

Verhindern Sie die Trennung unserer Kita-Kinder
Das Problem
Unsere Kitakinder sollen in Zukunft mitten in der Betreuungszeit getrennt werden: nach den bisher öffentlich gewordenen Plänen sollen künftig in mehreren Kitas des Trägers Kindertagesstätten Süd-Ost die jüngeren Kinder im Alter von etwa 1 bis 4 Jahren an einem Standort betreut werden, während die Vorschulkinder (5-6 Jährige) an einen bis zu 2,5km entfernten Standort wechseln müssen. Damit würde aus unserer Sicht ein grundlegender Bestandteil des bisherigen pädagogischen Konzepts verloren gehen: die altersübergreifende Gemeinschaft von Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren. Die Umstrukturierung wurde mit nur wenigen Wochen Vorbereitungszeit und bisher keinem Mitspracherecht seitens der Eltern oder des pädagogischen Personals von der Geschäftsstelle beschlossen und soll schon im laufenden Kitajahr (ab spätestens März 2027) umgesetzt werden.
Für uns Familien bedeutet die kurzfristig angekündigte Veränderung einen erheblichen Eingriff in die seit Jahren gewachsenen Betreuungsstrukturen, ohne dass bislang transparent dargelegt wurde, warum diese grundlegende Umstrukturierung notwendig ist. Wir fordern daher, dass das Vorgehen noch ergebnisoffen diskutiert werden kann. Wir bitten um Ihre Unterstützung mithilfe Ihrer Unterschrift darauf Aufmerksam zu machen und die Entscheidungsträger:innen so zu einer Überprüfung der Umstrukturierungspläne zu bewegen.
Folgende Gründe führen wir dafür auf:
Das neue Konzept bedeutet einen erheblichen Einschnitt für Geschwisterkinder
Besonders problematisch ist die geplante Trennung von Geschwisterkindern. Derzeit können Geschwister dieselbe Einrichtung besuchen, gemeinsam ankommen und abgeholt werden und wissen, dass der jeweils andere in unmittelbarer Nähe ist. Diese Vertrautheit gibt Kindern Sicherheit und erleichtert gleichzeitig den Familienalltag.
Mit der geplanten Altersaufteilung würde diese Möglichkeit verloren gehen. Geschwister, die nur wenige Jahre auseinanderliegen, könnten künftig an unterschiedlichen Standorten betreut werden. Für Familien bedeutet dies zusätzliche Wege, unterschiedliche Bring- und Abholsituationen und einen deutlich höheren organisatorischen Aufwand.
Vor allem aber stellt sich die Frage, welchen pädagogischen Mehrwert diese Trennung für die Kinder tatsächlich bringt.
Die Vorteile des altersübergreifenden Konzepts gehen verloren
Das bisherige offene und altersübergreifende Konzept bietet eine besondere Möglichkeit des voneinander Lernens. Die jüngeren Kinder erleben die älteren Kinder als Vorbilder. Sie können beobachten, was die „Großen“ bereits können, übernehmen Verhaltensweisen und entwickeln dadurch eigene Motivation und Selbstständigkeit.
Gleichzeitig haben die älteren Kinder die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht zu nehmen und den Jüngeren zu helfen. Sie erleben sich dadurch nicht nur als die „Großen“, sondern als Teil einer Gemeinschaft, in der jeder eine Rolle hat und etwas beitragen kann. Diese alltäglichen sozialen Erfahrungen lassen sich nicht einfach durch eine altersgetrennte Betreuung ersetzen.
Eine Kita, in der ein Kind über mehrere Jahre hinweg vom jüngsten zum ältesten Kind der Gemeinschaft heranwächst, schafft eine ganz besondere Form von Kontinuität. Das Kind erlebt verschiedene Entwicklungsstufen innerhalb derselben Gemeinschaft und kann dabei immer wieder neue Rollen einnehmen.
Gewachsene Freundschaften werden auseinandergerissen
Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Freundschaften, die Kinder innerhalb der altersübergreifenden Kita über Jahre hinweg aufbauen. Kinder wählen ihre Freundschaften nicht nach dem Geburtsjahrgang. Gerade in einem offenen und altersgemischten Konzept entstehen selbstverständlich enge Beziehungen zwischen Kindern unterschiedlichen Alters – beispielsweise zwischen einem vier- und einem fünfjährigen Kind.
