Petition update

Leipziger Auwald: Protestaktion der Auwaldschützer verlängert bis 11. Dezember!

BundesBürgerInitiative Waldschutz (BBIWS)

Nov 27, 2019 — 

Stumme „Mahnwache zum Auwaldbaumschutz“ am 29.11.2019 anlässlich der Fridays for Future Kundgebung!

https://www.nukla.de/2019/11/7420/

Die BBIWS bedankt sich im Namen aller Waldschützer vor Ort für die vielen Protest-Mails, die Wirkung zeigen und die Diskussion neu entfacht haben.

Da nun doch erst am 11.12.2019  eine Entscheidung im Leipziger Stadtrat zu erwarten ist, gehen unsere Bürgerproteste weiter. Es gilt,  die geplanten Fällungen von alten Eichen und Eschen in mehrfach geschützten einzigartigen Leipziger Auwäldern zu verhindern, denn es gibt entgegen aller wissenschaftlich fundierter Argumente Tendenzen, am umstrittenen Forstwirtschaftsplan festhalten.

Die Leipziger Internet Zeitung hat einen hervorragenden Artikel zu den strittigen Punkten veröffentlicht:

„... künstlich schaffen kann man einen Auenwald nicht. Der entwickelt von ganz allein eine stabile und natürliche Artenzusammensetzung. Aber nur, wenn er wirklich wieder ans Auensystem angeschlossen ist, also wieder die ganz natürlichen Wasserdurchflüsse, Hochwasser und Grundwasserstände hat, die ihn erst zum Auenwald machen...

Im FFH-Gebiet liegt dafür das Waldgebiet Nonne, wo die Altbestände durchforstet werden sollen. Altbestände aber heißt: Hier geht es um mehrere hundert Jahre alte Bäume, die mit einiger Gewissheit auch einige der im FFH-Gebiet streng geschützten Tierarten beherbergen – von geschützten Fledermausarten bis hin zum Eremiten, dem Käfer, der im Auensystem unter ganz besonderem Schutz steht. Jeder einzelne Baum müsste also von Fachleuten daraufhin untersucht werden, ob diese geschützten Arten auf ihm vorkommen. Und schon jetzt sind hunderte dieser Bäume beim zuständigen Umweltministerium genau deswegen gemeldet: Es sind Biotopbäume, die gar nicht gefällt werden dürfen."

Link zum Artikel: 

https://www.l-iz.de/politik/leipzig/2019/11/Forstwirtschaftsplan-geht-jetzt-in-den-Stadtrat-303284

Karl-Friedrich Weber, bis vor kurzem langjähriger waldpolitischer Sprecher des BUND Niedersachsen, Revierleiter im Ruhestand, findet dazu auf seiner Facebook-Seite „waldwahrheit“ ebenfalls deutliche Worte: "Was im Leipziger Auenwald im Namen des Naturschutzes geschieht, begründet als Erhaltungsmaßnahme, ist unglaublich und macht fassungslos".

Ebenso Nobelpreisträger Michael Succow, der NuKLA in seinen Bemühungen zur Rettung der Leipziger Auwälder unterstützt:

https://www.nukla.de/2019/11/michael-succow/#more-7320

Ein Film dokumentiert die forstwirtschaftlichen Schäden im Leipziger Auwald auf anschauliche und verständliche Weise:

https://www.youtube.com/watch?v=YhDVstoj56w&t=92s

Hier eine der vielen besorgten Bürgerstimmen an den Leipziger Stadtrat:

Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, sehr geehrte Herren Bürgermeister,

alle Jahre wieder erleben wir das gleiche Schreckensszenario im Leipziger Auwald. Schon oft habe ich dagegen protestiert. Das erste Mal liegt schon 15 Jahre zurück. Damals wurden an der Koburger Straße Femellöcher geschlagen, auf denen noch heute keine Eichen wachsen. Ich bin kein Forstexperte, nur ein Naturfreund, aber jeder, der nur mit ein wenig gesundem Menschenverstand durch den Wald geht und etwas für Bäume übrig hat, kann sehen, dass diese Forstwirtschaft ein Frevel an der Natur ist. Die Bestände, in denen die Fällungen (Entnahmen) erfolgen, gleichen einem Schlachtfeld. Stehen gebliebene Nachbarbäume bleiben beschädigt und entstellt zurück, der sensible Waldboden wird durch schweres Gerät verdichtet, Wege aufgewühlt und zerschunden. Und das alles im Namen einer "Waldverjüngung" durch Fachleute, die mit der Pflege und dem Schutz dieses kostbaren Naturschatzes betraut sind. Wie lange muss man sich das noch anschauen bis endlich die Vernunft siegt und ein naturverträglicher Umgang mit der Kostbarkeit des Leipziger Auwaldes stattfindet. Jetzt, da die kritischen Stimmen immer lauter werden, kann ich nur hoffen, dass auch bei Ihnen die Alarmglocken zu läuten beginnen und endlich ein Umdenken einsetzt.

Wir bitten deshalb weiterhin um Unterstützung, damit der zu beschließende Forstwirtschaftsplan noch rechtzeitig verhindert wird!

Protestmails bitte bis 11.12.2019 an den Leipziger Stadtrat (Fraktionsvorsitzende, Stadtratsmitglieder und Bürgermeister) - bitte in sachlicher und nicht beleidigender Form:

Betreff:
Bitte stoppen Sie die sinnlosen Fällungen alter Eichen im Leipziger Auwald/Keine Zustimmung für den neuen Forstwirtschaftsplan!
 
An:
info@cdufraktion.de, spd-fraktion@leipzig.de, gruenefraktion@leipzig.de, linksfraktion@leipzig.de, afd-fraktion@leipzig.de, OBM@leipzig.de, heiko.rosenthal@leipzig.de, soeren.pellmann@linksfraktion-leipzig.de franziska.riekewald@linksfraktion-leipzig.de <franziska.riekewald@linksfraktion-leipzig.de>, steffen.wehmann@linksfraktion-leipzig.de <steffen.wehmann@linksfraktion-leipzig.de>, mathias.weber@linksfraktion-leipzig.de <mathias.weber@linksfraktion-leipzig.de>, volker.kuelow@linksfraktion-leipzig.de <volker.kuelow@linksfraktion-leipzig.de>stefanie.gruner2@stadtrat.leipzig.de <stefanie.gruner2@stadtrat.leipzig.de>, tobias.peter@stadtrat.leipzig.de, katharina.krefft@stadtrat.leipzig.de <katharina.krefft@stadtrat.leipzig.de>, juergen.kasek@stadtrat.leipzig.de <juergen.kasek@stadtrat.leipzig.de>, michael.neuhaus@linksfraktion-leipzig.de <c.zenker@spd-fraktion-leipzig.de>


Kopie (CC):
info@freibeuterfraktion.de, annette.koerner@stadtrat.leipzig.de, kommunikation@leipzig.de, ruediger.dittmar@leipzig.de, leipzig@fridaysforfuture.de, dezernat3@leipzig.de, stadtforsten@leipzig.de, klaus.Henle@ufz.de, cwirth@uni-leipzig.de, rolf.engelmann@idiv.de, hans.kasperidus@ufz.de
 

Auch hier können Sie mit eigenen Worten Bürgerprotest einlegen (mit der Bitte um Weiterleitung an Sachsens Ministerpräsident Herrn Michael Kretschmer):                           

Sächsische Staatskanzlei:  info@sk.sachsen.de

 

Petition zur Rettung des Auwaldes:

Herr_Oberbuergermeister_Jung_SPD_retten_Sie_den_Auwald_voll_umfaenglich_Leipziger_Auwaldschutz_jetzt

 

 


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