Überpopulation der Saatkrähe am Niederrhein - Schutzstatus anpassen, Maßnahmen ermöglichen

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Das Problem

Die hoch geschützten Saatkrähenbestände in den Städten am Niederrhein haben ein Maß erreicht, das für die Bevölkerung nicht mehr tragbar ist. Wir fordern daher eine Anpassung des Schutzstatus und die Freigabe wirksamer Maßnahmen zur Bestandsregulierung.

Konkret fordern wir:

Herabstufung des Schutzstatus der Saatkrähe (Corvus frugilegus) in urbanen Problemgebieten von "streng geschützt" auf ein Maß, das ein aktives Management zulässt.
Genehmigung und Förderung von Vergrämungsmaßnahmen in Brut- und Schlafplatz-Schwerpunkten, auch während der Brutzeitvorbereitung.
Zulassung einer kontrollierten, fachlich begleiteten Bestandsreduzierung durch lizenzierte Fachleute, wo Vergrämung allein nicht ausreicht.
Erstellung eines regionalen Managementplans Saatkrähe Niederrhein für die Städte Rees, Emmerich, Kleve, Wesel, Goch u.a.

Begründung:

Seit mehreren Jahren beobachten wir in vielen Städten am Niederrhein eine rasante, unkontrollierte Vermehrung der Saatkrähe. Kolonien mit mehreren hundert Nestern mitten in Wohngebieten sind keine Seltenheit mehr. Der strenge Schutzstatus aus einer Zeit, als die Art bedroht war, entspricht nicht mehr der heutigen Realität vor Ort.

Die Folgen für die Bevölkerung sind massiv:

1. Hygiene und Gesundheit: Unter den Kolonien sind Gehwege, Spielplätze, Parkplätze, Schulhöfe und Außenflächen von Gastronomie stark und dauerhaft verkotet. Die Flächen sind nur noch eingeschränkt nutzbar und stellen ein hygienisches Problem dar. Beispielhaft sei hier der Reeser Stadtpark und die starke Verkotung vor der dortigen Apotheke genannt.

2. Müll und Schädlinge: Saatkrähen plündern systematisch Abfalleimer, Gelbe Säcke und Mülltonnen. Der verstreute Müll verschmutzt ganze Straßenzüge, zieht Ratten an und erhöht den Reinigungsaufwand der Kommunen erheblich.

3. Unzumutbare Lärmbelästigung: Besonders von Februar bis Juli herrscht durch das permanente Krächzen hunderter Vögel ab den frühen Morgenstunden eine extreme Geräuschkulisse. Schlafen bei offenem Fenster, Homeoffice und Aufenthalt im Freien sind in betroffenen Vierteln unmöglich.

4. Verlust der Lebensqualität: Anwohner können ihre Gärten und Balkone nicht mehr nutzen. Der Wert von Immobilien und die Attraktivität unserer Innenstädte leidet.

Wir sind uns unserer Verantwortung für den Artenschutz bewusst. Artenschutz darf aber nicht bedeuten, dass der Schutz einer einzelnen, hier in Massen vorkommenden Art über die Gesundheit, die Hygiene und die Lebensqualität der Menschen gestellt wird.

Es geht uns nicht um eine Ausrottung, sondern um ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Mensch und Tier. Andere Kommunen in Deutschland zeigen, dass ein aktives Krähenmanagement funktioniert.

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Heinz VetterPetitionsstarter*in

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