Durch die geplante Trennung nach Altersgruppen würden solche gewachsenen Freundschaften möglicherweise auseinandergerissen. Kinder, die sich über lange Zeit gemeinsam entwickelt, miteinander gespielt und füreinander wichtige Bezugspersonen geworden sind, würden plötzlich an unterschiedlichen Standorten betreut.
Dabei sind gerade diese altersübergreifenden Beziehungen ein wertvoller Bestandteil des bestehenden Konzepts. Sie ermöglichen Kindern, soziale Beziehungen außerhalb der eigenen Altersgruppe zu entwickeln und voneinander zu lernen.
Warum muss ein Kind nach Jahren erneut alles Vertraute hinter sich lassen?
Besonders kritisch sehen wir den geplanten Wechsel der Kinder zwischen den Standorten. Ein Kind verbringt mehrere Jahre in seiner Kita. Es kennt die Räume, die Abläufe, die pädagogischen Fachkräfte und die anderen Kinder. Es hat Beziehungen aufgebaut und einen vertrauten Ort gefunden, an dem es sich sicher fühlt.
Nach einer oft anspruchsvollen Eingewöhnungsphase haben sich Kinder und Familien an diesen Ort gewöhnt. Sie haben Vertrauen aufgebaut und ein Gefühl von Zugehörigkeit entwickelt. Nun soll genau diese Kontinuität unterbrochen werden. Mit dem Wechsel an einen anderen Standort müssen sich die Kinder erneut orientieren: neue Räume, neue Bezugspersonen, neue Gruppenkonstellationen, neue Abläufe und möglicherweise viele neue Kinder.
Auch wenn ältere Kinder mit Veränderungen grundsätzlich anders umgehen können als Kleinkinder, bedeutet ein solcher Wechsel einen erheblichen Einschnitt. Gerade für Kinder, die sich über Jahre hinweg in ihrer bisherigen Kita sicher und zu Hause gefühlt haben, stellt sich die Frage, warum diese gewachsene Sicherheit ohne zwingende pädagogische Notwendigkeit aufgegeben werden soll.
Ein weiterer Übergang vor dem Übergang in die Schule
Für die Vorschulkinder kommt hinzu, dass der Wechsel genau in eine wichtige Entwicklungsphase fallen würde. Die letzten Jahre vor der Schule sind eine Zeit, in der Kinder Selbstständigkeit entwickeln, Freundschaften vertiefen und sich zunehmend als „große Kinder“ erleben.
Statt diese gewachsene Sicherheit zu nutzen und die Kinder in ihrer vertrauten Umgebung auf den Übergang in die Schule vorzubereiten, würde ein weiterer Wechsel innerhalb der Kita stattfinden. Damit entsteht für die Kinder ein zusätzlicher Übergang, bevor ohnehin der nächste große Schritt, der Eintritt in die Schule, bevorsteht.
Kritik am Vorgehen und an der Kommunikation
Neben den inhaltlichen Bedenken bereitet uns auch die Art und Weise, wie diese weitreichende Veränderung kommuniziert und vorbereitet wurde, großes Unverständnis.
Eine Umstrukturierung, die den Kita-Alltag so grundlegend verändern soll, wurde innerhalb kürzester Zeit bekanntgegeben. Sowohl die Kita-Leitung samt pädagogisches Team als auch die Eltern sollen dabei faktisch vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Eine frühzeitige Information, eine transparente Darstellung der Entscheidungsgrundlagen oder die Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen und Bedenken in den Entscheidungsprozess einzubringen, hat nicht stattgefunden.
Gerade bei einer Entscheidung, die so unmittelbar in den Lebensalltag der Kinder, ihrer Familien und auch der pädagogischen Fachkräfte eingreift, erwarten wir einen anderen Umgang mit den Betroffenen. Beteiligung darf nicht erst dann beginnen, wenn die grundlegende Entscheidung bereits getroffen wurde.
Wir hätten uns gewünscht, frühzeitig über die Überlegungen, Ziele und Gründe für die geplante Veränderung informiert zu werden und gemeinsam mit der Kita-Leitung und dem pädagogischen Team über mögliche Alternativen zu sprechen. Insbesondere hätte es die Möglichkeit geben müssen, die pädagogischen Erfahrungen derjenigen einzubeziehen, die täglich mit den Kindern arbeiten und ihre Entwicklung über mehrere Jahre begleiten.
