
Stefan Schubert zitiert in seinem Buch „Die Destabilisierung Deutschlands“ (S. 93) den BND-Präsidenten Bruno Kahl, der prognostiziere, dass es durch die deutsche Entwicklungshilfe sogar zu einem Anwachsen der Flüchtlingsströme kommen werde. Das künftige Migrationsszenario knüpfte der BND-Chef an die Bevölkerungsprognosen, besonders für Afrika, das jährlich um etwa 30 Millionen Menschen wächst. Seit 1990 hat sich die Bevölkerungszahl in Afrika nahezu verdoppelt. Es sei fraglich, so Kahl, ob die Bekämpfung von Fluchtursachen bei „dieser Dynamik überhaupt Schritt halten“ könne. Selbst wenn es gelänge, die wirtschaftliche Lage einzelner Länder zu verbessern, werde das nicht zu weniger Migration führen, weil nur noch mehr Menschen in die Lage versetzt würden, die Reise nach Europa zu finanzieren.