Wald- und Trinkwasserschutz vor Windenergie in Geeste-Varloh-Osterbrock

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Das Anliegen

Mit dem Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) hat der Bund den Ländern 2022 verbindliche Ziele zur Flächenbereitstellung für die Windenergienutzung an Land auferlegt. Für den Landkreis Emsland bedeutet dies, dass bis zum 31.12.2027 mindestens 6.846 Hektar (2,38 Prozent der Landkreisfläche) und bis zum 31.12.2032 mindestens 8.860 Hektar (3,07 Prozent der Landkreisfläche) als Vorranggebiet Windenergienutzung festzulegen sind.

Obwohl bereits heute das Flächenziel für das Jahr 2032 (3,07 %) für den Landkreis Emsland erfüllt ist hat die Gemeinde Geeste aus rein wirtschaftlichen Interessen zusätzlich weitere Flächen in Varloh und Hesepe für die Windenergie ausgewiesen. Speziell die Waldfläche in Varloh wurde mehrfach vom Landkreis Emsland aufgrund von natur- / artenschutzfachlicher Konflikte abgelehnt und bei jeder Absage wurde darauf hingewiesen das besser geeignete Flächen in hinreichendem Umfang zur Verfügung stehen!

Viele Varloher Bürger haben den gewählten Vertretern (80% der Wähler aus Varloh haben bei der letzten Wahl die CDU gewählt) in einer Sitzung des Bauausschuss unmissverständlich zu Verstehen gegeben das der zusätzliche Windpark absolute nicht erwünscht ist. Dennoch hat die CDU Fraktion der Gemeinde Geeste dafür gesorgt dass der Flächennutzungsplan geändert wird und somit eine zukünftige Nutzung als Windpark ermöglicht wird. 

Obwohl wir grundsätzlich nicht gegen Windräder sind wollen wir aus folgenden Gründen keine Windräder im Varloher Wald:

  • Landkreis Emsland gilt mit einem Waldanteil von 18% als waldarm im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 32% und durch die Windräder werden weitere Waldflächen gerodet
  • Geplante Fläche liegt im Trinkwassergewinnungsgebiet und laut TAV Bourtanger Moor wäre bei einer Kontamination durch wassergefährdende Stoffe (>6000 Liter pro Windrad) keine kurzfristige Lösung möglich um die Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen und das der öffentlichen Wasserversorgung Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen eingeräumt werden muss
  • Windräder können in Brand geraten. Löschen durch die Feuerwehr ist aufgrund der Höhe nicht möglich und somit wäre ein großer Waldbrand, wie wir ihn bereits 1975 in Varloh hatten, nicht auszuschließen
  • Lärmbelästigung, Schattenschlag, Eiswurf
  • Windräder in der Umgebung von Wäldern stellen für Fledermäuse und Vögel eine große Gefahr da
  • 21% der Windräder in Deutschland stehen bereits heute in Niedersachsen während im größten Bundesland Bayern nur 4% stehen

Hier soll der neue Windpark (vermutlich 3 Windräder) entstehen:

 

 

 

Geplanter Windpark Varloh

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ansgar RauePetitionsstarterin/Petitionsstarter

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