Ja zur Tradition, Nein zu Tierquälerei - Der Blutritt in Weingarten

Das Problem

Der Blutritt ist die vermeintlich wichtigste Tradition in der schwäbischen Stadt Weingarten. In der Prozession wird die Heilig-Blut-Reliquie durch und um Weingarten getragen – ein Brauch, der viele Jahrhunderte alt ist. Dabei hat es sich ursprünglich nicht immer um eine Reiterprozession gehandelt.


ANIMALS UNITED e.V. und die Unterzeichnenden der Petition fordern die Stadt Weingarten sowie die Katholische Kirche auf, die Prozession zum Schutz der Pferde und Menschen zu einer pferdelosen Prozession zu wandeln. 


Gründe für einen pferdelosen Blutritt


Logistische Herausforderungen schränken das Tierwohl ein.
Beim Blutritt nehmen mehr als tausend Pferde teil. Die Stadt Weingarten ist für eine solche Anzahl von Pferden nicht ausgelegt, es befinden sich zu viele Pferde auf zu wenig Raum. Das führt zu Verletzungen, wenn Pferde austreten und andere Menschen oder Pferde treffen.
Viele Reiter:innen bzw. ihre Gruppen reisen schon am Vorabend an. Die Pferde übernachten oft in ihren Transporter, und Augenzeug:innen berichten von Pferden, die über Nacht in Parkhäusern stehen. 
In der Prozession selbst rutschen Pferde durch Kot und/oder andere “Hindernisse” aus und können durchgehen, was auch ein Risiko für die Besucher:innen darstellt. 
Da Musikkapellen mit lauter Musik an der Prozession teilnehmen, müssen die Pferde über das Jahr an die Musik gewöhnt werden, was nicht immer der Fall ist. 

Gesundheitliche Versorgung der Pferde kann nicht gewährleistet werden. 
Tierärztliche Kontrollen sind vorgeschrieben, aber in der Masse an Pferden nicht umzusetzen. Ein einzelner Tierarzt/eine einzelne Tierärztin müsste mehrere Dutzend Pferde betreuen.
Augenzeug:innen berichten wiederholt von Sedierungen von Pferden vor und während der Prozession, um gestresste Pferde zu beruhigen.

Pferde sind Fluchttiere.
Es gibt keine Ausweichmöglichkeiten während der Prozession. 
Kapellen spielen teilweise auf Pferderücken, die Lautstärke verursacht Stress. 
Unzählige Videoaufnahmen belegen, dass Pferde gestresst sind (z.B. tänzeln, angelegte Ohren, schäumendes Maul)

Jedes Jahr kommt es zu Stürzen - mit teils tödlichen Folgen. 
Jedes Jahr werden Verletzungen dokumentiert und auch von Tierärzt:innen bestätigt. 
Tierschutzorganisationen und Aktivist:innen bewiesen zahlreiche Stürze in mehreren Jahren durch Videoaufnahmen. 
Pferde verenden jährlich auch an den Folgen des vom Blutritt verursachten Stresses.


Laut §1 TschG darf einem Tier ohne vernünftigen Grund kein Schaden zugefügt werden. Die zahlreichen gestressten, verletzten und verendeten Pferde beim Blutritt belegen, dass den Pferden beim Blutritt tatsächlich geschadet wird. Da die Pferde nicht essentiell für die Tradition sind, lässt sich der vernünftige Grund anzweifeln. 

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Das Problem

Der Blutritt ist die vermeintlich wichtigste Tradition in der schwäbischen Stadt Weingarten. In der Prozession wird die Heilig-Blut-Reliquie durch und um Weingarten getragen – ein Brauch, der viele Jahrhunderte alt ist. Dabei hat es sich ursprünglich nicht immer um eine Reiterprozession gehandelt.


ANIMALS UNITED e.V. und die Unterzeichnenden der Petition fordern die Stadt Weingarten sowie die Katholische Kirche auf, die Prozession zum Schutz der Pferde und Menschen zu einer pferdelosen Prozession zu wandeln. 


Gründe für einen pferdelosen Blutritt


Logistische Herausforderungen schränken das Tierwohl ein.
Beim Blutritt nehmen mehr als tausend Pferde teil. Die Stadt Weingarten ist für eine solche Anzahl von Pferden nicht ausgelegt, es befinden sich zu viele Pferde auf zu wenig Raum. Das führt zu Verletzungen, wenn Pferde austreten und andere Menschen oder Pferde treffen.
Viele Reiter:innen bzw. ihre Gruppen reisen schon am Vorabend an. Die Pferde übernachten oft in ihren Transporter, und Augenzeug:innen berichten von Pferden, die über Nacht in Parkhäusern stehen. 
In der Prozession selbst rutschen Pferde durch Kot und/oder andere “Hindernisse” aus und können durchgehen, was auch ein Risiko für die Besucher:innen darstellt. 
Da Musikkapellen mit lauter Musik an der Prozession teilnehmen, müssen die Pferde über das Jahr an die Musik gewöhnt werden, was nicht immer der Fall ist. 

Gesundheitliche Versorgung der Pferde kann nicht gewährleistet werden. 
Tierärztliche Kontrollen sind vorgeschrieben, aber in der Masse an Pferden nicht umzusetzen. Ein einzelner Tierarzt/eine einzelne Tierärztin müsste mehrere Dutzend Pferde betreuen.
Augenzeug:innen berichten wiederholt von Sedierungen von Pferden vor und während der Prozession, um gestresste Pferde zu beruhigen.

Pferde sind Fluchttiere.
Es gibt keine Ausweichmöglichkeiten während der Prozession. 
Kapellen spielen teilweise auf Pferderücken, die Lautstärke verursacht Stress. 
Unzählige Videoaufnahmen belegen, dass Pferde gestresst sind (z.B. tänzeln, angelegte Ohren, schäumendes Maul)

Jedes Jahr kommt es zu Stürzen - mit teils tödlichen Folgen. 
Jedes Jahr werden Verletzungen dokumentiert und auch von Tierärzt:innen bestätigt. 
Tierschutzorganisationen und Aktivist:innen bewiesen zahlreiche Stürze in mehreren Jahren durch Videoaufnahmen. 
Pferde verenden jährlich auch an den Folgen des vom Blutritt verursachten Stresses.


Laut §1 TschG darf einem Tier ohne vernünftigen Grund kein Schaden zugefügt werden. Die zahlreichen gestressten, verletzten und verendeten Pferde beim Blutritt belegen, dass den Pferden beim Blutritt tatsächlich geschadet wird. Da die Pferde nicht essentiell für die Tradition sind, lässt sich der vernünftige Grund anzweifeln. 

Die Entscheidungsträger*innen

Stadt Weingarten und Katholische Kirche
Stadt Weingarten und Katholische Kirche

Kommentare von Unterstützer*innen

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Petition am 18. November 2025 erstellt