

EZB: Statt Sparer enteignen - Zinsen zahlen
Das Problem
Millionen Bürger haben in Deutschland und der gesamten Eurozone im Vertrauen auf Geldwertstabilität gespart und für künftige Ausgaben oder als Altersvorsorge Geld zurückgelegt. Doch durch die weiterhin hohe, sogar wieder ansteigende Inflation und die Leitzins-Senkungen der EZB schrumpft der reale Wert der Sparguthaben und Altersvorsorgeverträge weiter. Ich fordere die EZB, namentlich Frau Präsidentin Lagarde, auf, diesen Wertverfall zu stoppen.
Aktuell beträgt die Inflation in Deutschland im November 2024 im Vorjahresvergleich + 2,2% (Quelle Statistisches Bundesamt). Hat früher einer hohen Inflation (Beispiel in Deutschland 1973 Inflation + 7,1%, Quelle Statista) ein hoher Zentralbank-Zinssatz ausgleichend gegenübergestanden (Diskontsatz der Bundesbank 1973/74 bis zu + 7%, Quelle Deutsche Bundesbank), so ist das mit der derzeitigen Zinspolitik der EZB kaum noch der Fall (Einlagenzins 3%, Stand 12.12.24).
Die Folge: Alle Sparkonten, abgeschlossene Altersvorsorgeverträge und wichtige Kapitalpuffer beispielsweise für die private Krankenversicherung verlieren weiterhin an Wert. Damit ist neben den Bürgern mit kleinem Einkommen, die mit den steigenden Preisen kaum zurechtkommen, auch die Mittelschicht der Gesellschaft betroffen und wird quasi kalt enteignet. Und kein Wunder: die so betroffenen Bürger konsumieren weniger!
Dass nur das sofortige Zurückfahren der Anleihekäufe (EZB-Programm APP) und die nachhaltige Erhöhung des Leitzinses darüber hinaus auch die Inflation selbst dämpfen können, ist unter führenden Ökonomen unumstritten. Ein Beispiel dazu ist der Vortrag des ehemaligen Präsidenten des Ifo-Institutes Prof. H.-W. Sinn an der österreichischen Akademie der Wissenschaften mit dem Thema "Die neue Inflation" (gesamter Vortrag als Mitschnitt).
Hinzu kommt, dass die EZB andere Teuerungsfaktoren zu sehr unterschätzt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, dessen Chef Marcel Fratscher eigentlich eher als EZB-freundlich gilt, stellt den Währungshütern ein wenig rühmliches Zeugnis aus. Die EZB hätte demnach den massiven Inflationsschub, der mit 10,6 Prozent im Oktober 2022 seien Höhepunkt fand, nicht nur verhindern können. Sie hätten ihn sogar mit verursacht, so das Fazit der Studie.
Hätte die EZB die Zinsen schneller und konsequenter erhöht, wäre die Inflationsrate nach Berechnung der Forscher nur auf maximal drei Prozent gestiegen - also auf weniger als ein Drittel der tatsächlichen Entwicklung. (Quelle: Tagesschau online vom 12.12.24)
Und wie sieht es mit dem Argument aus, dass die Wirtschaft durch die ultralockere Geldpolitik unterstützt werden müsse? Für eine gesunde wirtschaftliche Dynamik ist das Vertrauen in ein funktionierendes (Finanz-) System entscheidend - gerade das wird durch die grassierende Inflation stark beschädigt. Mangelt es doch nach wie vor nicht an Investitionsbereitschaft, sofern man sich lohnende Geschäfte verspricht. Die Wirtschaft leidet bedingt durch Spätfolgen der Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg unter stark gestiegenen Materialpreisen und hohen Energiekosten. Die derzeitige EZB - Politik ändert diese Situation nicht, sondern trägt durch weiterhin hohe und steigende Preise zu Kaufzurückhaltung und Investitionspessimismus bei.
Frau Präsidentin Lagarde - stoppen Sie die Zinssenkungen, Sie sind der Geldwertstabilität verpflichtet!
aktualisiert am 13.12.24
Foto: Quelle istockfoto.com

