صدای همبستگی برای مهاجرین افغانستانی در ایران

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Sayed Liaqat und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Voice of Solidarity for Afghan Refugees in Iran

Stimme der Solidarität für afghanische Flüchtlinge im Iran

 

 

 

 

 

 

------------------------------------------Deutsche Version-----------------------------------------------

Stimme der Solidarität für afghanische Flüchtlinge im Iran

Seit über vier Jahrzehnten leben Millionen afghanischer Flüchtlinge im Iran. Einige Familien sind bereits seit Generationen dort ansässig, während andere erst in den letzten Jahren hinzugekommen sind.

Viele dieser Menschen waren gezwungen, aufgrund von Krieg, Unsicherheit und weit verbreiteter Gewalt in Afghanistan ihre Heimat zu verlassen. Diese Erfahrungen prägen weiterhin ihre Sicherheitslage sowie ihre sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen.

In Afghanistan haben in den letzten Jahren weitreichende Einschränkungen im Bildungsbereich insbesondere beim Zugang von Mädchen zu Bildung sowie soziale und zivile Beschränkungen die Situation für große Teile der Bevölkerung erheblich verschärft. Besonders Frauen und Mädchen sind betroffen, was ihre Chancen auf Bildung, persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe stark einschränkt und ein wesentlicher Faktor für anhaltende Migration ist.

Gleichzeitig hat der Iran über mehr als vier Jahrzehnte hinweg eine bedeutende Rolle bei der Aufnahme von Millionen afghanischer Flüchtlinge gespielt und vielen von ihnen eine Lebensgrundlage ermöglicht.

Dennoch stehen viele afghanische Flüchtlinge im Iran weiterhin vor erheblichen Herausforderungen beim Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Bankdienstleistungen, stabilem Aufenthaltsstatus und nachhaltigen Lebensmöglichkeiten. Diese Situation ist eng mit rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen verbunden.

In vielen Fällen führen diese Einschränkungen zu erhöhter Verwundbarkeit, Unsicherheit im Aufenthaltsstatus sowie zu schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen.

Dies ist nicht nur eine statistische Frage, sondern die Realität von Menschen, die es verdienen, gesehen und unterstützt zu werden.

Dies ist kein politisches Thema, sondern eine humanitäre und menschenrechtliche Angelegenheit.

Angesichts der anhaltenden Auswirkungen von Krieg und Unsicherheit in der Region verschärfen wirtschaftliche Instabilität und soziale Unsicherheiten die Situation afghanischer Flüchtlinge im Iran zusätzlich.

Die Folgen von Krieg und Unsicherheit haben die ohnehin prekäre Lage dieser Menschen weiter verschärft und sie in eine noch verletzlichere und fragilere Situation gebracht.

Gleichzeitig ist eine Rückkehr nach Afghanistan für viele mit erheblichen Risiken verbunden. Insbesondere Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten, Frauen sowie Personen, die zuvor in staatlichen Institutionen, Medien oder zivilgesellschaftlichen Organisationen tätig waren, könnten bei einer Rückkehr Risiken wie Inhaftierung, Gewalt oder sogar schwere Strafen, einschließlich der Todesstrafe, ausgesetzt sein.

Begrenzter Zugang zu rechtlichem Schutz, fehlende Vertretung sowie mangelnder Zugang zu internationalen Plattformen erschweren es diesen Menschen zusätzlich, ihre Rechte wirksam zu vertreten.

Im Rahmen internationaler Menschenrechts- und Schutzmechanismen, insbesondere unter Berücksichtigung der Prinzipien von UNHCR, ist es unerlässlich, der Situation afghanischer Flüchtlinge im Iran besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Dazu gehören der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, rechtlicher Schutz sowie die Einhaltung des Grundsatzes der Nicht-Zurückweisung.

Angesichts des hohen Maßes an Verwundbarkeit ist es notwendig, dass internationale Organisationen und Staaten verstärkt Maßnahmen ergreifen und Möglichkeiten für internationalen Schutz, einschließlich Unterstützungsprogramme und wenn möglich Neuansiedlung, prüfen.

