
Am Freitag, den 21. März, lädt das Bündnis für eine sichere und wohnortnahe Gesundheitsversorgung im Main-Taunus-Kreis und Frankfurter Westen ab 19 Uhr in das Hofheimer Kellereigebäude ein. Im Schönbornsaal wird die Dokumentation „Höchstens vier Wochen“ über den größten und längsten Krankenhausstreik in der deutschen Geschichte gezeigt. Der Eintritt ist frei.
Am 4. Mai 2022 traten an allen Unikliniken in Nordrhein-Westfalen die Beschäftigten in den Streik. Ihre Forderung: nicht mehr Lohn, sondern ein Tarifvertrag Entlastung. Entlastung bedeutet Zeit am und für Patientinnen und Patienten, angemessene Arbeitsbedingungen gegen das frühe Ausbrennen und den ständigen Verlust von Personal. Der Demonstrationsruf „Mehr von uns ist besser für alle“ wird deutschlandweit ihr Erkennungszeichen. Denn während zu Beginn der Corona-Pandemie auch auf deutschen Balkonen für Pflegekräfte geklatscht wurde, verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen in den Gesundheitsberufen seit vielen Jahren immer weiter. Die Ökonomisierung des Gesundheitswesens lässt Mensch und Patient in den Hintergrund treten. Das wollen sich die Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen nicht länger gefallen lassen und erkämpfen mit 77 Streiktagen am Ende nach Berlin den zweiten Tarifvertrag Entlastung in Deutschland. Der Dokumentarfilm „Höchstens vier Wochen“ begleitet drei der Beschäftigten auf diesem steinigen, aber am Ende erfolgreichen Weg für bessere Arbeitsbedingungen.