Weitere Aussetzung des Familiennachzuges für subsidiär Schutzberechtigte stoppen! Jetzt!

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CDU und CSU fordern die Verlängerung zur Aussetzung des Familiennachzuges für subsidiär Schutzberechtigte (§ 104 AufenthG).

Seit dem 17. März 2016 gilt das Asylpaket II. Das Gesetz zur „Einführung beschleunigter Asylverfahren“.

Dieses Gesetzt beinhaltet einen Paragraphen, infolgedessen subsidiär Schutzberechtigte keinen Anspruch auf einen Familiennachzug ihrer engsten Verwandten haben. Der Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte wurde daher für zwei Jahre vollständig ausgesetzt. Das heißt bis zum 18. März 2018.

Subsidiär Schutzberechtigte sind jene Geflüchteten, die nicht die Voraussetzungen der Flüchtlingseigenschaft nach der Genfer Flüchtlingskonvention erfüllen, die aber dennoch in ihrem Herkunftsländern ernsthaften Bedrohungen ausgesetzt sind. (Todesstrafe, Folter, Kriegszustände)

Eine weitere Verlängerung hätte fatale Folgen für die betroffenen Familien. Bereits jetzt leiden Geflüchtete und deren Angehörigen unter einer Familientrennung zwischen vier bis fünf Jahren. Beschließt die Regierung eine weitere Verlängerung, zieht dies nicht nur Folgen für die Familien nach sich, auch die weitere Integration der in Deutschland lebenden Familienangehörigen wird weiterhin stark beeinträchtigt.

Man stelle sich vor: Ein syrischer oder irakischer Vater, der alleine den gefährlichen Weg über das Meer gewagt hat, immer in der Hoffnung seine Familie sicher zu sich zu holen. Dieser Vater lebt seit Jahren alleine in einem fremden Land, begleitet von der unendlichen Sorge um seine Familie. Dieser Vater hat keine Kraft, keine Energie, keinen freien Gedanken auch nur annähernd eine Sprache zu erlernen. 

Man stellen sich diesen Vater gemeinsam mit seiner Familie vor. Frei von Ängsten und Sorgen. Bereit sich auf sein Schutzland einzulassen, eine Sprache zu erlernen, seine Familie unterstützend bei sich zu haben. 

Besonders leiden unbegleitete Minderjährige unter diesem Gesetz. Werden die unbegleiteten Minderjährigen innerhalb dieser Fristen volljährig, verlieren sie den Anspruch auf Nachzug ihrer Eltern vollständig. Das heißt sie bleiben auf unbestimmte Zeit von ihren Eltern getrennt. 

Der Familiennachzug hilft Deutschland bei der Integration der Geflüchteten mehr, als er belastend ist. 

Eine Verlängerung zur Aussetzung des Familiennachzuges ist mit dem Grundrecht auf Schutz der Familie (Art. 6 GG) nicht zu vereinbaren.

"Der Staat darf eine Familie nicht willkürlich und nicht absichtlich trennen, er darf sie auch nicht daran hindern, zusammenzufinden, wenn einer aus dieser Familie dem Krieg entkommen ist. Familie gibt Schutz, Familie braucht Schutz." - Kastner B. Süddeutsche Zeitung.de, "Man handelt nicht mit der Familie" vom 11.Oktober 2017.

Auch die von der Bundesregierung befürchtete massenhafte Zuwanderung durch den Familiennachzug hat sich als übertrieben herausgestellt. Vor allem die hetze der AFD, die von einem Familiennachzug von Hunderttausend Menschen bis zu gar Millionen spekuliert, erweisen sich als schlicht falsch. Laut des Auswärtigen Amtes bemühen sich aktuell rund 70.000 Syrer und Iraker um einen Nachzug zu ihren Verwandten nach Deutschland. 

Unterzeichne diese Petition und verhindere gemeinsam mit uns die weitere Aussetzung des Familiennachzuges für subsidiär Schutzberechtigte!

Stoppt die Zerstörung unzähliger Familien!

 

 

 



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