Neuigkeit zur PetitionPatientenrechte -
Beweislast bei Behandlungsfehlern muss bei dem verursachenden Arzt liegen!Wer entscheidet darüber, wieviele Behandlungsfehler es gibt?

Johanna DarkaDeutschland
07.03.2016
Vor Kurzem sendete das ZDF eine Reportage mit dem Titel "Wie gut sind unsere Krankenhäuser?" (http://www.zdf.de/zdfzeit/wie-gut-sind-unsere-krankenhaeuser-42215750.html)
Hier wurden zu Recht Missstände aufgezeigt und Zahlen genannt, die vor allem durch Statistiken seitens der AOK an die Öffentlichkeit kommen, wie zum Beispiel die Anzahl der jährlichen Behandlungsfehler in Krankenhäusern und die dadurch gestorbenen Patienten. Die Zahlen sind für jeden bedrohlich und erschreckend! Wen gruselt es nicht, wenn er akut in ein Krankenhaus muss und weiß, dass dort jährlich ca. 19.000 Patienten sterben, die bei einer richtigen und sorgfältigen Behandlung überlebt hätten, vielleicht sogar vollkommen gesund?
Es ist richtig, dass diese Zahlen insofern geschätzt sind, weil sie mit Hochrechnungen ermittelt wurden (aber sind diese z.B. bei Wahlen vollkommen unzutreffend?).
Wirklich entlarvend für die Situation in Deutschland aber ist die Reaktion der Deutschen Krankenhausgesellschaft auf die ZDF-Sendung:
„Es werden falsche Behauptungen und Fehleinschätzungen wiederholt, die längst durch Fakten widerlegt sind“, sagte der DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.
"Zum Beispiel sei es grob falsch, dass es durch Fehler in Krankenhäusern jedes Jahr zu geschätzten 19.000 Todesopfern komme. Datenbanken von Haftpflichtversicherern wiesen auf „1.200 Schadensansprüche mit Todesfallhintergrund“ hin. Von allen bearbeiteten Anträgen zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern entfielen bei den Schlichtungsstellen der Ärztekammern sogar nur 82 auf Todesfälle."
Bitte denkt einmal über diese Diskrepanz von 82 zu 19.000 Todesfällen nach. Wer stellt hier wohl Behauptungen auf?
Und ganz kraus wird es, wenn sich die Krankenhausgesellschaft direkt auf die vermeintlichen Behandlungsfehlerzahlen der großen Arzt-Haftpflichtversicherungskonzerne bezieht!! Sind dies neutrale Stellen, die dazu da sind, den Behandlungsfehler-Opfern Gerechtigkeit zukommen zu lassen? Bedeutet für die Versicherungen nicht jedes abgewimmelte, klein gemachte und ohne Menschenwürde stumm gemachte Opfer von Behandlungsfehlern einen direkten Gewinn, da man diesem oder vielleicht seinen minderjährigen Kindern keinerlei Entschädigung zu zahlen braucht?
Beides, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Haftpflichtkonzerne der Mediziner und Kliniken, sind Wirtschaftsunternehmen, mit dem alleinigen Zweck, Gewinn zu machen. Notfalls auf Kosten der Opfer!
Dass beiden in Deutschland quasi die Rolle von Auskunfteien und Rechtsprechung über Behandlungsfehler zukommt, offenbart das ganze schiefe System in Deutschland.
Die Betroffenen von Behandlungsfehlern verlieren durch diese Schieflage ihre Lebensexistenz und sind als sogenannte Einzelfälle machtlos.
Deshalb: erst eine Änderung der Beweislast wird einiges ändern und in Gang bringen können. Unterzeichnet meine Petition und verbreitet sie unter Euren Freunden.
Ihr könntet im Akutfall das nächste, momentan rechtlose Opfer sein.
Es muss endlich aufhören, dass zu Lasten von sehr krank gewordenen, hilflosen Medizinopfern geschachert und ihre Menschenrechte auf dem Profitmarkt in den Wind geschossen werden! Es ist höchste Zeit, dass sich die entsprechenden Ministerien mit diesen Fragen beschäftigen und die Unversehrtheit ihrer Bürger schützen! Wir brauchen natürlich auch ein zentrales Register zur Erhebung von Behandlungsfehler-Daten! Dies wird aber - wen wundert das - bislang nicht realisiert.
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