

Verhindern Sie die Abschiebung von Sekou Sidibe!
Das Anliegen
Sekou Sidibe, damals 18, landet allein in einem Auffanglager im spanischen Almeria, sein Bruder hat auf der Flucht sein Leben verloren.
Einen Asylantrag stellt er im April 2018 und wird einer Flüchtlingsunterkunft in Leverkusen zugewiesen. Zwei Jahre später hat der Guineer sowohl seinen Integrations- als auch seinen Sprachkurs erfolgreich absolviert... und doch wird der Asylantrag abgelehnt – eine Duldung nach §60b des Aufenthaltsgesetzes wird aber erteilt. Im August 2022 ändern die Behörden sie in eine Duldung nach §60a – nun darf Sidibe auch arbeiten.
Der Dachdeckermeister Abbas Süren aus Langenfeld bei Düsseldorf lädt Sidibe zum Probearbeiten ein – und ist begeistert: „Sekou war pünktlich, der war fleißig, der hat alle nötigen Papiere vorgelegt. Der hat sofort einen Ausbildungsvertrag bekommen." Die beiden ersten Ausbildungsjahre besteht er erfolgreich und bekommt dies von Handwerkskammer, Berufsschule, Dachdeckerinnung und Ausbildungsbetrieb bestätigt. Sein Chef bescheinigt ihm schriftlich, ihn nach Abschluss der Ausbildung zu übernehmen.
Trotz dieser Erfolgsgeschichte beginnt Ende August 2023 eine Odyssee, die bis heute andauert und mit einer endgültigen Abschiebung enden soll. Eine erste Abschiebung misslingt jedoch, weil die Guineischen Behörden die Einreise verweigern.
Weshalb soll er abgeschoben werden? Sidibe hat sich integriert, ihm macht seine Arbeit Spaß, er ist zuverlässig... er ist einfach ein Mensch der unserer Gesellschaft gut tut. Die Abschiebung ist ungerecht, entbehrt jeder Grundlage und widerspricht jedem gesunden Empfinden.
Die Leverkusener Behörden beharren darauf, alles richtig gemacht zu haben, und behaupten, Sidibe habe keinerlei Anstrengung zur erforderlichen Mitwirkung unternommen. Tatsächlich besorgte eine Geburtsurkunde, beantragte einen Reisepass bei der Botschaft in Berlin (Belege liegen den Behörden vor), eine „Carte Consulaire“ und schließlich einen „Titre de Voyage“, den er widerwillig im April 24 vorlegte. Ja, Widerwillig, da hiermit eine Abschiebung jederzeit möglich war ihm hierfür andererseits eine Arbeitserlaubnis in Aussicht gestellt wurde. Dass sein Misstrauen nicht unbegründet war, zeigte sich schließlich Ende August 24 mit der versuchten Abschiebung.
„Ans Herz gewachsen“ ist der junge Guineer auch Bruno Hentschel und seiner Frau. 2018 lernten sich der freiberufliche Grafikdesigner und der Flüchtling kennen, inzwischen verbindet sie eine enge Freundschaft. Der 62-jährige Langenfelder unterstützt den jungen Afrikaner in seinem Kampf ums Bleiberecht. „Sekou fordert überhaupt nichts“, sagt auch er. „Im Gegenteil, er ist extrem hilfsbereit.“ Hentschel ist es, der erzählt, dass der Flüchtling nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sofort mit einem Freiwilligentrupp aufgebrochen sei, um vor Ort bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Sidibe selbst sagt nur, er schäme sich so für seine Situation."
Seit der missglückten Abschiebung, erhielt Sidibe drei Mal eine fragwürdige Bescheinigung, die ihm für je eine Woche den Aufenthalt erlaubte und wurde jedes Mal aufgefordert, das Land freiwillig zu verlassen. Am 23.09.2024 überreichte die Ausländerbehörde Sidibe ein Dukument, welches ihm eine Duldung für 3 Monate gewährt – also bis 2 Tage vor Weihnachten. Er ist allerdings erneut aufgefordert gültige Reisedokumente vorzulegen um eine Aufenthaltsgenehmigung nach §23a zu erhalten…
Für Sidibe war bereits seine Flucht aus Afrika nach Europa ein traumatisches Erlebnis und nun kommt die misslungene Abschiebung nach Guinea hinzu.
Gemäß Berichten des UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) sind Abschiebungen oft mit erheblichen persönlichen Risiken verbunden. Deshalb bitte ich Sie um Unterstützung dieser Forderung, um die Abschiebung von Sekou Sidibe zu verhindern. Bitte unterschreiben Sie diese Petition!
Mehr Informationen gibt es in den nachfolgenden Beiträgen:
09.09.2024, WDR-Lokalzeit, Video - "Protest gegen Abschiebung von Sekou Sidibe"
Erfolg
Das Anliegen
Sekou Sidibe, damals 18, landet allein in einem Auffanglager im spanischen Almeria, sein Bruder hat auf der Flucht sein Leben verloren.
