Petition updatePatientenrechte -
Beweislast bei Behandlungsfehlern muss bei dem verursachenden Arzt liegen!Beschönigende Fallzahlen täuschen über das wahre Ausmaß von Behandlungsfehlern

Johanna DarkaGermany
Mar 23, 2017
Heute erschien wie in jedem Jahr die Statistik der Bundesärztekammer über die Fallzahlen von anerkannten Behandlungsfehlern. Immerhin kommt man nicht mehr umhin, eine Erhöhung der Fälle zuzugestehen. Man möchte sich sicherlich nicht gänzlich unglaubwürdig machen. Die Wahrheit findet aber jeder leicht zwischen den Zeilen, ich zitiere aus dem unten anzuklickenden Artikel von heute.de/ZDF:
"Rund 7.600 dieser Beschwerden wurden weiterbearbeitet - in 2.245 Fällen wurde ein ärztlicher Fehler bestätigt. In 1.845 davon wurde im vergangenen Jahr ein Behandlungsfehler beziehungsweise eine mangelnde Risikoaufklärung als Ursache für einen Gesundheitsschaden ermittelt, der laut Bundesärztekammer einen Anspruch des Patienten auf Entschädigung begründete. Bei den meisten Beschwerden - 70 Prozent - wurde hingegen kein Behandlungsfehler festgestellt."
Es ist allerdings symptomatisch, dass es immer noch keine zentrale Stelle gibt, bei der jeder einen Verdacht auf einen Behandlungsfehler äußern und diesen auch registrieren lassen kann, auch die Fälle, die vor Gericht oder direkt mit der ärztlichen Haftpflichtversicherung verhandelt werden - also nicht vor der Ärztekammer landen. Das erklärt, warum die Fallzahlen deutlich höher sind, als die Ärztekammer uns weismachen möchte. Ein wirkliches Interesse an der Aufklärung der zahlreichen Fälle und vor allem der Lage der Opfer kann so nicht dokumentiert werden.
Eklatant ist aber die entlarvende Formulierung: "ein Behandlungsfehler beziehungsweise eine mangelnde Risikoaufklärung als Ursache für einen Gesundheitsschaden" - ja, das ist es, Behandlungsfehler werden nämlich so gut wie nur im äußersten Notfall anerkannt, alle anderen aber werden zu sogenannten "Aufklärungsfehlern" erklärt. Dass dies zum Nachteil für den jeweils Betroffenen ist, wird nirgendwo erwähnt. Denn ein "Aufklärungsschaden" wiegt bei weitem nicht so schwer wie ein "Behandlungsfehler"!
Weiterhin bleiben die Betroffenen von Behandlungsfehlern komplett im Regen stehen! Nur gut 2.000 Fälle pro Jahr in ganz Deutschland?
Eine Zahl ohne jede Relevanz!
Das unselige Schicksal der Opfer von Arztfehlern wird sich erst wenden, wenn die Beweislast generell auf den jeweiligen Arzt verlagert wird!
Bitte unterzeichnet und verbreitet meine Petition!!
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