Neuigkeit zur PetitionWälder sind keine Holzfabriken - es reicht!!!Naturnahe Waldwirtschaft in Zeiten der Klimaerhitzung?
Susanne EckerDeutschland
09.05.2022

von Jürgen Kruse, Nottuln, Waldschutzgruppe Münsterland

Es gab sie noch, die „heiligen Hallen“ des Münsterlandes. In den Jahren bis etwa 2014/2015 konnte man u.a. bei Legden/Asbeck bei großer Hitze eintauchen in einen kühlenden Dom aus großen Bäumen mit beschütztem Aufwuchs von Jungbäumen.

Nun ist dieser Wald heißgeschlagen, aufgelichtet und zerfahren von schweren Maschinen.

Nachdem in einer ersten Welle viele Naturdenkmäler weggesägt worden sind, wurden in mehreren Holzerntewellen nahezu alle etwas größeren und älteren Buchen und Eichen abgesägt und z.T. direkt im Wald in Seecontainer für den Export (u.a. nach China) verfrachtet.

Der Wald sollte nach einer Bewertung durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) eine wichtige Rolle im landesweiten Biotopverbund spielen, vor allem auch mit seinem Altbuchenbestand. Ein Feuersalamander-Vorkommen dürfte nun, nachdem der Wald über viele Jahre etwa seit 2017 immer wieder befahren und von privater Holzaufarbeitung betroffen ist, wohl nicht mehr vorhanden sein. Die Feuchtrinnen im Wald und am Waldrand gibt es nach Dürreperioden und ständigen Ernteeinsätzen nicht mehr.

Hauptakteur ist - wie in so vielen Abholzungsaktionen im Land (u.a. im Kirchenwald in Nottuln und im Gemeindewald in Horstmar) - der Landesbetrieb „Wald und Holz NRW“, der mediengestützt offen seine Holzgewinnungs- und Vermarktungsinteressen (u.a. durch Beratung der Waldbesitzer) durchsetzen kann. Besonders deutlich wird das am Zustand der Wälder im Münsterland mit Kahlschlägen, Bodenverdichtungen, „Auflichtungen“, Schirmschlag, Austrocknung, Zurückdrängung der Artenvielfalt usw...

...den vollständigen Bericht hier weiterlesen auf der Homepage der BBIWS.

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