Dass nun innerhalb kürzester Zeit eine derart grundlegende Veränderung umgesetzt werden soll, erschwert einen sachlichen und konstruktiven Austausch erheblich. Es entsteht der Eindruck, dass die betroffenen Familien und die Kita-Leitung nicht als Gesprächspartner in einen Entscheidungsprozess einbezogen wurden, sondern lediglich über eine bereits getroffene Entscheidung informiert werden.
Wir halten es für unerlässlich, dass bei einer so weitreichenden Veränderung zunächst ausreichend Zeit für Information, Austausch und eine ernsthafte Prüfung der Einwände eingeräumt wird. Die Perspektiven der Kinder, der Eltern und der pädagogischen Fachkräfte sollten dabei nicht nur angehört, sondern als wichtige Grundlage für die weitere Entscheidungsfindung berücksichtigt werden.
Was wird durch die Veränderung tatsächlich gewonnen?
Wir verstehen, dass ein Träger vor organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen stehen kann und dass Strukturen regelmäßig überprüft werden müssen.
Wir wünschen uns jedoch, dass bei einer solch weitreichenden Entscheidung nicht ausschließlich organisatorische Aspekte betrachtet werden.
Im Mittelpunkt sollten die Kinder stehen:
Was gibt ihnen Sicherheit?
Was unterstützt ihre Entwicklung?
Welche Beziehungen sind für sie wichtig?
Und welchen konkreten Vorteil hat die geplante Trennung der Altersgruppen für die Kinder?
Aus unserer Sicht sind diese Fragen bisher nicht ausreichend beantwortet.
Wir fordern daher, die geplante Neustrukturierung noch einmal grundlegend zu überprüfen und die pädagogischen Folgen für die Kinder und Familien in den Mittelpunkt der weiteren Diskussion zu stellen.
Wir fordern außerdem einen offenen und transparenten Dialog mit dem Träger, den pädagogischen Fachkräften und den betroffenen Familien. Gemeinsam sollte nach einer Lösung gesucht werden, die den Bedürfnissen der Kinder und Familien gerecht wird und die pädagogischen Stärken des bestehenden Konzepts erhält.

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Das Problem
Unsere Kitakinder sollen in Zukunft mitten in der Betreuungszeit getrennt werden: nach den bisher öffentlich gewordenen Plänen sollen künftig in mehreren Kitas des Trägers Kindertagesstätten Süd-Ost die jüngeren Kinder im Alter von etwa 1 bis 4 Jahren an einem Standort betreut werden, während die Vorschulkinder (5-6 Jährige) an einen bis zu 2,5km entfernten Standort wechseln müssen. Damit würde aus unserer Sicht ein grundlegender Bestandteil des bisherigen pädagogischen Konzepts verloren gehen: die altersübergreifende Gemeinschaft von Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren. Die Umstrukturierung wurde mit nur wenigen Wochen Vorbereitungszeit und bisher keinem Mitspracherecht seitens der Eltern oder des pädagogischen Personals von der Geschäftsstelle beschlossen und soll schon im laufenden Kitajahr (ab spätestens März 2027) umgesetzt werden.
Für uns Familien bedeutet die kurzfristig angekündigte Veränderung einen erheblichen Eingriff in die seit Jahren gewachsenen Betreuungsstrukturen, ohne dass bislang transparent dargelegt wurde, warum diese grundlegende Umstrukturierung notwendig ist. Wir fordern daher, dass das Vorgehen noch ergebnisoffen diskutiert werden kann. Wir bitten um Ihre Unterstützung mithilfe Ihrer Unterschrift darauf Aufmerksam zu machen und die Entscheidungsträger:innen so zu einer Überprüfung der Umstrukturierungspläne zu bewegen.
Folgende Gründe führen wir dafür auf:
Das neue Konzept bedeutet einen erheblichen Einschnitt für Geschwisterkinder
Besonders problematisch ist die geplante Trennung von Geschwisterkindern. Derzeit können Geschwister dieselbe Einrichtung besuchen, gemeinsam ankommen und abgeholt werden und wissen, dass der jeweils andere in unmittelbarer Nähe ist. Diese Vertrautheit gibt Kindern Sicherheit und erleichtert gleichzeitig den Familienalltag.
