Forderung an die KNO AG:
Wir erkennen die Leistung der KNO AG an und sind bereit, den Verbund auch weiterhin nach Kräften zu unterstützen! Wir sehen die Kooperation der bestehenden kleinen Häuser mit einem Schwerpunktversorger als sinnvoll an, lehnen aber eine weitere Reduzierung der Basisversorgung in
Tirschenreuth und auch in Kemnath ab.
Wir sind der Ansicht, dass ein Verbund nicht als Einbahnstraße zu sehen ist!
Bislang erfolgten alle restriktiven strukturellen Veränderungen (Reduktion oder Schließung) nur in
NEW oder TIR, Weiden wurde dahingegen kontinuierlich ausgebaut. Der Landkreis NEW hat bereits kein Krankenhaus mehr und mit der nun geplanten sogenannten Restrukturierung (warum „Re-“?) würde de facto kurz bis mittelfristig praktisch jede akutmedizinische Versorgungsmöglichkeit im Landkreis Tirschenreuth abgeschafft, weil mit den geplanten Strukturen kein einziger Notfallpatient mehr in einem der Häuser angemessen versorgt werden könnte.
Die umliegenden Kliniken und insbesondere Weiden sind nicht annähernd in der Lage, diese Versorgungslücke aufzufangen.
Wir fordern die KNO AG auf, bis zu einer abschließenden Entscheidung des Bundes den Betrieb in Tirschenreuth mit allen Fachabteilungen weiterzuführen!
Forderung an den Bund:
Dringender Appell an die MdBs und Gesundheitsminister Lauterbach gerichtet, umgehend ein sogenanntes Vorschaltgesetz auf den Weg zu bringen, das den Kliniken und Krankenhäusern ermöglicht, bis zum Inkrafttreten der
Reform einen Übergang zu finanzieren - alleine 1,8 Mrd. € Defizit der bayerischen Krankenhäuser bis zum 31.12.23 führen zu Aus oder Einschränkung im Betrieb vieler Krankenhäuser. Ein solches Verhalten des Bundes ist unverantwortlich gegenüber den Menschen.
Die Krankenhausreform und Zuordnung von Leistungsgruppen an Krankenhäuser muss auch den Betrieb von kleinen regionalen
Krankenhäusern ermöglichen um die Versorgung auf dem Land sicherzustellen - deswegen auch die klare Forderung an die MdBs und den Bund, mit der Krankenhausreform die Zukunft kleiner regionalen Häuser zu sichern.
Forderung an das Land:
Wir fordern den Freistaat Bayern dazu auf, mithilfe einer Landesplanung zumindest festzuschreiben, welche Krankenhäuser bedarfsnotwendig
sind. Dies verbunden mit der dringenden Aufforderung, Tirschenreuth und Kemnath hier mit stationärer Innerer Medizin, Chirurgie und Notaufnahme als notwendig anzuerkennen.
Sollte der Bund sich weiterhin weigern, eine Übergangsfinanzierung auf den Weg zu bringen, fordern wir den Freistaat Bayern auf, diese Finanzierung bis zum Inkrafttreten der Reform sicherzustellen (Verfassungsgrundsatz der bayerischen Verfassung: gleichwertige Lebensbedingungen für alle bayerischen Bürger)!