Petition update

Alarmstufe Rot / Stärkung der Patientenrechte: dreihundert Unterzeichner in drei Tagen!

Johanna Darka
Germany

Jan 31, 2018 — Inzwischen wissen wir durch unzählige, gut recherchierte Medienberichte, wie hoch die Gefährdung von Patienten in ärztlicher Behandlung oder im Krankenhaus ist.

Das lässt sich auch am enormen Zulauf zu dieser Petition ablesen. Mein Dank geht an Euch, die zahlreichen Unterzeichner. Nur gemeinsam können wir unsere Rolle als Patienten nutzen, um endlich die negativen Seiten unseres Gesundheitssystems zu verändern.

Bislang verhindert unser auf Profit ausgerichtetes Gesundheitssystem erfolgreich, dass Behandlungsfehler-Fälle einer angemessenen Aufklärung zugeführt werden. Patienten kommen - wenn überhaupt (die Dunkelziffern dürften enorm hoch sein) - nur unter jahrzehntelangem, zermürbendem Prozess zu einer Entschädigung für ihre erlittenen Qualen und ihr hingerichtetes Leben. Die Betroffenen erfahren durch einen Behandlungsfehler immer ein "Lebenslang", wie ich in meinem Behandlungsfehler-Blog geschreiben habe (https://www.johannadarka.com/behandlungsfehler-blog/).

Deshalb setzen die Klinikkonzerne weiter auf Vertuschung und menschenunwürdige Abbügelung, denn es geht um sehr viel Geld.

Mit der Forderung nach einer generellen Beweislast-Umkehr in Arzthaftungsprozessen machen wir nun einen Faktor geltend, der dieses System in eine andere Richtung lenkt. Wir dürfen nicht zulassen, dass in unserer "Gesundheitswirtschaft" weiter skrupellose Geschäfte mit der möglichen Schädigung unserer Körper und unserer Seelen gemacht werden.

Deshalb unterzeichnet bitte dringend diese Petition!

Solange die Beweislast weiterhin auf den Schultern der schwer erkrankten Betroffenen von Behandlungsfehlern liegt, werden die Konzerne weder für angemessene Mindestzahlen von Pflegepersonal, noch für vernünftige Arbeitsbedingungen für ihre angestellten Ärzte sorgen. Warum sollten sie? Ihre Gesundheitsgeschäfte laufen doch auch so.

Wie skrupellos die Klinikkonzerne vorgehen, zeigt die Geschichte einer Abmahnung einer Krankenschwester eines Asklepios-Krankenhauses in Göttingen. Weil sie verantwortungsvoll eine schriftliche Gefährdungsanzeige ausgestellt, und an die Klinikleitung übermittelt hatte. Dabei hatte sie wegen einer personellen Unterbesetzung um die Sicherheit ihrer Patienten gesorgt!

Die Krankenschwester Lydia Schuster ist gerichtlich gegen die Abmahnung ihres Arbeitgebers vorgegangen und bekam Recht. Aber der Großkonzern Asklepios ist - natürlich - in Berufung gegangen.

Es ist das übliche Spiel mit den Einzelnen. Es geht in der „Gesundheitswirtschaft“ nur um Geld und Profit als Leitziel in der Versorgung von Patienten. Lydias Geschichte findet Ihr unter diesem Link: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Pflegepersonal-Ueberlastungsanzeigen-unterdrueckt,gefaehrdungsanzeige102.html

Statt dass Krankenhauskonzerne wie Asklepios und Helios die vorgesehenen Gefährdungsanzeigen ernst nehmen, droht man dem eigenen Personal. Dabei wurden in dem kurzen Zeitraum von zehn Monaten in nur sieben Kliniken 1.011 solcher Gefährdungsanzeigen ausgestellt! Inzwischen wurde seitens der Konzernleitung die Möglichkeit solcher Gefährdungsanzeigen schlicht unterdrückt.

Am Beispiel des Nicht-Handelns der Gesundheitssenatorin in Hamburg, Cornelia Prüfer-Storcks, sieht man, dass wir uns auch nicht auf unsere Politiker verlassen können. Über Jahre hinweg hat sich politisch rein gar nichts getan, was die Sicherheit der Patienten in ärztlicher Behandlung erhöhen könnte.

Der Bericht von Panorama 3 des NDR, den ich Euch hier anhänge, stammt von 2015. Aber er beschreibt auf anschauliche Weise, dass sich ohne eine Veränderung der Beweislast nichts ändert.

Deshalb fordern wir jetzt die Beweislast-Umkehr in Behandlungsfehler-Fällen!
Wir Patienten wollen alles daransetzen, damit dieses menschenunwürdige System abgelöst wird. Es geht um nichts weniger als um unser Leben!


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