinden sich die letzten verbliebenen Rückzugsräume in einer ohnehin ökologisch benachteiligten Landschaft. Wer hier Bäume fällt, trifft nicht nur einzelne Flächen – sondern schwächt ein ohnehin fragiles Ökosystem weiter. Jeder gefällte Baum ist nicht einfach ersetzbar – er ist ein Verlust, der über Jahrzehnte spürbar bleibt.

In Zeiten von Klimawandel, Artensterben und zunehmender Flächenversiegelung kommt bestehenden Wäldern eine herausragende Bedeutung zu. Jeder gefällte Baum verschärft diese Probleme – während intakte Wälder aktiv zur CO₂-Speicherung, Kühlung und Luftreinigung beitragen. Trotz steigender Temperaturen, trockener Sommer und dem schleichenden Verlust von Natur werden genau die Flächen reduziert, die dagegen helfen würden. So ist ein 10-jähriges Fällmoratorium ein längst überfälliger Schritt! 

Ein langfristiges Moratorium würde

  • eine Regenerierung des Waldes ermöglichen
  • die ökologische Stabilität des Waldes durch ein entsprechendes Waldkonzept sichern
  • den Wald als Naherholungsgebiet dauerhaft erhalten 
  • ein Modellprojekt für eine nachhaltige Forstpolitik ermöglichen

www.bi-baerler-busch.de

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Kai Lang und 16 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wir, die Bürgerinitiative Baerler Busch, fordern den Regionalverband Ruhr (RVR) auf, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen und den Baerler Busch konsequent zu schützen.  

Deshalb rufen wir den RVR auf, nach den seit 2018 durchgeführten Fällmaßnahmen mit z.T. verheerenden ökologischen Folgen ein Fällmoratorium für den Baerler Busch für die Dauer von 10 Jahren auszusprechen. In dieser Zeit können nur spezifische Pflegemaßnahmen vorgenommen werden. Nach 10 Jahren soll eine Zwischenbilanz mit wissenschaftlicher Begleitung über die Entwicklung und Zukunft des Waldes erfolgen.

Außerdem fordern wir den RVR auf, die Rückegassen zu sanieren.

Begründung: 
Bei den in großen Teilen katastrophalen Fällmaßnahmen 2018 und 2019 in den zwei Dritteln des Baerler Buschs wurden u.a. große Kahlschlagflächen produziert. Durch die Fällung sehr vieler, auch alter Bäume wurde das für das Waldklima so wichtige Kronendach in vielen Teilen zerstört. Der Ärger über diese rigorose und inkompetente forstwirtschaftliche Zerstörung ganzer Waldareale hat die Gründung der Bürgerinitiative Baerler Busch ausgelöst. Wir engagieren uns seitdem u.a. für ein ökologisches Waldkonzept, für die Einrichtung einer Naturwaldzelle von mindestens 100 ha, den Aufbau eines artenreichen Erholungswaldes und die Zertifizierung und Kontrolle durch eine unabhängige Institution (z. B. FSC). Die BI erreichte durch ihren öffentlichen Protest, dass der RVR das letzte Drittel des ca. 320 ha großen Waldgebietes etwas moderater bewirtschaftete.

Bei der Durchforstung im Winter 2026 wurden jedoch erneut große Areale des Waldes durch die unnötige Verlängerung alter Rückegassen (Maschinenwege) massiv durch eine nahezu irreversible Verdichtung des Waldbodens geschädigt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet in einer der waldärmsten Regionen Nordrhein-Westfalens zukünftig weitere Fällungen stattfinden sollen, anstatt die verbliebenen Waldflächen konsequent unter Schutz zu stellen. Der Baerler Busch nimmt daher eine Schlüsselrolle ein. Er ist weit mehr als nur ein forstwirtschaftliches Waldgebiet. Er ist ein wertvoller Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bevölkerung und ein unverzichtbarer Bestandteil des regionalen Klimaschutzes. 

Daher ist der Baerler Busch kein „beliebiger Wald“. Hier befinden sich die letzten verbliebenen Rückzugsräume in einer ohnehin ökologisch benachteiligten Landschaft. Wer hier Bäume fällt, trifft nicht nur einzelne Flächen – sondern schwächt ein ohnehin fragiles Ökosystem weiter. Jeder gefällte Baum ist nicht einfach ersetzbar – er ist ein Verlust, der über Jahrzehnte spürbar bleibt.

In Zeiten von Klimawandel, Artensterben und zunehmender Flächenversiegelung kommt bestehenden Wäldern eine herausragende Bedeutung zu. Jeder gefällte Baum verschärft diese Probleme – während intakte Wälder aktiv zur CO₂-Speicherung, Kühlung und Luftreinigung beitragen. Trotz steigender Temperaturen, trockener Sommer und dem schleichenden Verlust von Natur werden genau die Flächen reduziert, die dagegen helfen würden. So ist ein 10-jähriges Fällmoratorium ein längst überfälliger Schritt! 

Ein langfristiges Moratorium würde

  • eine Regenerierung des Waldes ermöglichen
  • die ökologische Stabilität des Waldes durch ein entsprechendes Waldkonzept sichern
  • den Wald als Naherholungsgebiet dauerhaft erhalten 
  • ein Modellprojekt für eine nachhaltige Forstpolitik ermöglichen

www.bi-baerler-busch.de

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