Verhindere die Abänderung der trinitarischen Formel bei der Taufe

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The Issue

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Im Erprobungsband des neuen EKD-Gesangbuchs befindet sich die folgende Segensbitte als Empfehlung für eine Liturgie: „Es segne und behüte uns der barmherzige Gott, Vater, Sohn und Heilige Geistkraft“. Die neuartige Berufung auf die „Geistkraft“ kam schon in einem Gebetbuch von Marie-Luise Langwald (2023) und in der »Bibel in gerechter Sprache« zum Ausdruck. Dadurch wird vermittelt, dass „Heiliger Geist“ und „Heilige Geistkraft“ austauschbar seien. Hier handelt es sich nicht um einen ungewöhnlichen Ausdruck, sondern um eine antitrinitarische Lehre. Denn der Heilige Geist wirkt mit Kraft, aber der Heilige Geist ist nicht lediglich eine Kraft.

Der Begriff „Geistkraft“ vermittelt eine Herabwürdigung des Geistes Gottes auf eine unpersönliche Kraft. Im Alten so wie im Neuen Testamen wird der Heilige Geist deutlich als Person offenbart, die z. B. spricht (Hes. 11,5), betrübt wird (Jes. 63,10), oder sogar belogen wurde (Apg. 5,3). Er ist Herr (2 Ko. 3,17) und der Tröster (Joh. 15,26). Das Credo ist klar: Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, (...) der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird.  Wer den Geist Gottes mit seiner Kraft verschmilzt, scheidet sich vom trinitarischen Glaubensbekenntnis ab. Der Begriff „Geistkraft“ macht aus der Dreieinigkeit bestenfalls eine Zweieinigkeit.

Sollten antitrinitarische Formeln in die Liturgie eingeführt werden, ist mit folgenden Konsequenzen zu rechnen:

  • Eine pseudotrinitarische Berufung auf die „Heilige Geistkraft“ bezieht sich nicht auf den dreieinen Gott, sondern auf einen Götzen.
  • Versammlungen, die in einem anderen Namen einberufen werden, sind nicht mehr als christlich wahrzunehmen.
  • Taufen, die in einem anderen Namen vollzogen werden, wären ungültig, und müssten wir konsequent als ungültig behandeln.
  • Die Magdeburger Erklärung zur gegenseitigen Taufanerkennung wäre verletzt und damit auch die ökumenischen Beziehungen zu den unterschreibenden Kirchen.

Wir fordern deshalb, dass die evangelischen Landeskirchen die Berufung auf den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, in allen offiziellen Liturgien unverändert bewahren, insbesondere in der Vollziehung der heiligen Taufe.

Diese Initiative wird von Kreuzträger e. V. koordiniert: https://crossbearers.eu/de/​, https://www.instagram.com/kreuztraeger.de/ 

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Landessynoden der evangelischen Landeskirchen
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