Das Problem
Millionen Bürger haben in Deutschland und der gesamten Eurozone im Vertrauen auf Geldwertstabilität gespart und für künftige Ausgaben oder als Altersvorsorge Geld zurückgelegt. Doch durch die weiterhin hohe, sogar wieder ansteigende Inflation und die Leitzins-Senkungen der EZB schrumpft der reale Wert der Sparguthaben und Altersvorsorgeverträge weiter. Ich fordere die EZB, namentlich Frau Präsidentin Lagarde, auf, diesen Wertverfall zu stoppen.
Aktuell beträgt die Inflation in Deutschland im November 2024 im Vorjahresvergleich + 2,2% (Quelle Statistisches Bundesamt). Hat früher einer hohen Inflation (Beispiel in Deutschland 1973 Inflation + 7,1%, Quelle Statista) ein hoher Zentralbank-Zinssatz ausgleichend gegenübergestanden (Diskontsatz der Bundesbank 1973/74 bis zu + 7%, Quelle Deutsche Bundesbank), so ist das mit der derzeitigen Zinspolitik der EZB kaum noch der Fall (Einlagenzins 3%, Stand 12.12.24).
Die Folge: Alle Sparkonten, abgeschlossene Altersvorsorgeverträge und wichtige Kapitalpuffer beispielsweise für die private Krankenversicherung verlieren weiterhin an Wert. Damit ist neben den Bürgern mit kleinem Einkommen, die mit den steigenden Preisen kaum zurechtkommen, auch die Mittelschicht der Gesellschaft betroffen und wird quasi kalt enteignet. Und kein Wunder: die so betroffenen Bürger konsumieren weniger!
Dass nur das sofortige Zurückfahren der Anleihekäufe (EZB-Programm APP) und die nachhaltige Erhöhung des Leitzinses darüber hinaus auch die Inflation selbst dämpfen können, ist unter führenden Ökonomen unumstritten. Ein Beispiel dazu ist der Vortrag des ehemaligen Präsidenten des Ifo-Institutes Prof. H.-W. Sinn an der österreichischen Akademie der Wissenschaften mit dem Thema "Die neue Inflation" (gesamter Vortrag als Mitschnitt).
Hinzu kommt, dass die EZB andere Teuerungsfaktoren zu sehr unterschätzt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, dessen Chef Marcel Fratscher eigentlich eher als EZB-freundlich gilt, stellt den Währungshütern ein wenig rühmliches Zeugnis aus. Die EZB hätte demnach den massiven Inflationsschub, der mit 10,6 Prozent im Oktober 2022 seien Höhepunkt fand, nicht nur verhindern können. Sie hätten ihn sogar mit verursacht, so das Fazit der Studie.
Hätte die EZB die Zinsen schneller und konsequenter erhöht, wäre die Inflationsrate nach Berechnung der Forscher nur auf maximal drei Prozent gestiegen - also auf weniger als ein Drittel der tatsächlichen Entwicklung. (Quelle: Tagesschau online vom 12.12.24)
Und wie sieht es mit dem Argument aus, dass die Wirtschaft durch die ultralockere Geldpolitik unterstützt werden müsse? Für eine gesunde wirtschaftliche Dynamik ist das Vertrauen in ein funktionierendes (Finanz-) System entscheidend - gerade das wird durch die grassierende Inflation stark beschädigt. Mangelt es doch nach wie vor nicht an Investitionsbereitschaft, sofern man sich lohnende Geschäfte verspricht. Die Wirtschaft leidet bedingt durch Spätfolgen der Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg unter stark gestiegenen Materialpreisen und hohen Energiekosten. Die derzeitige EZB - Politik ändert diese Situation nicht, sondern trägt durch weiterhin hohe und steigende Preise zu Kaufzurückhaltung und Investitionspessimismus bei.
Frau Präsidentin Lagarde - stoppen Sie die Zinssenkungen, Sie sind der Geldwertstabilität verpflichtet!
aktualisiert am 13.12.24
Foto: Quelle istockfoto.com

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Petition am 28. April 2022 erstellt