Ändert bei WDR2 das Programm und die Musikauswahl

Das Problem

Seit mindestens 20 Jahren höre ich regelmäßig WDR 2, einen der bedeutendsten Radiosender in Deutschland. Über viele Jahrzehnte zeichnete sich WDR 2 durch eine gelungene Mischung aus Information und Musikauswahl aus.
Neben alltäglichen Themen gab es vor auch gut recherchierte Beiträge, politische Hintergrundinformationen und auch kritische Interviews.
Die Musik war im großen und Ganzen vielseitig und deckte das komplette Spektrum der 80er, 90er und von aktuellen Charts ab. Es war klar abgegrenzt von 1Live und WDR4. Die Moderatoren waren sehr gut und verstanden mehr von ihrem Job als nur die Uhrzeit und den nächsten Titel anzusagen.

Leider ist nicht viel davon geblieben. Insbesondere im Morgenprogramm wurden die informativen Beiträge fast komplett zusammengestrichen und durch eine oberflächliche Doppelmoderation ersetzt. Aus sachlicher Information ist flaches Infotainment geworden - teilweise noch untermalt mit Hintergrundmusik. Interviews werden bewusst kurz gehalten. Das Ganze wirkt gepresst - als ob man Angst hätte, dass Hörer gelangweilt umschalten würden. Facebook und Twitter scheint auch bei WDR2 die wichtigste Informationsbeschaffungsquelle geworden zu sein. Selbst beim Wetter und den Nachrichten zur vollen Stunde traut man sich nicht mehr, seriös und ernsthaft vorzutragen - alles muss schnell und in möglichst einfachen Sätzen präsentiert werden.

Die Musikauswahl ist an Eintönigkeit nicht mehr zu überbieten (was von vielen Hörern schon kritisiert worden ist). Jeden Tag wiederholen sich mehrfach die gleichen Songs, besonders angesagt sind schon seit Monaten(!) deutsche Popsongs, als ob es gar nichts anderes mehr gäbe. Es ist schlicht und ergreifend eine Blamage, dass eine hochkarätige Musikredaktion nicht in der Lage ist (oder sein darf), ein breiteres Spektrum abzudecken.

Meine Lösung:

Herr Intendant, bitte machen Sie einige Reformen im Programm von WDR2 wieder rückgängig!

Gerade in der heutigen Zeit, wo Politik und Information über die sozialen Medien gemacht wird und wo durch Oberflächlichkeit Vorurteile entstehen, ist der Informations- und Bildungauftrag der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten wichtiger denn je. Seriöse und kritische Berichterstattung ist nicht langweilig und abschreckend - sie stabilisiert die Demokratie, indem sie die Grundlage für die Meinungsbildung der Bevölkerung liefert.

Der WDR hat eine große Bandbreite an kritischen und guten Journalisten - diese müssen im Hörfunk das Zepter schwingen. WDR2 braucht kein Infotainment, WDR2 braucht ein abwechslungsreiches Programm aus seriöser Information und breiter Musikauswahl. Es darf nicht "das bessere WDR4 oder 1Live" sein, sondern muss sich klar und deutlich davon abgrenzen.

Machen Sie bitte nicht den Fehler, Informationstiefe durch Seichte zu ersetzen - das ist nicht nur ein Rückschritt für WDR2, sondern ein Rückschritt für die Gesellschaft.

Die Rückkehr zu einer vielfältigeren Musikauswahl sollte das kleinste Problem darstellen - die setzen ja nur um, was man ihnen vorgibt. Und früher haben sie das gut gemacht.

avatar of the starter
Dirk SchepmannPetitionsstarter*in
Diese Petition hat 165 Unterschriften erreicht

Das Problem

Seit mindestens 20 Jahren höre ich regelmäßig WDR 2, einen der bedeutendsten Radiosender in Deutschland. Über viele Jahrzehnte zeichnete sich WDR 2 durch eine gelungene Mischung aus Information und Musikauswahl aus.
Neben alltäglichen Themen gab es vor auch gut recherchierte Beiträge, politische Hintergrundinformationen und auch kritische Interviews.
Die Musik war im großen und Ganzen vielseitig und deckte das komplette Spektrum der 80er, 90er und von aktuellen Charts ab. Es war klar abgegrenzt von 1Live und WDR4. Die Moderatoren waren sehr gut und verstanden mehr von ihrem Job als nur die Uhrzeit und den nächsten Titel anzusagen.

Leider ist nicht viel davon geblieben. Insbesondere im Morgenprogramm wurden die informativen Beiträge fast komplett zusammengestrichen und durch eine oberflächliche Doppelmoderation ersetzt. Aus sachlicher Information ist flaches Infotainment geworden - teilweise noch untermalt mit Hintergrundmusik. Interviews werden bewusst kurz gehalten. Das Ganze wirkt gepresst - als ob man Angst hätte, dass Hörer gelangweilt umschalten würden. Facebook und Twitter scheint auch bei WDR2 die wichtigste Informationsbeschaffungsquelle geworden zu sein. Selbst beim Wetter und den Nachrichten zur vollen Stunde traut man sich nicht mehr, seriös und ernsthaft vorzutragen - alles muss schnell und in möglichst einfachen Sätzen präsentiert werden.

Die Musikauswahl ist an Eintönigkeit nicht mehr zu überbieten (was von vielen Hörern schon kritisiert worden ist). Jeden Tag wiederholen sich mehrfach die gleichen Songs, besonders angesagt sind schon seit Monaten(!) deutsche Popsongs, als ob es gar nichts anderes mehr gäbe. Es ist schlicht und ergreifend eine Blamage, dass eine hochkarätige Musikredaktion nicht in der Lage ist (oder sein darf), ein breiteres Spektrum abzudecken.

Meine Lösung:

Herr Intendant, bitte machen Sie einige Reformen im Programm von WDR2 wieder rückgängig!

Gerade in der heutigen Zeit, wo Politik und Information über die sozialen Medien gemacht wird und wo durch Oberflächlichkeit Vorurteile entstehen, ist der Informations- und Bildungauftrag der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten wichtiger denn je. Seriöse und kritische Berichterstattung ist nicht langweilig und abschreckend - sie stabilisiert die Demokratie, indem sie die Grundlage für die Meinungsbildung der Bevölkerung liefert.

Der WDR hat eine große Bandbreite an kritischen und guten Journalisten - diese müssen im Hörfunk das Zepter schwingen. WDR2 braucht kein Infotainment, WDR2 braucht ein abwechslungsreiches Programm aus seriöser Information und breiter Musikauswahl. Es darf nicht "das bessere WDR4 oder 1Live" sein, sondern muss sich klar und deutlich davon abgrenzen.

Machen Sie bitte nicht den Fehler, Informationstiefe durch Seichte zu ersetzen - das ist nicht nur ein Rückschritt für WDR2, sondern ein Rückschritt für die Gesellschaft.

Die Rückkehr zu einer vielfältigeren Musikauswahl sollte das kleinste Problem darstellen - die setzen ja nur um, was man ihnen vorgibt. Und früher haben sie das gut gemacht.

avatar of the starter
Dirk SchepmannPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Tom Buhrow
Tom Buhrow
Intendant
Valerie Weber
Valerie Weber
Hörfunkdirektorin des Westdeutschen Rundfunks

Neuigkeiten zur Petition

Diese Petition teilen

Petition am 6. Januar 2017 erstellt