Schluss mit der Diskriminierung beim Blutspenden! #BlutgruppeBUNT

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Wir fordern ein Ende der Diskriminierung beim Blutspenden! Auch in Österreich soll die sexuelle Orientierung endlich nicht mehr darüber entscheiden, wer Blut spenden darf – das muss die Bundesregierung endlich garantieren!

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Unzählige Menschen leisten in Österreich mit ihrer Blutspende Jahr für Jahr einen Beitrag zum Gesundheitssystem und helfen mit, Leben zu retten! Rund eine halbe Million Blutspenden müssen laut Angaben des Roten Kreuzes jährlich aufgebracht werden. Immer wieder suchen Blutspendeorganisationen daher dringend nach Freiwilligen und gerade in Zeiten von COVID-19 ist der Beitrag von Spender_innen für unser Gesundheitssystem wichtiger denn je. Trotzdem werden aber homo- und bisexuelle Männer noch immer bewusst von der Möglichkeit zu spenden ausgeschlossen!

Statt nach dem persönlichen Risikoverhalten von potentiellen Spender_innen zu fragen, entscheidet auch in Österreich noch immer die sexuelle Orientierung darüber, wer einen Beitrag zu unserem Gesundheitssystem leisten darf. Männer, die in den letzten 12 Monaten Sex mit einem Mann hatten (MSM), werden automatisch ausgeschlossen – das bedeutet ein De-Facto-Blutspendeverbot für Schwule und bisexuelle Männer. Und das obwohl schon heute alle Blutspenden auf mögliche Krankheiten getestet werden. Mit dieser Diskriminierung muss im Jahr 2020 endlich Schluss sein!

Seit Jahren wird in Österreich über das Ende dieses Ausschlusses von der Blutspende diskutiert. Die Abschaffung dieser Diskriminierung wurde bisher aber stets vertagt. Währenddessen machen Länder wie Bulgarien, Lettland, Portugal, Spanien oder erst seit kurzem auch Ungarn keinen Unterschied mehr aufgrund der sexuellen Orientierung von Spender_innen – dort zählt das individuelle Verhalten und nicht das Geschlecht der Sexpartner!

Daher fordern wir die österreichische Bundesregierung und insbesondere den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz dazu auf, die Diskriminierung schwuler und bisexueller Männer bei der Blutspende endlich zu beenden!

Konkret soll dazu ein Verbot jeglicher Diskriminierung, insbesondere aufgrund der sexuellen Orientierung, in der Blutspendeverordnung verankert und im Anamnesebogen für Spender_innen verankert werden!