Mit der geplanten Altersaufteilung würde diese Möglichkeit verloren gehen. Geschwister, die nur wenige Jahre auseinanderliegen, könnten künftig an unterschiedlichen Standorten betreut werden. Für Familien bedeutet dies zusätzliche Wege, unterschiedliche Bring- und Abholsituationen und einen deutlich höheren organisatorischen Aufwand.
Vor allem aber stellt sich die Frage, welchen pädagogischen Mehrwert diese Trennung für die Kinder tatsächlich bringt.
Die Vorteile des altersübergreifenden Konzepts gehen verloren
Das bisherige offene und altersübergreifende Konzept bietet eine besondere Möglichkeit des voneinander Lernens. Die jüngeren Kinder erleben die älteren Kinder als Vorbilder. Sie können beobachten, was die „Großen“ bereits können, übernehmen Verhaltensweisen und entwickeln dadurch eigene Motivation und Selbstständigkeit.
Gleichzeitig haben die älteren Kinder die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht zu nehmen und den Jüngeren zu helfen. Sie erleben sich dadurch nicht nur als die „Großen“, sondern als Teil einer Gemeinschaft, in der jeder eine Rolle hat und etwas beitragen kann. Diese alltäglichen sozialen Erfahrungen lassen sich nicht einfach durch eine altersgetrennte Betreuung ersetzen.
Eine Kita, in der ein Kind über mehrere Jahre hinweg vom jüngsten zum ältesten Kind der Gemeinschaft heranwächst, schafft eine ganz besondere Form von Kontinuität. Das Kind erlebt verschiedene Entwicklungsstufen innerhalb derselben Gemeinschaft und kann dabei immer wieder neue Rollen einnehmen.
Gewachsene Freundschaften werden auseinandergerissen
Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Freundschaften, die Kinder innerhalb der altersübergreifenden Kita über Jahre hinweg aufbauen. Kinder wählen ihre Freundschaften nicht nach dem Geburtsjahrgang. Gerade in einem offenen und altersgemischten Konzept entstehen selbstverständlich enge Beziehungen zwischen Kindern unterschiedlichen Alters – beispielsweise zwischen einem vier- und einem fünfjährigen Kind.
Durch die geplante Trennung nach Altersgruppen würden solche gewachsenen Freundschaften möglicherweise auseinandergerissen. Kinder, die sich über lange Zeit gemeinsam entwickelt, miteinander gespielt und füreinander wichtige Bezugspersonen geworden sind, würden plötzlich an unterschiedlichen Standorten betreut.
Dabei sind gerade diese altersübergreifenden Beziehungen ein wertvoller Bestandteil des bestehenden Konzepts. Sie ermöglichen Kindern, soziale Beziehungen außerhalb der eigenen Altersgruppe zu entwickeln und voneinander zu lernen.
Warum muss ein Kind nach Jahren erneut alles Vertraute hinter sich lassen?
Besonders kritisch sehen wir den geplanten Wechsel der Kinder zwischen den Standorten. Ein Kind verbringt mehrere Jahre in seiner Kita. Es kennt die Räume, die Abläufe, die pädagogischen Fachkräfte und die anderen Kinder. Es hat Beziehungen aufgebaut und einen vertrauten Ort gefunden, an dem es sich sicher fühlt.
Nach einer oft anspruchsvollen Eingewöhnungsphase haben sich Kinder und Familien an diesen Ort gewöhnt. Sie haben Vertrauen aufgebaut und ein Gefühl von Zugehörigkeit entwickelt. Nun soll genau diese Kontinuität unterbrochen werden. Mit dem Wechsel an einen anderen Standort müssen sich die Kinder erneut orientieren: neue Räume, neue Bezugspersonen, neue Gruppenkonstellationen, neue Abläufe und möglicherweise viele neue Kinder.
Auch wenn ältere Kinder mit Veränderungen grundsätzlich anders umgehen können als Kleinkinder, bedeutet ein solcher Wechsel einen erheblichen Einschnitt. Gerade für Kinder, die sich über Jahre hinweg in ihrer bisherigen Kita sicher und zu Hause gefühlt haben, stellt sich die Frage, warum diese gewachsene Sicherheit ohne zwingende pädagogische Notwendigkeit aufgegeben werden soll.