Darüber hinaus besteht ein erheblicher Teil dieser Gemeinschaft aus gut ausgebildeten und qualifizierten Fachkräften, deren Potenzial derzeit aufgrund bestehender Einschränkungen nicht ausreichend genutzt wird, die jedoch einen wertvollen Beitrag zu aufnehmenden Gesellschaften leisten könnten.

Angesichts der aktuellen Situation ist ein rasches und koordiniertes Handeln dringend erforderlich.

Wir, eine Gruppe afghanischer Fachkräfte und engagierter Personen im Ausland, bemühen uns, die Stimme dieser Gemeinschaft zu sein nicht zur Konfrontation, sondern zur Förderung von Zusammenarbeit, Aufmerksamkeit und nachhaltigen humanitären Lösungen.

Diese Initiative ist vollständig neutral, unpolitisch und auf humanitären Prinzipien basiert.

✍️ Mit Ihrer Unterschrift kann diese Stimme gestärkt werden.
     

     Bitte unterstützen Sie diese Petition und teilen Sie sie weiter.

-------------------------------------------English Version--------------------------------------

Voice of Solidarity for Afghan Refugees in Iran


For more than four decades, millions of Afghan refugees have been living in Iran. Some families have been there for generations, while others have arrived more recently.

Many of these individuals were forced to leave their homes due to war, insecurity, and widespread violence in Afghanistan. These experiences continue to shape their security, social, and economic conditions.

In Afghanistan, in recent years, severe restrictions on education especially limiting girls’ access to schooling along with broader social and civil constraints, have significantly worsened conditions for large parts of the population. This situation particularly affects women and girls, reducing their opportunities for education, personal development, and social participation, and remains a key driver of continued migration.

At the same time, Iran has played a significant role over the past four decades in hosting millions of Afghan refugees and providing them with a place to live.

However, many Afghan refugees in Iran still face serious challenges in accessing basic services such as education, healthcare, banking services, stable legal status, and sustainable livelihoods. These challenges are closely linked to existing legal and structural conditions.

In many cases, these limitations increase vulnerability, create uncertainty regarding residency status, and lead to difficult economic and social conditions.

This is not merely a statistical issue, but the lived reality of people who deserve to be seen and supported.

This is not a political issue, but a humanitarian and human rights concern.

In a region still affected by the consequences of war and instability, economic pressures and social insecurity further worsen the situation of Afghan refugees in Iran.

The impacts of war and insecurity have significantly intensified their already fragile conditions, placing them in even more vulnerable and precarious situations.

At the same time, returning to Afghanistan poses serious risks for many individuals. Members of ethnic and religious minorities, women, and those who previously worked in government institutions, media, or civil society organizations may face risks such as detention, violence, or even severe punishments, including the death penalty.

Limited access to legal protection, lack of representation, and restricted access to international platforms further prevent these individuals from effectively advocating for their rights.

Within the framework of international human rights and protection mechanisms, particularly the principles upheld by UNHCR, it is essential to give special attention to the situation of Afghan refugees in Iran. This includes ensuring access to basic services, legal protection, and respect for the principle of non-refoulement.

Given the high level of vulnerability, it is crucial for international organizations and states to take stronger action and explore pathways for international protection, including support programs and, where possible, resettlement.

Furthermore, a significant portion of this population consists of educated and skilled individuals whose potential remains underutilized due to existing limitations, yet who could contribute meaningfully to host societies.

Given the current circumstances, urgent and coordinated action is needed.

We, a group of Afghan professionals and engaged individuals living abroad, seek to give a voice to this community not for confrontation, but to promote cooperation, awareness, and sustainable humanitarian solutions.

This initiative is entirely neutral, non-political, and based on humanitarian principles.

✍️ Your signature can help amplify this voice.

      Please sign and share this petition.