Einen Asylantrag stellt er im April 2018 und wird einer Flüchtlingsunterkunft in Leverkusen zugewiesen. Zwei Jahre später hat der Guineer sowohl seinen Integrations- als auch seinen Sprachkurs erfolgreich absolviert... und doch wird der Asylantrag abgelehnt – eine Duldung nach §60b des Aufenthaltsgesetzes wird aber erteilt. Im August 2022 ändern die Behörden sie in eine Duldung nach §60a – nun darf Sidibe auch arbeiten.
Der Dachdeckermeister Abbas Süren aus Langenfeld bei Düsseldorf lädt Sidibe zum Probearbeiten ein – und ist begeistert: „Sekou war pünktlich, der war fleißig, der hat alle nötigen Papiere vorgelegt. Der hat sofort einen Ausbildungsvertrag bekommen." Die beiden ersten Ausbildungsjahre besteht er erfolgreich und bekommt dies von Handwerkskammer, Berufsschule, Dachdeckerinnung und Ausbildungsbetrieb bestätigt. Sein Chef bescheinigt ihm schriftlich, ihn nach Abschluss der Ausbildung zu übernehmen.
Trotz dieser Erfolgsgeschichte beginnt Ende August 2023 eine Odyssee, die bis heute andauert und mit einer endgültigen Abschiebung enden soll. Eine erste Abschiebung misslingt jedoch, weil die Guineischen Behörden die Einreise verweigern.
Weshalb soll er abgeschoben werden? Sidibe hat sich integriert, ihm macht seine Arbeit Spaß, er ist zuverlässig... er ist einfach ein Mensch der unserer Gesellschaft gut tut. Die Abschiebung ist ungerecht, entbehrt jeder Grundlage und widerspricht jedem gesunden Empfinden.
Die Leverkusener Behörden beharren darauf, alles richtig gemacht zu haben, und behaupten, Sidibe habe keinerlei Anstrengung zur erforderlichen Mitwirkung unternommen. Tatsächlich besorgte eine Geburtsurkunde, beantragte einen Reisepass bei der Botschaft in Berlin (Belege liegen den Behörden vor), eine „Carte Consulaire“ und schließlich einen „Titre de Voyage“, den er widerwillig im April 24 vorlegte. Ja, Widerwillig, da hiermit eine Abschiebung jederzeit möglich war ihm hierfür andererseits eine Arbeitserlaubnis in Aussicht gestellt wurde. Dass sein Misstrauen nicht unbegründet war, zeigte sich schließlich Ende August 24 mit der versuchten Abschiebung.
„Ans Herz gewachsen“ ist der junge Guineer auch Bruno Hentschel und seiner Frau. 2018 lernten sich der freiberufliche Grafikdesigner und der Flüchtling kennen, inzwischen verbindet sie eine enge Freundschaft. Der 62-jährige Langenfelder unterstützt den jungen Afrikaner in seinem Kampf ums Bleiberecht. „Sekou fordert überhaupt nichts“, sagt auch er. „Im Gegenteil, er ist extrem hilfsbereit.“ Hentschel ist es, der erzählt, dass der Flüchtling nach der Flutkatastrophe im Ahrtal sofort mit einem Freiwilligentrupp aufgebrochen sei, um vor Ort bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Sidibe selbst sagt nur, er schäme sich so für seine Situation."
Seit der missglückten Abschiebung, erhielt Sidibe drei Mal eine fragwürdige Bescheinigung, die ihm für je eine Woche den Aufenthalt erlaubte und wurde jedes Mal aufgefordert, das Land freiwillig zu verlassen. Am 23.09.2024 überreichte die Ausländerbehörde Sidibe ein Dukument, welches ihm eine Duldung für 3 Monate gewährt – also bis 2 Tage vor Weihnachten. Er ist allerdings erneut aufgefordert gültige Reisedokumente vorzulegen um eine Aufenthaltsgenehmigung nach §23a zu erhalten…
Für Sidibe war bereits seine Flucht aus Afrika nach Europa ein traumatisches Erlebnis und nun kommt die misslungene Abschiebung nach Guinea hinzu.
Gemäß Berichten des UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) sind Abschiebungen oft mit erheblichen persönlichen Risiken verbunden. Deshalb bitte ich Sie um Unterstützung dieser Forderung, um die Abschiebung von Sekou Sidibe zu verhindern. Bitte unterschreiben Sie diese Petition!
Mehr Informationen gibt es in den nachfolgenden Beiträgen:
09.09.2024, WDR-Lokalzeit, Video - "Protest gegen Abschiebung von Sekou Sidibe"
Die Entscheidungsträger
Updates zur Petition
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Petition am 14. September 2024 erstellt