Ein weiterer Übergang vor dem Übergang in die Schule
Für die Vorschulkinder kommt hinzu, dass der Wechsel genau in eine wichtige Entwicklungsphase fallen würde. Die letzten Jahre vor der Schule sind eine Zeit, in der Kinder Selbstständigkeit entwickeln, Freundschaften vertiefen und sich zunehmend als „große Kinder“ erleben.
Statt diese gewachsene Sicherheit zu nutzen und die Kinder in ihrer vertrauten Umgebung auf den Übergang in die Schule vorzubereiten, würde ein weiterer Wechsel innerhalb der Kita stattfinden. Damit entsteht für die Kinder ein zusätzlicher Übergang, bevor ohnehin der nächste große Schritt, der Eintritt in die Schule, bevorsteht.
Kritik am Vorgehen und an der Kommunikation
Neben den inhaltlichen Bedenken bereitet uns auch die Art und Weise, wie diese weitreichende Veränderung kommuniziert und vorbereitet wurde, großes Unverständnis.
Eine Umstrukturierung, die den Kita-Alltag so grundlegend verändern soll, wurde innerhalb kürzester Zeit bekanntgegeben. Sowohl die Kita-Leitung samt pädagogisches Team als auch die Eltern sollen dabei faktisch vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Eine frühzeitige Information, eine transparente Darstellung der Entscheidungsgrundlagen oder die Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen und Bedenken in den Entscheidungsprozess einzubringen, hat nicht stattgefunden.
Gerade bei einer Entscheidung, die so unmittelbar in den Lebensalltag der Kinder, ihrer Familien und auch der pädagogischen Fachkräfte eingreift, erwarten wir einen anderen Umgang mit den Betroffenen. Beteiligung darf nicht erst dann beginnen, wenn die grundlegende Entscheidung bereits getroffen wurde.
Wir hätten uns gewünscht, frühzeitig über die Überlegungen, Ziele und Gründe für die geplante Veränderung informiert zu werden und gemeinsam mit der Kita-Leitung und dem pädagogischen Team über mögliche Alternativen zu sprechen. Insbesondere hätte es die Möglichkeit geben müssen, die pädagogischen Erfahrungen derjenigen einzubeziehen, die täglich mit den Kindern arbeiten und ihre Entwicklung über mehrere Jahre begleiten.
Dass nun innerhalb kürzester Zeit eine derart grundlegende Veränderung umgesetzt werden soll, erschwert einen sachlichen und konstruktiven Austausch erheblich. Es entsteht der Eindruck, dass die betroffenen Familien und die Kita-Leitung nicht als Gesprächspartner in einen Entscheidungsprozess einbezogen wurden, sondern lediglich über eine bereits getroffene Entscheidung informiert werden.
Wir halten es für unerlässlich, dass bei einer so weitreichenden Veränderung zunächst ausreichend Zeit für Information, Austausch und eine ernsthafte Prüfung der Einwände eingeräumt wird. Die Perspektiven der Kinder, der Eltern und der pädagogischen Fachkräfte sollten dabei nicht nur angehört, sondern als wichtige Grundlage für die weitere Entscheidungsfindung berücksichtigt werden.
Was wird durch die Veränderung tatsächlich gewonnen?
Wir verstehen, dass ein Träger vor organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen stehen kann und dass Strukturen regelmäßig überprüft werden müssen.
Wir wünschen uns jedoch, dass bei einer solch weitreichenden Entscheidung nicht ausschließlich organisatorische Aspekte betrachtet werden.
Im Mittelpunkt sollten die Kinder stehen:
Was gibt ihnen Sicherheit?
Was unterstützt ihre Entwicklung?
Welche Beziehungen sind für sie wichtig?
Und welchen konkreten Vorteil hat die geplante Trennung der Altersgruppen für die Kinder?
Aus unserer Sicht sind diese Fragen bisher nicht ausreichend beantwortet.
Wir fordern daher, die geplante Neustrukturierung noch einmal grundlegend zu überprüfen und die pädagogischen Folgen für die Kinder und Familien in den Mittelpunkt der weiteren Diskussion zu stellen.
Wir fordern außerdem einen offenen und transparenten Dialog mit dem Träger, den pädagogischen Fachkräften und den betroffenen Familien. Gemeinsam sollte nach einer Lösung gesucht werden, die den Bedürfnissen der Kinder und Familien gerecht wird und die pädagogischen Stärken des bestehenden Konzepts erhält.

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Petition am 23. September 2026 erstellt