 

 

 

 

 

 

 

avatar of the starter
Sedaye MohajerPetitionsstarter*inجمعی از افغانستانی‌های تحصیل‌کرده و فعال در خارج از کشور

43

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Sayed Liaqat und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Voice of Solidarity for Afghan Refugees in Iran

Stimme der Solidarität für afghanische Flüchtlinge im Iran

 

 

 

 

 

 

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Stimme der Solidarität für afghanische Flüchtlinge im Iran

Seit über vier Jahrzehnten leben Millionen afghanischer Flüchtlinge im Iran. Einige Familien sind bereits seit Generationen dort ansässig, während andere erst in den letzten Jahren hinzugekommen sind.

Viele dieser Menschen waren gezwungen, aufgrund von Krieg, Unsicherheit und weit verbreiteter Gewalt in Afghanistan ihre Heimat zu verlassen. Diese Erfahrungen prägen weiterhin ihre Sicherheitslage sowie ihre sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen.

In Afghanistan haben in den letzten Jahren weitreichende Einschränkungen im Bildungsbereich insbesondere beim Zugang von Mädchen zu Bildung sowie soziale und zivile Beschränkungen die Situation für große Teile der Bevölkerung erheblich verschärft. Besonders Frauen und Mädchen sind betroffen, was ihre Chancen auf Bildung, persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe stark einschränkt und ein wesentlicher Faktor für anhaltende Migration ist.

Gleichzeitig hat der Iran über mehr als vier Jahrzehnte hinweg eine bedeutende Rolle bei der Aufnahme von Millionen afghanischer Flüchtlinge gespielt und vielen von ihnen eine Lebensgrundlage ermöglicht.

Dennoch stehen viele afghanische Flüchtlinge im Iran weiterhin vor erheblichen Herausforderungen beim Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Bankdienstleistungen, stabilem Aufenthaltsstatus und nachhaltigen Lebensmöglichkeiten. Diese Situation ist eng mit rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen verbunden.

In vielen Fällen führen diese Einschränkungen zu erhöhter Verwundbarkeit, Unsicherheit im Aufenthaltsstatus sowie zu schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen.

Dies ist nicht nur eine statistische Frage, sondern die Realität von Menschen, die es verdienen, gesehen und unterstützt zu werden.

Dies ist kein politisches Thema, sondern eine humanitäre und menschenrechtliche Angelegenheit.

Angesichts der anhaltenden Auswirkungen von Krieg und Unsicherheit in der Region verschärfen wirtschaftliche Instabilität und soziale Unsicherheiten die Situation afghanischer Flüchtlinge im Iran zusätzlich.

Die Folgen von Krieg und Unsicherheit haben die ohnehin prekäre Lage dieser Menschen weiter verschärft und sie in eine noch verletzlichere und fragilere Situation gebracht.

Gleichzeitig ist eine Rückkehr nach Afghanistan für viele mit erheblichen Risiken verbunden. Insbesondere Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten, Frauen sowie Personen, die zuvor in staatlichen Institutionen, Medien oder zivilgesellschaftlichen Organisationen tätig waren, könnten bei einer Rückkehr Risiken wie Inhaftierung, Gewalt oder sogar schwere Strafen, einschließlich der Todesstrafe, ausgesetzt sein.

Begrenzter Zugang zu rechtlichem Schutz, fehlende Vertretung sowie mangelnder Zugang zu internationalen Plattformen erschweren es diesen Menschen zusätzlich, ihre Rechte wirksam zu vertreten.

Im Rahmen internationaler Menschenrechts- und Schutzmechanismen, insbesondere unter Berücksichtigung der Prinzipien von UNHCR, ist es unerlässlich, der Situation afghanischer Flüchtlinge im Iran besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Dazu gehören der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, rechtlicher Schutz sowie die Einhaltung des Grundsatzes der Nicht-Zurückweisung.

