Actualización de la peticiónPatientenrechte -
Beweislast bei Behandlungsfehlern muss bei dem verursachenden Arzt liegen!Techniker Krankenkasse: nur jeder siebte Behandlungsfehler wird anerkannt

Johanna DarkaAlemania
28 feb 2016
Wegen der derzeitigen Beweislast-Verteilung nach dem Patientenrechtegesetz (§ 630h) einseitig auf die Schultern der Patienten wird "nach Angaben der Techniker Krankenkasse nur jeder siebte (!) angezeigte Behandlungsfehler anerkannt und führt zu Schadensersatz für die Betroffenen!"
Von den Fehlern, die in den niedergelassenen Arztpraxen passieren oder gar nicht erst vom Patienten angezeigt werden, einmal ganz zu schweigen.
"In den meisten Fällen kann der Zusammenhang zwischen Behandlung und Schaden nicht eindeutig bewiesen werden!!", so die TK weiter.
Genau hier setzt meine Kritik an. Dies wird so bleiben, bis endlich der behandelnde Arzt klar nachzuweisen hat, dass der entstandene körperlich-seelische Schaden des Patienten nicht (!) von ihm verursacht wurde.
Experten schätzen, dass jährlich allein bei den Krankenhausbehandlungen sogar in 360.000 bis 720.000 Fällen etwas schief geht. Bislang geht man seit dem AOK-Krankenhausbericht ja von ungefähr "nur" 190.000 Betroffenen von Behandlungsfehlern jährlich allein in den Kliniken aus.
Auch diese Zahlen und die Kritik der Techniker Krankenkasse zeigen, wie brisant die Situation in Deutschland tatsächlich ist, wie bedrohlich für jeden einzelnen Patienten, der krank ist und sich nicht aussuchen kann, ob er sich behandeln lässt, oder nicht.
Am Ende des Artikels wird zudem ein wichtiger Zusammenhang der derzeitigen Gesetzeslage im sogenannten "Patientenrechte-Gesetz" angeführt:
Da die überwiegende Mehrzahl der von einem Behandlungsfehler betroffenen Patienten nicht in der Lage ist (das heißt: zu krank, nicht rechtsschutzversichert, und/oder sich das viele Geld für eine Rechtsvertretung nicht leisten kann), um dem Arzt seinen Fehler zweifelsfrei (!) nachzuweisen (vor allem schon allein dadurch, dass Ärzte viel mehr Möglichkeiten der Manipulation von Krankenakten, Gutachterberichten etc. haben - und ja auch die Fitteren und die Gesunden in dieser ungleichen Situation sind), zahlen alle Mitglieder der Krankenkassen auch noch einseitig für die verursachten Behandlungsfehler, deren Kranken- und Folgekosten. Hierauf habe ich in meinem Buch "Die Wunde in mir - Misshandlung auf Krankenschein" bereits hingewiesen. Dort habe ich auch die Notwendigkeit der Einrichtung eines Fonds für Betroffene von Arztfehlern betont. Immer wieder einmal ist dies Thema von Politikern der unterschiedlichsten Richtungen. Passiert ist bisher gar nichts! Alle Initiativen versanden irgendwo.
Ärzte, die ihre Fehlbehandlung vertuschen können, verursachen - weit über das entsetzliche Leid beim einzelnen Patienten hinaus - immense Folgekosten bei den Krankenkassen und bei der Rentenversicherung. Beide müssen nämlich für den Schaden, den ein Arzt bei einem Patienten angerichtet hat, aufkommen, wenn dieser dem Mediziner nicht eindeutig angelastet werden kann (in mindestens 6 von 7 Fällen, s.o.!).
Die gesamten Folgekosten durch die Erkrankung der fehlbehandelten Patienten und ggf. lebenslange Rentenzahlungen durch Arztfehler dürften unsere Solidargemeinschaft in Deutschland jährlich mehrere Milliarden Euro kosten. Hiervon spricht bislang niemand. Und darüber erstaune ich mich ebenfalls bereits in meinem Buch.
Deshalb sollten wir alle unsere Politiker auffordern, endlich zu handeln und das "Patientenrechtegesetz" auf richtige Beine zu stellen.
Unser aller Geld soll auch für jeden von uns da sein, wenn wir krank sind und Hilfe brauchen. Und nicht für eine Reihe von Ärzten, die sich nach der heutigen Rechtslage um nichts zu kümmern brauchen! Die sich einfach unrechtmäßig aus dem großen Solidar-Topf von Krankenkassenbeiträgen und Steuergeldern bedienen dürfen. Sie verdienen weiter ohne einen einzigen Verlust. Nicht nur die Fehlbehandlung dürfen sie getrost ohne Abzug abrechnen. Dies muss ein Ende haben!
Bitte unterstützt weiter meine wichtige Petition - unterzeichnet zahlreich und gebt sie an Eure Freunde weiter!
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