Angesichts des hohen Maßes an Verwundbarkeit ist es notwendig, dass internationale Organisationen und Staaten verstärkt Maßnahmen ergreifen und Möglichkeiten für internationalen Schutz, einschließlich Unterstützungsprogramme und wenn möglich Neuansiedlung, prüfen.

Darüber hinaus besteht ein erheblicher Teil dieser Gemeinschaft aus gut ausgebildeten und qualifizierten Fachkräften, deren Potenzial derzeit aufgrund bestehender Einschränkungen nicht ausreichend genutzt wird, die jedoch einen wertvollen Beitrag zu aufnehmenden Gesellschaften leisten könnten.

Angesichts der aktuellen Situation ist ein rasches und koordiniertes Handeln dringend erforderlich.

Wir, eine Gruppe afghanischer Fachkräfte und engagierter Personen im Ausland, bemühen uns, die Stimme dieser Gemeinschaft zu sein nicht zur Konfrontation, sondern zur Förderung von Zusammenarbeit, Aufmerksamkeit und nachhaltigen humanitären Lösungen.

Diese Initiative ist vollständig neutral, unpolitisch und auf humanitären Prinzipien basiert.

✍️ Mit Ihrer Unterschrift kann diese Stimme gestärkt werden.
     

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Voice of Solidarity for Afghan Refugees in Iran


For more than four decades, millions of Afghan refugees have been living in Iran. Some families have been there for generations, while others have arrived more recently.

Many of these individuals were forced to leave their homes due to war, insecurity, and widespread violence in Afghanistan. These experiences continue to shape their security, social, and economic conditions.

In Afghanistan, in recent years, severe restrictions on education especially limiting girls’ access to schooling along with broader social and civil constraints, have significantly worsened conditions for large parts of the population. This situation particularly affects women and girls, reducing their opportunities for education, personal development, and social participation, and remains a key driver of continued migration.

At the same time, Iran has played a significant role over the past four decades in hosting millions of Afghan refugees and providing them with a place to live.

However, many Afghan refugees in Iran still face serious challenges in accessing basic services such as education, healthcare, banking services, stable legal status, and sustainable livelihoods. These challenges are closely linked to existing legal and structural conditions.

In many cases, these limitations increase vulnerability, create uncertainty regarding residency status, and lead to difficult economic and social conditions.

This is not merely a statistical issue, but the lived reality of people who deserve to be seen and supported.

This is not a political issue, but a humanitarian and human rights concern.

In a region still affected by the consequences of war and instability, economic pressures and social insecurity further worsen the situation of Afghan refugees in Iran.

The impacts of war and insecurity have significantly intensified their already fragile conditions, placing them in even more vulnerable and precarious situations.

At the same time, returning to Afghanistan poses serious risks for many individuals. Members of ethnic and religious minorities, women, and those who previously worked in government institutions, media, or civil society organizations may face risks such as detention, violence, or even severe punishments, including the death penalty.

Limited access to legal protection, lack of representation, and restricted access to international platforms further prevent these individuals from effectively advocating for their rights.

Within the framework of international human rights and protection mechanisms, particularly the principles upheld by UNHCR, it is essential to give special attention to the situation of Afghan refugees in Iran. This includes ensuring access to basic services, legal protection, and respect for the principle of non-refoulement.

Given the high level of vulnerability, it is crucial for international organizations and states to take stronger action and explore pathways for international protection, including support programs and, where possible, resettlement.

Furthermore, a significant portion of this population consists of educated and skilled individuals whose potential remains underutilized due to existing limitations, yet who could contribute meaningfully to host societies.

Given the current circumstances, urgent and coordinated action is needed.

We, a group of Afghan professionals and engaged individuals living abroad, seek to give a voice to this community not for confrontation, but to promote cooperation, awareness, and sustainable humanitarian solutions.

This initiative is entirely neutral, non-political, and based on humanitarian principles.

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Sedaye MohajerPetitionsstarter*inجمعی از افغانستانی‌های تحصیل‌کرده و فعال در خارج از کشور

Die Entscheidungsträger*innen

International Organization for Migration IOM
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